Adventskranz DIY – schnell und einfach

Der Advent steht schon wieder vor der Türe und ihr habt noch keinen Adventskranz? Das ist gar nicht schlimm, ihr müsst weder einen teuer kaufen noch viel Zeit mit dem Basteln verbringen.

Hier findet ihr 3 Ideen wie ihr euren DIY Adventskranz gestalten könnt – schnell und mit Materialien die ihr entweder zu Hause habt oder leicht besorgen könnt.

Adventskranz DIY mit Stabkerzen

Ich habt noch Stabkerzen und kleine Übertöpfe oder übrige Tassen? Dann ist diese Idee perfekt für euch, denn daraus lässt sich mit etwas gesammelten Moss schnell ein Adventsgesteck machen.

Ihr braucht dafür:

  • 4 Stabkerzen (rot, sowie gold und silber passen perfekt, aber auch andere Farben können tolle Arrangements ergeben)
  • Doppelseitiges Klebeband oder Klebepads
  • Moos
  • Kleine Weihnachtskugeln (alternativ auch kleine Zapfen oder andere kleine Weihnachtsdeko)
  • 4 Kakteenübertöpfe (oder kleine Konservendosen oder Porzellantassen, dazu evtl. Acrylarbe zum Anmalen)

So geht ihr vor:

  1. Falls die Kakteenübertöpfe euch noch nicht „schön“ genug sind mit der Acrylfarbe nach Belieben anmalen. Am besten die Farbe über Nacht trocken lassen bis ihr weitermacht.
  2. Das Klebepad oder Klebeband in die Mitte des Übertopf-Bodens kleben und die Kerze darauf kleben. Das alleine hält die Kerze nicht, aber hilft sie zu stabilisieren.
  3. Das Moos vorsichtig um die Kerze herum in den Übertopf stecken und gut festdrücken. Dabei Acht geben, dass die Kerze mittig und gerade steht. Das Moos so fest drücken, dass die Kerze fest und nicht umkippt (Achtung, sonst Brandgefahr!).
  4. Zum Schluss mit den Weihnachtskugel (oder anderer weihnachtlicher Deko) dekorieren. Schon ist die Nummer 1 des Adventskranzes fertig.
  5. Die Schritte 2 bis 4 mit den restlichen Kerzen und Übertöpfen wiederholen. Zum Schluss nur noch alle 4 Kerzen schön arrangieren. Wer möchte kann auch noch etwas Tannengrün darum herumlegen.

Adventskranz; Stabkerzen

Adventskranz DIY mit Teelichtern

Genauso sind Teelichter und Marmeladengläser eine perfekte Basis für eine DIY Adventsgesteck. Dazu noch ein paar Mitbringsel aus der Natur und eine Schnur, mehr ist gar nicht nötig.

Ihr braucht dafür:

  • 4 Teelichter
  • 4 Teelichtgläser (bzw. passende leere Marmeladen- oder Pestogläser)
  • Juteschnur
  • kleine Steine oder Nüsse
  • 4 oder 8 Tannenzweige oder andere kleine Zweige (z.B. der der Scheinbeere (?) mit den leuchtend roten, kleinen Beeren)

So geht ihr vor:

  1. Den oberen Rand der Gläser mit 2 bis 3 Reihen Juteschnur umwickeln und mit einem Knoten etwas fixieren. Zum Schluss einen kleinen Tannenzweig über den Knoten legen und noch zweimal verknoten.
  2. Eine  Schicht Steine (Nüsse, Zapfen oder anderes kleines Streugut) in die Gläser füllen. Die Füllhöhe sollte dabei so gewählt werden, dass das Teelicht unterhalb der Juteschnur noch gut zu sehen ist.
  3. Zum Schluss pro Glas ein Teelichter auf die Steinschicht stellen.

Adventskranz; Teelicht

Adventskranz DIY mit Stumpenkerzen

Auch mit übrigen Stumpenkerzen, die auch schon angebrannt sein können, lässt sich super schnell ein Adventskranz gestalten.

Ihr braucht dafür:

  • 4 Stumpenkerzen (Sie können alle gleich groß sein, oder auch in 4 verschiedenen Größen)
  • Hitzebeständige Unterlage (z.B. Schieferplatte oder aus Porzellan)
  • Dekoration (z.B. Tannenzweige, bunte (Deko-)Steine, 3 – 5 kleine Figuren)

So geht ihr vor:

  1. Die Stumpenkerzen auf der Unterlage anrichten. Da wir eine hitzebeständige benötigen wir zusätzliche keinen Kerzenständer.
  2. Die hitzebeständige Unterlage mit Dekosteinen oder Tannenzweigen bedecken.
  3. Zum Schluss die weihnachtlichen Figuren zwischen die Kerzen stellen.

Adventskranz; Stumpenkerzen

Ihr wollte auch Weihnachtsgeschenke selbst machen, dann schaut mal nach meinen DIY Geschenktipps.

Und nun viel Spaß bein Gestalten und eine wunderschöne Vorweihnachtszeit!

Wintergemüse – Die 5 besten Sorten für Jedermann

Im Sommer und Frühherbst ist oft die Ernte in vollem Gange und wir genießen das eigene Obst und Gemüse. Allerdings ist das auch die Zeit, um an den Winter zu denken, und zwar nicht nur wenn es um Gemüse haltbar machen geht. Es ist auch der richtige Zeitpunkt, um das Wintergemüse vorzuziehen. Ja, auch hier Mitteleuropa ist es möglich Gemüse im Winter zu ernten. Meine 5 Favoriten und wie und wann ihr es säen und vorziehen könnt findet ihr hier.

(Herbst-) Kohlrabi

Kohlrabi ist im Allgemeinen ein gutes Wintergemüse, da er frosthart bis etwa -10 Grad ist. Es gibt einige Sorten, die besonders für die Herbstaussaat geeignet sind. Empfehlenswert sind:
– Dyna: hellblau-violett, gut lagerbar. Aussaat Juli bis spätestens Ende August
– Blaril: großer, blauer Kohlrabi; ebenfalls gut lagerbar.
– Superschmelz: große, sehr zarte und weiße Sorte.
– Lanro: weiße, runder Sorte.

Die Aussaat erfolgt, genau wie beim „Sommer“kohlrabi, in Schalen und die Pflanzen werden später vereinzelt und ausgepflanzt. Der Kohlrabi braucht etwas Zeit, weshalb die Aussaat im Juli bis spätestens Ende August erfolgen sollte. Am besten den Boden mit organischem Dünger oder Wurmtee/Wurmhumus vorbereiten. Auch wenn der Kohlrabi an sich keinen hohen Bedarf an Stickstoff hat, so führt dies doch zu schnellerem Wachstum und üppigerer Ernte. Zu Beginn sollte die Erde im gut feucht gehalten werden. Ab Oktober besser nur noch wenig gießen und eher trocken halten, damit er nicht platzt oder die Wurzeln faulen.
Im Herbst und Winter gezogener Kohlrabi ist meist zarter und weniger verholzt als seine Sommerkollegen.

Sollte ihr etwas zu spät gesät haben und es gibt im Winter keine Kohlrabiknollen ist das auch nicht schlimm. Meiner Erfahrung nach überleben die Pflanzen den Winter gut und die leckeren Knollen wachsen dann zeitig im Frühjahr.

Mangold

Mangold ist eine zweijährige Pflanze und man unterscheidet zwei Sortengruppen: Stiel- bzw. Rippenmangold und Blatt- bzw. Schnittmangold. Beim Stiel-Mangold werden neben den Blättern auch die dicken, fleischigen Blattstiele verwertet. Beim Schnitt-Mangold (dünnstielig) ist man die Spinat-ähnlichen Blätter. Beide Sorten sind für den Herbstanbau geeignet.

Als blattreiches Gemüse benötig Mangold ausreichend Wasser und gleichmäßig feuchte Erde, damit die Blattstiele zart bleiben. Die Aussaat kann zwischen April und Ende August als Direktaussaat erfolgen. Mangold liebt humosen und nährstoffreichen Boden. Deshalb vor der Aussaat den Bogen gut auflockern und düngen (organischer Dünger oder Wurmtee/Wurmhumus)
Aufgrund seiner Liebe zu gleichmäßiger Feuchte, ist es an sehr sonnigen Plätzen sinnvoll erst im August auszusäen.

Bereits zwei Monate nach der Aussaat können vom Blattmangold die ersten äußeren Blätter geerntet werden. Stielmangold ist nach drei Monaten erntefertig. Im Herbst kann es aber auch etwas länger dauern, bis die Ernte möglich ist. Beide Sorten können dann fortlaufend über Wochen geerntet werden. Dabei nie den gesamten Blattschopf ab abschneiden, sondern immer nur die äußeren Blätter.

Winterrettich und Radieschen

Winterrettich: Winterrettich ist eine sehr alte Gemüsesorte, die im Herbst bis frühen Winter geerntet wird und dann über mehrere Wochen gelagert werden kann.
Die Aussaat sollte im Juli oder August erfolgen, direkt an den zugedachten Platz. Es dauert 3 bis 4 Monate, bei später Aussaat manchmal auch etwas länger bis der Winterrettich erntereif ist. Rettich braucht viel Feuchtigkeit, um eine richtig saftige Knolle zu haben, so dass der vielen Regen im Herbst durchaus gewünscht ist.

Radieschen: Aussaat Mitte September bis Mitte Oktober für eine Ernte um die Weihnachtszeit. Im Januar können sie gleich wieder ausgesät werden für eine zeitige Ernte um Ostern.
Radieschen sind sehr pflegleicht und kommen gut mit nährstoffärmeren Böden klar. Gut geeignet sind sie auch für die Mischkultur mit Salat und Mangold.
Genau wie der Kohlrabi sollten sie ab Oktober nicht zu feucht gehalten werden und deshalb besser überdacht stehen.

Radieschen

Salat (Winterportulak, Spinat, Feldsalat, Asiasalate)

Pflücksalate wie Winterportulak, Spinat, Feldsalat und Asiasalate sind sehr frosthart, die meisten Sorten bis – 20 Grad, und extrem pflegeleicht.
Sie benötigen wenig Nährstoffe. Die Aussaat erfolgt im September direkt in den Topf oder das Hochbeet. Nicht gleich die ersten kleinen Blättchen ernten. Lasst den Salat erstmal etwas größer werden und dann regelmäßig die Blätter ernten und das Herz der Salatpflanzen stehen lassen.

Wenn ihr mehr Details zu Spinat und Feldsalat lesen wollt, dann schaut mal rüber zu Zeit für Aussaat – Feldsalat und Spinat

Wintersalat

Frühlingszwiebeln

Aussaat bereits im Juli, da sie langsam keimen und wachsam. Deshalb mögen sie anfangs auch keine Nachbarn oder Beikräuter, welches regelmäßig gejätet werden sollte.
Frühlingszwiebeln lieben lockeren und nährstoffreichen Boden. Deshalb, wie auch bei Kohlrabi und Mangold, vor der Aussaat gut auflockern und düngen (organischer Dünger oder Wurmtee/Wurmhumus).
Bevorzugt an einem sonnigen Ort anpflanzen. Dort wachsen sie besser und schmecken intensiver.
Ab etwa November können sie den ganzen Winter hindurch geerntet werden. Ich lasse meist einige im Frühjahr stehen, die dann wieder austreiben und sogar noch den Sommer hindurch geerntet werden können.

Ihr habt Interesse an weiteren Tipps und Gemüsesorten für den Winteranbau? Dann empfehle ich euch das Buch „Ernte mich im Winter“ von Wolfgang Palme. Falls ihr euch vor dem Kauf noch mehr Informationen zu dem Buch holen wollt, dann lest meine Buchvorstellung „Wintergemüse“.

Viele Spaß beim Nachmachen.

Ihr habt Tipps oder Fragen, dann schreibt mir gerne oder kommentiert unter dem Text.

Ihr wollt nicht nur Gemüse, sondern auch hübsche Blüh- und Schmuckpflanzen auf dem Balkon? Dann holt euch hier weitere Tipps für den Winterbalkon.

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Heuschnupfen natürlich behandeln – 5 einfache Tipps

Vielen von uns kennen die Heuschnupfen-Symptome nur zu gut. Kaum kommt das Frühjahr und alles fängt wunderschön zum Blühen an, quälen sie uns auch schon: laufende oder verstopfte Nase, häufiges Niesen, sowie juckende, tränende und zum Teil auch geschwollene Augen. Bei manchen kommen auch noch allgemeine Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Kopfschmerzen hinzu.

Wie entstehen eigentlich die Symptome bei Allergien?

Heuschnupfen bzw. Allergien im Allgemeinen sind eine Überreaktion unseres Immunsystems. Der Körper reagiert bei Kontakt mit Pollen mit einer Ausschüttung des Botenstoffes Histamin aus den Mastzellen (eine Art von Immunzellen). Dies ist ein normaler Prozess, der jedoch nur beim Eindringen von Krankheitserregern erfolgen sollte. Behandelt wird Heuschnupfen oft mit Antihistaminika (oft auch „Histamin-Blocker“ genannt). Diese hemmen die Histaminausschüttung und helfen somit gegen die Symptome. Was jedoch, wenn man mit möglichst wenig chemischen Medikamente auskommen möchte? Es gibt zum Glück auch Möglichkeiten Heuschnupfen natürlich zu behandeln und so die Heuschnupfen-Symptome zu lindern.

Hier stelle ich auch die 5 besten Tipps für eine natürliche Hilfe bei Heuschnupfen vor:

  1. Ätherische Öle
  2. Pestwurz
  3. Ingwer
  4. Brennesseltee
  5. Honig

1.  Ätherische Öle

Ätherische Öle können über zwei verschiedene Mechanismen helfen Heuschnupfen-Symptome zu lindern:
a) Ätherische Öle, die die Überreaktion des Immunsystems verringern: Dazu zählen Melisse, Kamille blau oder auch Ylang Ylang.
b) Entzündungshemmende ätherische Öle: Sie reduzieren vor allem die auftretenden Symptome wie Rötung, Juckreiz und geschwollene Schleimhäute. Entzündungshemmende Wirkung haben Eukalyptus- und Pfefferminzöl, sowie Angelikawurzel und Lavendel fein. Aber auch die bereits oben genannten Öle Melisse und Kamille blau wirken gegen die Entzündung. Eukalyptus wirkt ähnlich wie Kortison und kann so Symptome lindern – beispielsweise als Zusatz zum Badewasser. Mit Speiseöl gemischt, kann man das Eukalyptusöl auch als Nasentropfen verwenden, um die Atemwege wieder freizumachen. Pfefferminzöl kann Niesattacken stoppen – einfach ein paar Tropfen auf die Schläfen massieren.

VORSICHT jedoch mit ätherischen Ölen bei kleinen Kindern. Wer sich nicht auskennt sollte sie besser nicht anwenden oder nur nach Rücksprache mit einem Aromatherapeuten. Einzig Lavendel fein ist ein gute Kinderöl.

Ätherische Öle immer nur stark verdünnt verwenden, da sie die Haut und Schleimhäute sonst reizen.

Für mehr Details zur Anwendung von ätherischen Ölen bei Heuschnupfen schaut auf tollen Blog Aroma 1×1 (unbezahlte Verlinkung, einfach aus Überzeugung) vorbei.

2. Pestwurz (gewöhnlicher Pestwurz)

Bei der Pestwurz wurde die Wirkung für Allergien und Heuschnupfen untersucht und es gilt als belegt, dass er eine gute Wirksamkeit hat. Die Petasine der Pestwurz hemmen die Aktivität verschiedener Immunzellen und reduzieren damit auch Entzündungsreaktionen im Körper. Chemisch ähnliche, antientzündliche Stoffe kommen beispielsweise auch in Ingwer, Kurkuma oder Nelkenöl vor. Allerdings sollte man selbst keinen Tee oder andere Auszüge aus der Pestwurz herzustellen. Das liegt an dem zum Teil hohen Anteil an giftigen Pyrrolizidinalkaloiden. Diese dienen den Pflanzen als Fressschutz und und können bei Menschen die DNA, sowie Leber und Lunge schädigen. Wer sich jedoch die Inhaltsstoffe der Pestwurz zu Nutze machen möchte, kann auf fertig zu kaufende Präparate zurückgreifen (z.B. in Apotheken zu erwerben). Für diese Fertigarzneimittel werden Extrakte aus kontrolliertem Anbau einer pyrrolizidinalkaloidarmen Variante verwendet. Außerdem wird der Gehalt streng kontrolliert, so dass diese als sicher gelten.

3. Ingwer

Ein weiterer guter Helfer bei Allergien ist Ingwer. Dieser hemmt die Ausschüttung des Histamins und lindert so die Symptome. Darüber hinaus stärkt er das Immunsystem und kurbelt den Stoffwechsel an. Somit hilft er die Entzündungssymptome, also Schnupfen Augenjucken usw., zu lindern. Durch die Aktivierung des Immunsystems ist der Ingwer aber auch ein guter Helfer in der kalten Erkältungszeit.

Für die Wirkung verantwortlich ist das Gingerol (der „Scharfstoff“) und einige ätherische Öle.

Wer Ingwer roh mag und auch verträgt, kann gerne kleine Mengen einfach essen. Falls ihr einen empfindlichen Magen habt oder generell wenig Scharfes vertagt, sollte ihr das jedoch lieber nicht versuchen. Eine einfache Alternative ist es Ingwertee zuzubereiten. Dazu ein 3 bis 4 cm großes Stück der Ingwerwurzel abschneiden und hobeln oder in dünne Scheiben schneiden. Anschließend mit 200 ml (1 Tasse) kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Den Ingwer nicht schälen, da sich in der Schale einige Stoffe „verstecken“, die für die Wirkung mitverantwortlich sind. Dem Ingwertee je nach Geschmack noch mit Zitrone (oder auch Zitronenmelisse) hinzufügen oder mit Honig süßen.

Ingwer bei Heuschnupfen
Quelle: eigene

4. Brennnesseltee

Bei Heuschnupfen kann Brennnesseltee ein sanftes Naturheilmittel sein, denn er wirkt abschwellend. Die Blätter findet man im Garten oder am Wegesrand in der Natur und trocknet sie anschließend. Die getrockneten Brennnesselblätter mit heißem Wasser aufgießen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Wem der Geschmack von Brennnessel zu stark (bitter) ist, kann – genauso wie beim Ingwer – etwas Zitronensaft oder Honig hinzufügen. Am besten über die ganze Allergiezeit 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken. So lassen sich die Symptome gut lindern.

VORSICHT: Brennesseltee wirkt auch entwässernd. Deshalb immer ausreichend Wasser trinken. Im Falle von eingeschränkter Herz- oder Nierenfunktion besser auf Brennesseltee verzichten.

Brennessel Tee
Quelle: iStock

5. Honig (Manuka Honig)

Honig hat neben antibakteriellen auch entzündungshemmende Eigenschaften. Deshalb ist auch er ein guter Helfer um die Heuschnupfen-Symtpome zu reduzieren. Diese Eigenschaft kann nicht einem Inhaltsstoff zugeschrieben werden. Es ist vielmehr das Zusammenspiel verschiedener Stoffe:  u.a. Flavonoide (Antixodantien), Propolis und MGO (Methylgloxal). Noch besser als heimischer Honig soll Manuka-Honig helfen, aufgrund seines höheren Gehalts an MGO. Manuka-Honig heißt deshalb so, weil die Bienen hauptsächlich den Manuka-Strauch anfliegen. Dieser ist in Neuseeland und Australien beheimatet. Ob man diesen aus Umwelt- und Klimagesichtspunkten verwenden möchte ist fraglich. Aus meiner Sicht ist die Wirksamkeit von heimischen Honig ausreichend.

VORSICHT: Nicht geeignet ist Manuka-Honig allerdings für Diabetiker. Diese haben krankheitsbedingt häufiger bereits einen höheren Methyglyoxal-Spiegel. Zu große Mengen davon können, nach aktuellen Erkenntnissen, verschiedene diabetische Begleiterkrankungen (z.B. Nierenschädigung, Nervenschädigung, Atherosklerose) verschlechtern.

Honig kann vorbeugend, in der pollenfreien Zeit, aber auch im akuten Stadium eingenommen werden.

Ein weiterer Vorteil von Honig scheint zu sein, dass er zusammen mit Zitronen am Morgen eingenommen, die Aktivität der Flimmerhärchen in der Nase erhöht. Diese Härchen in der Nase helfen, dass schon mal weniger Pollen überhaupt in den Körper gelangen. Diese Wirkung ist allerdings nicht wissenschaftlich belegt.

Heunschnupfen natürlich behandeln – Allgemeine Hinweise

Generell gibt bei fast allen pflanzlichen Helfern (nicht nur bei Allergien): regelmäßig anwenden und nicht nur einmalig in einer akuten Situation. Dann können sie ihre Wirkung viel besser entfalten. Des Weiteren ist es immer hilfreich mehrere pflanzliche Helfer zu kombinieren (z.B. Brennessel- oder Ingwertee mit Honig).

Allgemeiner Hinweis zum Schluss im Sinne der eigenen Gesundheit:

Leider verschlechtert sich Allergien häufig im Laufe der Jahre, vor allem wenn sie unbehandelt bleiben. Eine juckende Nase kann sich auch zu Asthma mit Atemnot entwickeln.

Deshalb sollte immer ein Arzt konsultiert werden und auch alternative Heilmittel sollten erst nach Rücksprache mit der HautärztIn bzw. der AllergologIn angewendet werden.

Auch Notfälle wie akute Atemnot oder allergischen Schock nie selbst behandeln, sondern immer sofort einen Arzt rufen.

Tomaten unterpflanzen – So geht’s

Die Sommer werden auch in unseren Breiten heißer und das Wasser knapper. Auf ungeschützter Erde verdunstet das kostbare Wasser leider sehr schnell, also stellt sich die Frage: Wie bedecken wir die Erde in unseren Tomatentöpfen, um unnötigen Wasserverlust zu vermeiden? 

Grundsätzlich haben wir dazu zwei Möglichkeiten: die Tomaten unterpflanzen oder den Boden mulchen. Mulchen ist schon eine gute Sache, aber das Unterpflanzen hat noch weitere Vorteile.

Exkurs: Mulchen 

Was versteht man eigentlich unter mulchen? Mulchen ist das großflächige Bedecken des Bodens mit noch nicht verrotteten organischen Materialien. Das kann ganz klassisch mit Rindenmulch erfolgen oder auch mit anderen organischen Abfällen wie Grasschnitt oder Blätter.  

Bei der Verwendung von Rindenmulch gibt es einen wichtigen Punkt zu beachten. Durch die enthaltene Gerbsäure senkt es den ph-Wert des Bodens und ist somit nicht für alle Pflanzen geeignet. Vor allem Himbeeren und Erdbeeren und auch einige blühende Stauden vertragen das nicht. 

Weitere verbreitete und gute Stoffe zum Mulchen sind Gemüsewolle oder auch Brennesseln.  

Außer der verringerten Wasserverdunstung hat das Mulchen noch weitere Vorteile: 

  • Es reguliert die Bodentemperatur: somit hilft es gut gegen Überhitzung im Sommer und Frost im Winter. 
  • Es vermindert den Wuchs von nicht erwünschten Beikräutern (“Unkraut”). 
  • Der Mulch bietet Insekten und anderen Kleinlebewesen Lebensraum. 

Als Balkongärtner haben wir es hier meist etwas schwerer als Gartenbesitzer, weil einfach nicht so viel organisches Material anfällt. 

Falls ihr noch weitere, vielleicht etwas ungewöhnlichere Tipps zum Mulchen braucht, schaut mal bei Kistengrün vorbei. Sie hat einen wunderbaren Artikel zum Mulchen am Balkon geschrieben. 

Tomaten Unterpflanzen

Eine weiter Möglichkeit, um diese positiven Effekte zu erhalten ist das Tomaten Unterpflanzen. Das hat noch zwei zusätzliche Vorteile:  

  1. wir können unseren – meist eingeschränkten – Platz noch besser nutzen und weitere schöne oder nützliche Pflanzen anbauen. Vor allem bei Stabtomaten ist Unterpflanzen eine hervorragende Option. 
  1. Sie haben oft Zusatzeffekte, die die Ernte steigern oder auch Schädlinge fernhalten können. 

Welche Pflanzen eignen sich zum Tomaten unterpflanzen? 

  • Kräuter wie Petersilie, Bohnenkraut, Dill, Petersilie und Basilikum: 
    Sie schützen durch ihre ätherischen Öle zusätzlich vor Läusen. Außerdem können sie teilweise das Aroma der Tomaten intensivieren. Die meisten Kräuter benötigen wenig Nährstoffe (Schwachzehrer) und nehmen den Tomaten deshalb auch wenige weg. Nur Basilikum braucht mehr Nährstoffe, weshalb  beim Unterpflanzen mit ihm mehr gedüngt werden muss. 
  • Blattsalate wie Rucola, Feldsalat, Pflücksalate und auch Spinat: 
    Blattsalate bleiben ebenfalls klein und wurzeln, im Gegensatz zu den Tomaten, nicht tief. Sie sind in der Regel gute Bodendecker und decken die Erde somit effektiv ab. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie den Boden auflockern, wovon die Tomaten profitieren. 
Tomaten mit Rucola
  • Kamille, Ringelblume und Tagetes: 
    Diese wunderschönen Blühpflanzen locken Bienen und andere Insekten an. Die fleißigen Bestäuber erhöhen den Ertrag. 
  • Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Zwiebeln: 
    Lauchgewächse  lockern ebenfalls den Boden auf. Zudem helfen sie mit ihren ätherischen Ölen Schädlinge und Pilzerkrankungen von den Tomatenpflanzen fern zu halten. 
  • Wurzelgemüse wie Karotten oder Radieschen: 
    Sie wurzeln flachen, kommen den Tomatenwurzeln somit nicht in die Quere und lockern auch den Boden auf. 

Was ist nicht geeignet zum Unterpflanzen?

Aufgrund von Empfehlungen habe ich auch Versuche mit Kapuzinerkresse gemacht. Dies hat jedoch nicht funktioniert, da sie Läuse angezogen hat, die dann auch meine Tomaten befallen haben. 

Ebenfalls schlechte Partner und somit nicht fürs Unterpflanzen geeignet sind:  

  • Groß wachsende Pflanzen, die den Tomaten Sonnenlicht wegnehmen. 
  • Erbsen und Fenchel: auch wenn diese in der Regel nicht so groß werden, so vertragen sie sich dennoch nicht. 

Habt ihr noch weitere gute Tipps mit welchen Pflanzen die Tomaten unterpflanzt werden können? Oder was bei vielleicht gar nicht funktioniert hat? Dann freue ich mich eure Kommentare. 

Ihr seid noch auf der Suche nach den richtigen Tomatensorten für euren Balkon oder Terrasse? Dann schaut mal bei meinen Sortentipps vorbei.

Tomaten-Anbau am Balkon – Sortentipps

Der Anbau von eigenem Gemüse erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Neben Gurken zählen Tomaten zu den Lieblingsgemüsesorten der Deutschen. Aber gelingt der Anbau von Tomaten auch auf dem Balkon oder braucht man dazu einen riesigen Garten? Der Anbau kann auch auf dem Balkon gelingen, wenn man ein paar grundlegende Punkte beachtet und die Lage des Balkons dafür geeignet ist. Bevor ich euch deshalb Sortentipps gebe, hier noch ein paar wichtige Grundlagen. 

Grundlagen zum Tomatenanbau

  1. Welcher Balkon ist dafür geeignet? 
    Tomaten sind echte Sonnenanbeter. Der Standort sollte deshalb (voll)sonnig sein. Das bedeutet mindestens 6 Stunden Sonneneinstrahlung, am besten über die Mittagszeit.   
  1. Was ist zu beachten? 
    Tomaten sind Starkzehrer und müssen deshalb reichlich gedüngt und gegossen werden. Allerdings sollte auch nicht überdüngt werden. Deshalb am besten einen organischen Langzeitdünger in der auf der Packung angegeben Dosierung verwenden. So kommt es nicht zu Überdüngung und durch den Langzeitdünger reicht eine Düngung 3-mal/Sommer. Je größer der gewählte Topf, desto seltener muss auch gegossen werden. In kleinen Töpfen kann im Sommer sogar 2-maliges Gießen (morgens und abends) nötig sein. 
    Tomaten sind wasserscheu – zumindest was Wasser von oben betrifft. Tomaten nie auf die Blätter gießen, sondern nur auf die Erde. Aus demselben Grund sollten Tomaten am besten auch unter Dach stehen. Ist dies nicht möglich, so sollte ein schnelles Abtrocknen der Blätter (z.B. durch vollsonnigen Standort oder leichten Wind) gewährleistet werden. Zudem bei der Sortenauswahl auf Pflanzen achten, die resistent gegen Pilzinfektionen (z.B. Braunfäule) sind. 
    Stabtomaten wollen hoch hinaus. Aus diesem Grund brauchen Sie eine Unterstützung in Form von Stangen oder auch Gitter. Bei Buschtomaten ist dies meist nicht nötig. 

Wollt ihr noch mehr dazu wissen? Dann holt euch meinen Kurzguide zum Tomatenanbau am Balkon.   

Welche Sorten sind geeignet?

Allgemeines

  • Es sollten keine Sorten sein, deren Pflanze sehr hoch wird. Großwüchsige Sorten kippen in Eimern leicht und der Ertrag wird so reduziert (abgeknickt Äste, kaputte Früchte). Für den Anbau im Topf empfehle ich Sorten mit einer angegebenen Größe vom maximal 2 m. Häufig bleiben sie im Topf aufgrund des mangelnden Platzangebots auch noch etwas kleiner. 
  • Strauchtomaten haben häufig ein dichtes Laub und trocknen damit schlechter ab. Deshalb sind sie anfälliger für Braun- oder Krautfäule. Es handelt sich dabei um eine Pilzerkrankung, der sich besonders gut auf ständig feuchtem Laub ausbreitet. Aus diesem Grund sollten Strauchtomaten nur an überdachten Plätzen am Balkon angebaut werden. 
  • Ich verwende und empfehle nur samenfeste Sorten. Samenfeste Sorten haben den Vorteil, dass man sie selbst aus dem Samen der Früchte nachziehen kann. Bei Hybriden (zu erkennen an F1, F2 etc. hinter dem Sortennamen ist dies nicht der Fall und die Samen müssen immer neu gekauft werden. Mehr Details zu samenfest und hybrid findet ihr in meinem Artikel dazu. 

Tomaten Sortentipps

  • Stabtomaten:  
    – Cocktailtomaten: Black Cherry (rund, dunkelviolett), Sister Keyes (oval, gelblich-grün), Gelbes Birnchen (gelb, mild und leicht süßlich), Sibirisches Birnchen (hellrot, mild und leicht süßlich), Datteltomaten, Goldiana (gelb), Ruthje (rot), Barbaniaka (rund, rot), Artisan Gold Bumblebee (gelb-pink gestreift) 
    – Normalgroße Früchte (Salattomaten): Duttinggold (gelb, hohe Resistenz gegen Krautfäule), Musk Zebra (grün gestreift, würzig-frisch) 

  • Strauchtomaten:  
    – Cocktailtomaten: Blaue Zimmertomate, Aztek (Dwarf, kleine gelbe Früchte), Orange Hat (Dwarf, gelb bis leicht orange), Balkontomate Bajaja 
    – Normalgroße Früchte: Bogus Fructus (rot, frühreif, fruchtig, wenig Säure), Golden Gipsy (Dwarf, große, gelbe aromatische Früchte), Shadow Boxing (hoher Busch, längliche, süßliche, schwarz-blaue Frucht) 

  • Ampeltomaten: Tumbling Tom rot und gelb (kleine Früchte) 
  • Wildtomaten (ursprüngliche, sehr widerstandsfähige Sorten mit sehr kleinen, oft nur Johannisbeer-großen Früchten): Golden Current, Rote Murmel, Annette’s Wilde (rosa) 

Diese Sortentipps können natürlich nur eine kleine Auswahl darstellen, denn es gibt unendlich viele (naja auf jeden Fall mehr als 10.000 Tomatensorten). Ich stelle sich euch deswegen vor, weil ich damit gute Erfolge beim Anbau im Topf auf Balkon und Terrasse machen konnte (ohne schützendes Gewächshaus). Außerdem waren sie alle geschmacklich empfehlenswert (und wurden auch von den Kindern geliebt). 

Woher beziehen? 

Am besten ist es natürlich, wenn man eine lokale (Bio-)Gärtnerei in der Nähe hat, die eine große Auswahl an Tomatensamen anbietet. 
Falls ihr leider keine passende Gärtnerei vor Ort habt, kann ich folgende Online-Händler empfehlen: 
Bingenheimer Demeter Saatgut
Kleverhof Demeter Saatgut
Culinaris Demeter/Bio Saatgut
Samenfritze
Deaflora (Saatgut und Pflanzen)

Habt ihr noch weitere Sortentipps? Dann kommentiert gerne oder schreibt mir. 
Ich werde auf jeden Fall weiter neue Tomatensorten testen und die Liste entsprechend erweiterten. 

Viel Spaß beim Anbau und Tomaten essen! 

Ollas – Traditionelle Bewässerung leicht gemacht

Gießen kann für uns Topfgärtner schon eine Menge Arbeit bedeuten. Umso besser, wenn man gute Bewässerungsmöglichkeiten hat. Eine davon sind Ollas. Habt ihr davon schon gehört?

Hier findet ihr alle wichtigen Infos und wie ihr Ollas günstig und schnell selbst bauen könnt.

Was sind eigentlich Ollas?

Der Begriff Ollas (ausgesprochen „Ojas“) kommt aus dem Spanischen und bedeutet Topf. Die Bewässerung mit Ollas ist eine sehr alte Bewässerungsmethode. Traditionell werden amphorenförmige Tongefäße mit einem schmalen Flaschenhals verwendet.

Warum eigentlich aus Ton? Und wie funktioniert das? Ton ist ein poröses, also durchlässiges Material. Die Tontöpfe werden fast komplett in die Erde eingegraben. Wenn die Erde trocken ist, kann Wasser durch die feinen Poren im Ton in die Erde dringen. Wohingegen, wenn die Erde noch feucht ist, bleibt das Wasser im Gefäß. Physikalischer Hintergrund dafür ist die Bodenwasserspannung: nur wenn diese in der Erde größer ist als im Gefäß (also die Erde trocken ist), verlässt Wasser den Olla. Dies führt zu einer gleichmäßigen Bewässerung.

Im Übrigen: Die häufig genutzten Tonkegel funktionieren ebenfalls nach dem Prinzip der Bodenwasserspannung. Nur ist in diesem Fall der Wasserspeicher außerhalb (z.B. in einer Plastikflasche), anstatt in der Erde vergraben.

Vorteile von Ollas

Der Hauptvorteil liegt auf der Hand: durch die Speicherung des Wassers im Olla, muss seltener gegossen werden. Allerdings haben Ollas noch einige weitere Vorteile, welche sie zu einer wirklich guten Bewässerungsmethode machen:

  • Sie bringen das Wasser tiefer in die Erde und ganz nahe an die Wurzeln. Dadurch wird weiteres Wurzelwachstum angeregt und die Pflanzen werden widerstandsfähiger.
  • Durch das Gießen in die Ollas und somit die unterirdische Bewässerung verdunstet wenig Wasser von der (oft warmen) Erdoberfläche. Das kann mehr also die Hälfte an Gießwasser einsparen.
  • Die Erdoberfläche bleibt trocken und somit keimen Samen von unerwünschten Unkräutern weniger gut. Also ein weitere Vorteil der Ollas: weniger Unkraut zu jäten.

TIPP: Mulcht man die Erdoberfläche zusätzlich, so kann man zusätzlichen Wasserverlust verhindern und benötigt noch weniger Gießwasser.

Wie werden sie angewendet?

  • Ollas werden zum größten Teil in die Erde eingegraben, nur ein kleiner Teil oben sieht heraus. Deshalb muss im ersten Schritt ein Loch gegraben werden. Am besten wird das bereits im Frühjahr oder Frühsommer erledigt. Zu diesem Zeitpunkt sind noch weniger Wurzeln vorhanden, die man zerstören könnte.
  • Gegossen werden Ollas durch die obere Öffnung. Diese wird nach dem Gießen wieder verschlossen um Wasserverlust zu verhindern. Das kann mit einem Stein oder einem Untersetzer erfolgen.
    Wann muss man wieder gießen? Das lässt sich am besten mit einem Stab bestimmen. Einfach den Stab in den Olla stecken und sehen wieviel feucht ist. Sobald er (fast) leer ist über die obere Öffnung erneut gießen.
  • Wie viele bzw. wie große Ollas braucht man? Ein guter Richtwert sind rund 5 Liter Wasser auf einen Quadratmeter. Für einen Topf mit 20 l Volumen und etwa  800 bis 850 Quadratzentimeter Oberfläche reicht meistens ein Olla von 0,5 Litern. Etwas mehr ist natürlich gut, falls der Platz ausreicht, da Töpfe schneller austrocknen als Gartenbeete.

Ollas selber basteln

Ollas gibt es in verschiedensten Varianten zu kaufen, allerdings sind sie häufig recht teuer. Eine günstige und einfache Alternative ist sie selbst zu basteln.

Man benötigt zwei (annähernd) gleich große Tontöpfe. Damit sie ihre Funktion erfüllen können müssen Sie unbehandelt und vor allem unlackiert und unglasiert sein. Nur so kann das Wasser langsam durch die Poren des Tons an die Erde abgegeben werden.

Das Zusammenkleben kann mit Fließenkleber, Silikonkleber oder Kleber aus der Heißklebepistole erfolgen. Möglichst darauf achten, einen lösungsmittelfreien Kleber zu verwenden, damit möglichst wenig Giftstoffe an Erde und Pflanzen abgegeben.

Des Weiteren benötigt man:
– Stein oder Scherbe zum Verschließen des unteren Lochs
– Stein oder Untersetzer zum Abdecken des oberen Lochs

Ollas basteln

Und so funktioniert das Basteln:

  1. Das Loch eines der beiden Tontöpfe wird verschlossen, damit das Wasser nicht unten ausläuft. Dazu den Stein von Innen in den Topf kleben. Am besten nach dem Trocknen prüfen, ob das Loch dicht ist, um Wasserverluste zu vermeiden
  2. Nun die beiden Tontöpfe Oberkante and Oberkante miteinander verkleben. Auch hier nach dem Trocknen prüfen, ob das so entstandene Gefäß dicht ist.
  3. Nun kann der Olla in die Erde eingegraben und anschließend befüllt werden.


Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen. Falls ihr sie doch lieber fertig kaufen wollt, schaut mal bei der Töpferei Landgraf vorbei. Dort gibt es wunderschönes Ollas aus regionaler Fertigung.

Habt ihr noch Tipps für die Bewässerung mit Ollas? Dann freue ich mich, wenn ihr mir schreibt oder fleißig unter dem Artikel kommentiert.

Und falls ihr gerne informiert werden wollt, falls es was Neues auf meinem Blog gibt, dann abonniert doch meinen Newsletter.

Buchvorstellung “Balkon für Faule“

Einen wunderschönen, reich bepflanzten Balkon hätten wir doch alle gerne, oder? Dabei sollte es aber möglichst wenig Arbeit machen. Schließlich wollen wir auch Zeit haben den Balkon zu genießen. Damit das klappt, ist die richtige Pflanzenauswahl von beachtlicher Bedeutung. Deshalb stelle ich euch hier das Buch „Balkon für Faule – Ganzjährig grün mit winterharten Pflanzen vor“ von Ursula Kopp [Affiliate Link]. Dort findet ihr viele kostbare Informationen, die euch genau das ermöglichen: einen wundervollen und pflegeleichten Pflanzenbalkon.

Buch Balkon für Faule

Das Buch gliedert sich in 3 große Teile:

  1. Ein beachtlicher Theorieteil, der in Planung und Pflanzenauswahl, sowie richtige Pflege und Zubehör gegliedert ist.
  2. Bezaubernde Gestaltungsbeispiele
  3. Pflanzenporträts

Inhalt Balkon für Faule

Theorieteil

Der Theorieteil beginnt mit grundsätzlichen Punkten, mit denen man sich vor der eigentlichen Planung erstmal befassen muss. Angefangen bei der Standortbestimmung bis hin zu allgemeinen Fragen wie: Welches Gewicht kann mein Balkon tragen? Was darf ich rechtlich gesehen eigentlich auf den Balkon pflanzen?

Danach geht es auch gleich weiter zur Pflanzenauswahl. Um diese zu erleichtern, gibt es übersichtliche Tabellen zu Nadelgehölzen, Laubgehölzen, Stauden bzw. Zwiebelpflanzen und Balkonblumen. Die Tabellen enthalten neben Name und Wuchsform auch gleich die Informationen zum optimalen Standort. Dies ermöglicht einen schnellen Überblick und eine erste Auswahl von möglichen Pflanzen. Die weiteren Details zu den Pflanzen können dann unter den Pflanzenporträts nachgelesen werden und die Auswahl so verfeinert und endgültig festgelegt werden.

Im letzten Theoriekapitel geht es um die richtige Auswahl von Gefäßen und Erde, sowie um die richtige Pflege.

Ich finde diesen Teil sehr ausführlich und ansprechend gestaltet. Es ermöglicht Neulingen einen einfachen Einstieg in die Balkonpflanzung. Aber auch erfahrenere Balkongärtner können hier noch viel Neues entdecken.

Gestaltungsbeispiele

In dem Teil „Mit Zwerggehölzen gestalten“ werden auf insgesamt 7 Doppelseiten eine Reihe attraktiver Kombinationsmöglichkeiten vorgestellt. Dies macht es auch Anfänger möglich bezaubernde Kübel zu gestalten an denen man lange Freude hat. Denn nicht jede Pflanze verträgt sich mit jeder. Egal ob Standorteigenschaften oder wie schnelle sie wachsen, es sollte immer alles aufeinander abgestimmt sein, um über Jahre schön zu bleiben.

Pflanzenporträts

Der letzte und größte Abschnitt zeigt Pflanzenporträts auf. Es wird detailliert das Aussehen beschrieben, sowie Informationen zum Standort und Pflegetipps. Natürlich ist zu jeder Pflanze auch ein wunderschönes Bild enthalten. So kann jeder die besten Pflanzen für seinen Standort und seine Vorlieben finden.

Einziger Nachteil für mich hier: es wird nicht auf heimische Pflanzen geachtet. Es wird beispielswiese der Kirschlorbeer vorgestellt, ohne darauf hinzuweisen, dass dies keine heimische Pflanze ist und wenig Wert für Insekten hat.

Pflanzenporträt Schnittlauch

Mein Fazit

Ein kostbares Buch, um ein wunderschöne und pflegeleicht Dauerbepflanzung am Balkon dauerhaft zu planen. Eine unkomplizierte Dauerbepflanzung hilft nicht nur Zeit zu sparen, sondern schont auch den Geldbeutel. Also nicht nur Balkon für Faule sondern auch für Sparsame. Denn es muss seltener neu gekauft und gepflanzt werden. Die Bilder sind ansprechend und eine gute Hilfe bei der Pflanzenauswahl. Es ist sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittenere Balkongärtner gut geeignet

Weitere empfehlenswerte Bücher für ein entspanntes Grün am Balkon:

Inspirationen für einen naturnahen Balkon für Faule könnt ihr euch auch auf dem Instagramm Account von Dr. Daniela Berg holen: @wasbluehtberlin

Euer Balkon soll nicht nur pflegeleicht sein, sondern auch noch leckeres Obst oder Gemüse zum Ernten hervorbringen. Wenn ihr dazu auf Suche nach weiterer Literatur seid, dann schaut mal auf meine Literaturliste.

Habt ihr weitere Tipps wo man sich gut über eine pflegeleichte Balkongestaltung informieren kann? Dann schreibt mir doch.

Viel Spaß beim lesen und Nachmachen.

7 Erste-Hilfe-Pflanzen für die Haut

Es juckt und brennt auf der Haut. Wir waren mal wieder zu viel in der Sonne oder haben uns in der Natur verletzt? Und dann ist auch noch die Hausapotheke leer und die Geschäfte geschlossen? Dafür hat die Natur einige Hausmittel bereit, die uns bei Hauptproblemen helfen können.

Hier stelle ich euch 7 kostbare und dabei absolut pflegeleichte Pflanzen für die Haut vor.

Mauretanische Malve (auch Wilde Malve, lat. Malva silvestris L.)

Die wirksamen Inhaltsstoffe der Malve sind hauptsächlich entzündungshemmende Schleimstoffe.
Ein Kaltauszug hilft deshalb gut bei Hautreizungen (Juckreiz) und Hautrötungen., aber auch bei Insektenstichen und Verbrennungen.
Anwendung: Kaltauszug aus den Blüten: 2 TL auf 250 ml lauwarmes was Wasser; ca. 4 – 6 Stunden ziehen lassen, dass abseihen. Kompresse in Kaltauszug anfeuchten und auf die entzündeten Stellen legen. Für eine gute Wirksamkeit die Kompresse mindestens 1 Stunde auf die betroffene Hautstellen auflegen.
Malventee hilft im Übrigen auch als Hustenstiller bei Reizhusten und bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.
Anbau: Die Malve fühlt sich am wohlsten an einem sonnigen und warmen Standort, möglichst windgeschützt. Sie ist ein Starkzehrer, braucht also 2 bis 3 Mal im Sommer einen Langzeitdünger und regelmäßig Gießen. Praktischerweise ist die Malvenstaude mehrjährig und winterhart. Sie braucht großen Topf aufgrund ihrer Höhe von bis zu 1,5 m und da sie Herzwurzler ist.

Malve für die Haut
Quelle: eigene

Pfefferminze (lat. Mentha piperita)

Die Pfefferminze enthält ätherische Öle (v.a. Menthol), aber auch Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe. Sie hilft gegen Insektenstiche: stoppt den Schmerz und wirkt gegen die Entzündung.
Anwendung: Blatt drücken und drehen bis ein öliger Saft austritt. Durch das Menthol gibt es sehr schnell einen kühlenden Effekt.
Alternativ kann man auch einen Tee aus Pfefferminzblättern herstellen: Dieser kann ebenfalls mit kühlendem Menthol, Flavonoiden und Gerbstoffen helfen. Dazu den Tee abkühlen lassen und ein Baumwolltuch damit tränken. Das Tuch auf die schmerzenden Stellen legen. Diese Methode empfiehlt sich vor allem bei Kindern und empfindlicher Haut. Der reine Saft der Pfefferminze kann nämlich auch zu Hautreizungen führen.
WICHTIG: Auf keinen Fall bei Babys und Kleinkindern anwenden. Das Einatmen kann bei den Kleinen  durch einen Reflex zum sogenannten Stimmritzenkrampf und somit zum Atemstillstand führen.
Interesse an weiteren Infos zur Verwendung der Pfefferminze? Schaut mal bei Infothek-Gesundheit vorbei.
Anbau: Pfefferminze ist eine anspruchslose, wuchernde Pflanze. Sie mag es am liebsten im Halbschatten und feucht. Aber auch an sonnigen Standorten gedeiht sie gut, bei ausreichend Gießen. Die Pfefferminze ist winterhart und zieht sich dazu im Winter in die Erde zurück. Auch im Topf überlebt sie ohne besonderen Winterschutz in der Regel gut. Die Blätter können den ganzen Sommer über geerntet werden. Am höchsten ist der Wirkstoffgehalt zur Blütezeit (Juli, August).

Spitzwegerich (lat. Plantago lanceolata)

Spitzwegerich enthält Schleimstoffe, die ein Art Schutzschicht auf der Haut bilden. Außerdem schmerz-, entzündungs- und juckreizlindernden Inhaltsstoffe. Deshalb findet er gerne Anwendung bei frischen Insektenstichen oder kleinere Schnittverletzungen.
Anwendung: Für die schnelle Hilfe das Blatt drücken und knicken bis Pflanzensaft austritt. Den frischen Pflanzensaft auf Stich oder Schnittverletzung geben. Dabei nicht reiben! Innerhalb kurzer Zeit wird der Schmerz weniger und die Heilung kann damit gefördert werden.
Anbau: Spitzwegerich ist eine pflegeleichte, mehrjährige und winterharte Staude. Weitere Tipps zum Anbau und weitere Anwendungsmöglichkeiten findet ihr im Artikel rund um den Spitzwegerich.

Spitzwegerich für die Haut
Quelle: eigene

Aloe (lat. Aloe vera)

Als wirksame Inhaltsstoffe sind hauptsächliche Aminosäuren, Enzyme, Mono- und Polysaccharide, sowie Vitamine und Mineralstoffe zu nennen. Das Gel der Aloe wirkt dadurch entzündungshemmend und wundheilungsfördernd. Außerdem spendet es Feuchtigkeit und hat kühlende Wirkung.
So kann die Aloe ein hervorragender Helfer bei Brandverletzungen, Insektenstichen, kleinen Schnittwunden und Sonnenbrand sein. Ebenfalls ist sie gut geeignet zur Narbenpflege.
Anwendung: Blatt anschneiden und das austretende Gel der Pflanze dünn auf die Haut aufgetragen. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Haut nicht in Kontakt mit dem gelben Blattmantel kommt. Das kann zu Hautreizungen führen. Nach etwa 10 Minuten das Gel mit kaltem Wasser abwaschen. Bei der Verwendung zur Narbenpflege die Narbe vorsichtig mit dem Gel massieren.
Anbau: Da die Aloe ursprünglich aus Wüstenregionen stammt liebt sie Trockenheit und sonnige Standorte. Sie ist Kälteempfindlich und muss deshalb unbedingt im Haus überwintert werden.
Weitere interessante Infos findet ihr in meinem Aloe-Post.

Kamille (lat. Matricaria chamomilla)

Die Kamille duftet schon so schön in freie Natur und ich kann es kam erwarten, bis es wieder soweit ist. Der aufregende Duft kommt von den hauptsächlichen Inhaltstoffen, den ätherischen Ölen. Weitere wirksame Bestandteile sind Bitterstoffe, Schleimstoffe und Gerbstoffe.
Sie wirkt hauptsächlich entzündungshemmend und kommt somit bei kleineren Wunden und geröteter oder gereizter Haut zum Einsatz.
Anwendung: Verwendung finden hierbei vor allem die Blüten, da dort die Konzentration an ätherischem Öl am höchsten ist. Macht dazu einen Auszug (Tee) mit 1 Esslöffel Blüten auf 250 ml heißes Wasser und lasst ihn 10 Minuten zugedeckt ziehen. Zudecken ist sehr wichtig, da sonst die wirksamen und leicht flüchtigen ätherische Öle verloren gehen. Etwas abkühlen lassen. Ein Tuch im lauwarmen Tee tränken und ca. 20 min auf die Haut legen.
Der Tee hilft ebenfalls gut als Mundspülung bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.
Anbau: Am wohlsten fühlt sich die Kamille an sonnigen Standorten. Sie benötigt einen neutralen, leicht sandigen Boden, damit überflüssiges Wasser gut ablaufen kann. Sie ist eine gute Anfänger- und Faulenzerpflanze, denn die Hauptarbeit ist die Blüten ernten. Lässt man einige Blütenköpfe stehen, so säht sie sich selbst wieder aus und kommt im nächsten Jahr wieder. Mehr Details und weitere Anwendungsmöglichkeiten der Kamille habe ich euch hier schon mal zusammengestellt.

Kamille
Quelle: iStock

Ringelblume (lat. Calendula officinalis)

Die Ringelblume hat Polysaccharide als Schutzmantel und entzündungshemmende und wundheilungsfördernde ätherische Öle. Und nicht zu vergessen die Carotinoide, die auch für die wunderschöne orange Farbe verantwortlich sind.
Anwendung: Ebenso wie die Kamille kann ein Auszug gemacht werden und anschließend mit dem lauwarmen Auszug ein Umschlag gemacht werden. Häufig verwendet man auch Ringelblumenöl (Ölauszug) oder Ringelblumensalbe. Das braucht natürlich etwas Vorbereitung ist aber wunderbar wirksam. Eine Anleitungen für Ölauszug und Salbe findet ihr hier.
Anbau: Wichtig ist ein sonniger Standort. Die Ringelblume bevorzugt einen tiefer Topf, das sie Pfahlwurzeln ausbildet. Dazu bevorzugt sie einen durchlässiger Boden. Dann erfreut sie uns mit einer langen Blütezeit von Juni bis Oktober. Das regelmäßige Abschneiden der Blüten regt die erneute Blütenbildung an. Ihr habt Interesse an mehr Infos zur Ringelblume? Schaut hier vorbei.

Ringelblume für die Haut
Quelle: eigene

Salbei (lat. Salvia officinalis)

Salbei ist reich an Gerbstoffen. Flavonoiden und ätherischen Ölen (v.a Thujon). Er wirkt deshalb schweißhemmend, keimreduzierend und zusammenziehend.
Anwendung: Auf der Haut wird sich hauptsächlich die schweißhemmende Wirkung nützlich gemacht. Bei schwitzen Füßen einen starken Aufguss mit 2 Esslöffel getrockneten Salbei auf 250 ml Wasser machen. Etwas 10 Minuten ziehen lassen. Danach in ein körperwarmes Fußbad gießen. Mehrmals die Woche für 10 bis 15 Minuten die Füße in Salbei zu baden, kann gut gegen vermehrtes Schwitzen helfen. Wegen seiner schweißhemmenden Wirkung ist Salbei auch häufiger in Deos zu finden. Bei Entzündungen im Mundraum hilft es mit dem Salbeitee zu gurgeln.
Anbau: Salbei ist ein mehrjährige Staude aus dem Mittelmeerraum. Sie ist bedingt winterhart, weshalb Winterschutz oder geschützter Standort empfehlenswert ist. Trockene und lockere Erde. Noch viel mehr Infos und Rezepte rund um den Salbei könnt ihr hier finden.

Kennt ihr weitere Pflanzen für die Haut, die gut helfen und dabei ganz leicht anzubauen sind? Dann schreibt mir doch.

Und bitte denkt daran (Hinweis aus rechtlichen Gründen): Meine Rezepte und Empfehlungen basieren nur auf Erfahrungswerten und sollen weder dazu auffordern sich selbst zu behandeln bzw. eine ärztliche Behandlung/Medikation abzubrechen oder zu ersetzen. Ich gebe hier keine Heil- oder Linderungsversprechen ab. Das Nachmachen erfolgt auf eigene Gefahr.





Gartenbücher – Tipps für Einsteiger und Kinder

Weihnachten steht vor der Tür und ihr habt noch keine Geschenke für Garten-begeisterte Freunde und Bekannte? Oder ihr wollt mit dem Gärtnern anfangen und euch selbst beschenken? Dann habe ich hier für euch einige Gartenbücher Tipps. Tolle Bücher für Einsteiger und Fortgeschrittene. Für jeden Geschmack ist was dabei.

Buchtipp für den Naschbalkon

Ich liebe es Obst und Gemüse direkt vom Strauch oder Baum zu essen. Deshalb ist mein Balkon auch voller verschiedener Beerensträucher und verschiedenem Gemüse. Wenn ihr das genauso wundervoll findet, aber noch keinen so richtigen Plan habt, wie das gehen soll, dann habe ich einen hervorragenden Buchtipp für euch. Das Buch „Mein wundervoller Naschbalkon“ [Affiliate Link] von Natalie Faßmann (Ulmer Verlag, ISBN: 978-3800180615). In dem Buch liegt der Fokus auf einem leckeren und abwechslungsreichen Balkongarten. Aber auch viele praktische Tipps für die Verwendung und Verarbeitung von Kräutern, Obst und Gemüse. Und wie der Titel schon sagt, alles für Balkongärtner. Ihr braucht fürs Erste nur ein paar Töpfe, Samen bzw. Pflanzen und ein bisschen Platz auf eurem Balkon, um damit loslegen zu können.

Kreatives Gartenbuch

Mein zweiter Tipp ist auch speziell für Balkon- und Stadtgärtner. Und zwar für die, die sich auch noch gerne kreativ betätigen. Denn das Buch „Mein kreativer Stadtbalkon“ [Affiliate Link] von Silvia Appel  (EMF Verlag, ISBN: 978-3-96093-268-0). Neben Tipps für einen erfolgreichen Start eines Balkongartens, gibt es dort einen beeindruckenden Teil mit DIY-Projekten: Dekorationen wie Windspiel und Lichterkette, Upcycling Ideen für Pflanztöpfe und Kisten, sowie Pflanzschilder. Außerdem dürfen natürlich zahlreiche Rezepte nicht fehlen. Und das Buch ist wirklich nicht nur für Anfänger. Auch für mich als „alter Hase“, gab es dort zahlreiche kostbare Tipps.

Ihr wollt euch davon überzeugen, dass Silvia auch wirklich tolle Ideen hat? Dann schaut mal auf ihrem Blog Garten-Fräulein vorbei.

Gartenbücher

Gartenbuch für Nachhaltige

Euer Ziel ist es möglichst nachhaltig ins Gärtnern einzusteigen oder euch dahin weiterzuentwickeln? Und ihr habt auch noch Lust und Zeit für einige DIY-Projekte? Dann möchte ich euch das Buch „Grüner geht’s nicht“ [Affiliate Link] von Melanie Öhlenbach (Kosmos-Verlag; ISBN: 978-3-440-17110-3) ans Herz legen. Natürlich gibt es hier auch, wie in den anderen Büchern, viele Tipps und Grundlagen für Balkongärtner. Zusätzlich wird hier auf Nachhaltigkeit gesetzt. In der heutigen Zeit, wie ich finde, sehr wichtig. Von Zero-Waste bei der Ausrüstung, Regionalität bei der Pflanzenauswahl bis zu Ressourcen-schonendem Gärtner ist alles dabei. Sicher gibt es auch andere nachhaltige Gartenbücher. Aber nur dieses ist so gut geschrieben, dass man es nicht als Last sondern als Spaß empfindet nachhaltig zu Gärtnern.

Auch Melanie hat einen tollen Blog auf dem ihr sehen könnt, was sie alles so für beeindruckende Projekt hat: Kistengrün.

Der Tipp für extrem sonnige Standorte

Ihr habt einen sehr sonnigen und heißen Balkon oder Dachterrasse? Das ist ein besonderer Standort, mit dem nicht allen Pflanzen zurechtkommen. Aber nicht frustriert aufgeben, auch wenn die ersten Versuche von wenig Erfolg gekrönt waren. Damit ihr wisst, wie ihr mit solchen speziellen Gegebenheiten erfolgreich gärtnert, habe ich auch noch einen Buchtipp für euch. Das Buch „Dachgarten und Südbalkon“ [Affiliate Link] von Flora Grün (Books on Demand; ISBN: 978-3-8370-5669-3) hat mir sehr geholfen die richtigen Pflanzen für unsere vollsonnige, ungeschützte Dachterrasse zu finden. Es ist zwar nicht reich bebildert, aber die Pflanz- und Pflegetipps sind es einfach wert.

Gartenbücher

Gartenbücher für Kinder

Aber nicht nur Erwachsene haben Spaß am Gärtner und wollen dazulernen, sondern auch Kinder. Deshalb möchte ich euch hier ebenfalls ein paar wundervolle, kindgerechte Gartenbücher vorstellen.

Gärtnern für Grundschulkinder

Wunderschön und kindgerecht geschrieben ist das Buch „Gärtnern in Beet, Topf & Garten“ [unbezahlte Werbung] von Bärbel Oftring (Moses-Verlag; ISBN: 978-3-89777-965-5). Erste Schritte, Pflanzenporträts und Pflanzvorschläge wie das Indianerbeet sind wundervoll beschrieben. Leckere Rezepte und Bastelideen runden den Inhalt des Buchs perfekt ab. Am besten geeignet für Kinder im Grundschulalter.

Das ausführliche Kinder-Gartenbuch

Etwas ausführlicher und auch für etwas ältere Kinder (ab etwas 8 bis 9 Jahre) ist „Der kleine Stadtgärtner“ [unbezahlte Werbung] von Katja Maren Thiel (Verlag Sauerländer; ISBN: 978-3737354790). Auch hier gibt es Gärtner-Basics, zahlreiche Tipps und interessante DIY-Projekte für Balkon, Garten und Fensterbrett.

Für die Kleinen – Herbarium und Gartenbuch in einem

Und für die Kleinen in der Sammelphase? Die können ihre gesammelten Blüten jetzt in „Blüten & Blätter – Mein erstes Herbarium“ [Affiliate Link] von Anke Küpper (Moses Verlag; ISBN: 978-3-96455-192-4]. Dort wird erklärt, wie man Blätter am besten trocknet. Und dann gibt es für viele heimische Blätter und Blüten eine Doppelseite: links mit allen wichtigen Infos und recht frei zum Einkleben der gesammelten Schätze. Schaut es euch mal an, meine Kleine (3) liebt das Buch auf jeden Fall.

Gartenbücher

Ihr wollt noch ein weitere Literaturtipps? Dann schaut auf meine Seite LITERATUREMPFEHLUNGEN.

Habt ihr noch Literaturtipps, die ihr gerne teilen möchtet? Dann schreibt mir oder kommentiert gleich unter diesem Post.

Und nun wünsche ich euch allen noch eine wunderschöne Vorweihnachtszeit. Genießt sie und lasst euch vom Vorweihnachtsstress nicht zu sehr mitreisen.

Flaschengarten – anlegen und pflegen leicht gemacht

Derzeit sieht man immer wieder so tolle Flaschengarten-Bilder und auch im Handel gibt es famose Flaschengärten. Klar, dass auch ich so einen haben und selbst anlegen wollte. Hier findet ihr eine Anleitung zum Anlegen und meine Erfahrungen gleich dazu.

Was ist ein Flaschengarten?

Ein Flaschengarten ist ein Mini-Garten in einem geschlossenen Glasgefäß. Er ist (im Idealfall) ein geschlossenes Ökosystem, welches keine Pflege braucht. In der Realität brauchen wohl die meisten Flaschengärten doch ab und an etwas Pflege, um uns über viele Jahre zu erfreuen, besonders wenn sie recht klein sind.

Was bedeutet geschlossenes Ökosystem? Alles was die Pflanzen brauchen ist vorhanden und wird den Pflanzen so von selbst (wieder) zugeführt. Eine Einmischung von „Außen“ ist nicht notwendig. Das Wasser, welches verdunstet, sammelt sich im Inneren des Glases und tropft dann wieder herunter. Blätter, welche die Pflanze verliert, werden zersetzt und stehen dann als Nährstoffe (Dünger) zur Verfügung.

Was braucht man für einen Flaschengarten?

  • Glasgefäß oder Flasche mit weitem Hals (verschließbar)
  • Pflanzgranulat oder Kieselsteine
  • Kakteen- oder Aussaaterde (nährstoffarme Erde)
  • Mini-Pflanzen nach Wahl
  • Dekoration (falls gewünscht)

Flaschengarten

Welche Pflanzen sind geeignet?

Generell sind alle Pflanzen geeignet, die Feuchtigkeit und Nährstoff-Armut gut vertragen. Besonders beliebt und geeignet sind: Farne, Bromelien, fleischfressende Pflanzen, Fittonia (Mosaikpflanze), Zierspargel und Moose.

Sukkulenten und Kakteen sind aufgrund ihres langsamen Wachstumes auch beliebte Pflanzen für Glasgärten. Allerdings sind sie nur bedingt geeignet, da sie Trockenheit bevorzugen. Falls man sich dafür entscheidet, sollte man sie nur untereinander kombinieren und das Glasgefäß regelmäßig lüften.

Die Bedürfnisse der verschiedenen Pflanzen sollten berücksichtigt und auf jeden Fall aufeinander abgestimmt werden. Auch der Standort sollten der Pflanzenauswahl angepasst werden. In den meisten Fällen eignet sich für den Flaschengarten ein heller Platz, in der Nähe eines Fensters. Allerdings nicht direkt am Fenster, da die Pflanzen sonst leicht verbrennen können. Ost- und Westfenster eignen sich deshalb auch besser als heiße Südfenster.

Wie legt man den Flaschengarten an?

  1. Glas gut reinigen und mit heißem Wasser auskochen, um eventuell vorhandene Schimmelsporen möglichst abzutöten. In solchen Ökosystemen kann sich sonst sehr leicht Schimmel bilden.
  2. Drainage aus Granulat oder Kieselsteinen einfüllen. Je nach Größe des Glases etwa 2 bis 5 cm hoch. Ich habe für mein Glas von einer Höhe von 16 cm etwa 2 cm Drainage verwendet. Wenn ihr Steine draußen sammelt, am besten auch mit Wasser auskochen, um das Risiko für Schimmelbildung zu reduzieren.
  3. Aussaaterde einfüllen und gleichmäßig verteilen. Es sollte so viel Erde verwendet werden, dass die Wurzeln später bedeckt sind und die Pflanzen gut Halt haben.
    Aber wieso eigentlich Aussaaterde? Solche Flaschengärten sind in der Regel klein und ein üppiges Pflanzenwachstum ist nicht gewünscht. Deshalb ist eine nährstoffarme Erde gut geeignet. Aussaat- oder Kakteenerde ist außerdem für gute Durchlässigkeit mit Sand vermischt. So kann das Wasser besser ablaufen und das Risiko für Schimmelbildung an den Wurzeln ist geringer.
  4. Kleine Mulden (Pflanzlöcher) in die Erde drücken. Die Stecklinge vorsichtig aus dem Topf lösen und mit etwas nährstoffreicher Erde (aus dem Topf) einbringen und gut festdrücken.
  5. Mit etwas Wasser angießen, bis die Erde durchfeuchtet ist, aber kein Wasser am Boden steht.
  6. Zum Schluss dekorieren und verschließen. Am einfach funktioniert das Dekorieren mit einer Kakteenzange oder Pinzette für Aquariengestaltung. So kommt man besser in das Glas und kann die Gegenstände genauer positionieren.
    Tolle Dekorationsgegenständen für euren Flaschengarten könnt ihr beispielsweise bei vbs-hobby finden [Affiliate Link].

Flaschengarten

Wie pflege ich den Garten im Glas?

Grundlegend ist ein Flaschengarten zum Glück pflegeleicht und braucht kaum Pflege. Je kleiner jedoch das Glasgefäß ist, desto instabiler ist das Ökosystem. Deshalb müssen wir vor allem bei kleinen Flaschengärten regelmäßig kontrollieren und wo nötig ein eingreifen.

Was sollte man kontrollieren?

  • Bilden sich große Wassertropfen am Glasrand, die auch runterlaufen? Dann ist der Flaschengarten zu feucht und der Deckel sollten zum Lüften abgenommen werden
  • Steht Wasser am Boden? Auch in diesem Fall ist der Flaschengarten zu feucht und der Deckel sollte abgenommen werden.
  • Ist die Erde ganz trocken und die Blätter welken? Dann ist der Flaschengarten zu trocken. Vorsichtig Wasser nachfüllen und die nächsten Tage regelmäßig überprüfen. Lieber zunächst etwas zu wenig gießen, prüfen und am nächsten Tag nochmal gießen (falls nötig).
  • Liegen vielen alte Blätter auf der Erde? Bitte entfernen, das verrottet zu langsam und kann ein Glasgarten nicht verkraften.
  • Sind Schädlinge sichtbar? In diesem Fall muss das Glas auf jeden Fall geöffnet werden und die Schädlinge bekämpft. Ansonsten können sich diese in den kleinen Ökosystemen sehr schnell vermehren. Während der Bekämpfung und einige Tage danach das Glas offenlassen.  Während das Glas offen ist, natürlich regelmäßig die Feuchte prüfen und wo nötig wässern.
  • Bildet sich Schimmel? Schimmel kann in diesem kleinen, feuchten System ein Problem sein. In diesem Fall müssen deshalb auf jeden Fall die Pflanzen herausgenommen werden. Die Erde entfernen und entsorgen, ebenso wie das Pflanzgranulat. Das Glas gründlich reinigen. Dazu nach der Grundreinigung am besten alkoholischen Reiniger oder kochende Wasser verwenden. Falls die Dekoration wieder verwendet werden soll, ebenso gründlich reinigen. Am besten ist es draußen im Freien zu arbeiten, damit sich die Schimmelsporen nicht in der Wohnung verteilen. Danach den Flaschengarten mit frischer Erde und Pflanzgranulat wieder befüllen.

Vor allem am Anfang, wenn sich das Ökosystem noch nicht eingespielt hat, sollte täglich kontrolliert werden. Später kann das seltener erfolgen. Meine beiden Gärten in Glas laufen jetzt seit einigen Wochen gut und ohne Eingriffe.

Ihr liebt Minigärten, aber doch lieber in der Tasse oder anderen kleinen unverschlossenen Pflanzgefäßen? Dann schaut mal hier nach Tipps und Beispielen für Minigärten.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen. Über Bilder und weitere Tipps dazu würde ich mich freuen, kommentiert gerne.

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