Salbei – Anbau leicht gemacht

Last Updated on 26. August 2021 by annettes_blog

Zu Beginn des Jahres habe ich euch von meinem neuen Heilpflanzen-Kalender erzählt und auch von meinem Projekt euch jede Pflanze kurz vorzustellen. Während es im Januar um die Zaubernuss ging (Klick hier für den Beitrag zur Zaubernuss) steht der Februar im Zeichen des Salbei.

Salbei Pflanze

Wenn man im Heilpflanzenreich vom Salbei redet, meint man meist den Echten Salbei, auch Gartensalbei genannt (lat. Salvia officinalis). Medizinische Anwendung findet auch noch der Muskateller-Salbei (lat. Salvia sclarea), welcher jedoch weniger bei uns zu finden ist. Muskatellersalbei ist nämlich in Südeuropa und Zentralasien heimisch. Aus diesem Grund beschränke ich mich hier auch auf den Echten Salbei.

Anbautipps

Zu den Vorlieben des Salbeis was Standort, Boden und auch die Aussaat betrifft habe ich  ja bereits im Sommer etwas berichtet, als ich meinen Salbei ausgesät habe. Klickt man rein und schaut euch die Anbauvorlieben des Salbeis an. 

Inzwischen kann ich von meinen ersten Erfahrungen berichten: der Salbei hat seinen gewünschten sonnigen Standort bekommen und dort ca. 2 Wochen nach der Aussaat schön gekeimt. Auch hat er sich in den ersten Wochen gut entwickelt. Leider war die Aussaat doch recht spät, so dass die Pflänzchen noch recht klein sind. Nichts desto trotz haben sie Winterhärte bewiesen und auch die letzten 2 Wochen, als es auch auf meinem Balkon nachts um die -10 Grad hatte, gut überstanden – zum Glück. Grundsätzlich ist der Salbei als Mittelmeerpflanze nämlich nur bedingt winterhart. Er sollte geschützt werden, beispielsweise durch Abdecken, oder ins Winterquartier gestellt werden. Temperaturen um die Null Grad hält er jedoch gut aus.

Das besondere Merkmal des Echten Salbei sind sein Blätter: sie sind dick, lanzettförmig und mit einer grauen haarigen Schicht überzogen, welche ähnlich Filz aussieht. Dadurch kann der Salbei gut mit Trockenheit umgehen. Die Blüten des Echten Salbei sind klein, lila und ährenförmig angeordnet. Je nach Standort und Wetter beginnt die Blütezeit zwischen Mitte Mai und Juli.

Erntetipps

  • Erntezeitpunkt: Die Ernten der Salbeiblätter kann bis Ende August hinein erfolgen. Danach sollte man die Salbeipflanze nicht mehr zurückschneiden, um sie besser über den Winter bringen zu können. Wenn man es wirklich aromatisch haben will, sollte man aber ohnehin vor der Blütezeit ernten. Danach geht die Pflanze in eine Art Ruhephase und der Geschmack ist weniger intensiv. Die jungen Triebe des Salbeis wachsen sehr schnell und es kann mehrfach über den Sommer geerntet werden.
    Die Ernte sollte am besten Morgens bzw. Vormittags an einem trockenen Tag erfolgen. Dann ist der Gehalt an Wirkstoffen höher.
  • Wie wird geerntet? Am besten die jungen (nicht-verholzten) Triebe komplett abschneiden. Sie können in kleinen Büscheln zusammengebunden und an einem warmen, trockenen und luftigen Ort zum Trocknen aufgehängt werden. Wenn ich frischen Salbei benötige, zupfen ich manchmal auch nur die Blätter selbst ab.

Heilwirkung

Der Hauptwirkstoff im Salbei sind verschiedene ätherische Öl, welche auch zum größten Teil für die Wirkung verantwortlich sind. Außerdem ist der Salbei reich an Flavonoiden und Gerbstoffen.

Salbei hat folgende Hauptwirkungen:

  1. Antiseptisch (= keimreduzierend): Deshalb hilft er gut als Gurgellösung (Aufguss) bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.
  2. Krampflösend und gegen Blähungen, weshalb Salbeitee sehr hilfreich bei Blähungen und anderen Verdauungsbeschwerden sein kann.
  3. Schweißhemmend: Aus diesem Grund wir er gerne bei übermäßigem Schwitzen angewendet. Interessant dabei ist, dass dies sowohl bei innerer (also Tee trinken) als auch bei äußerer Anwendung (z.B. als Fußbad oder in Deos) wirkt. Verantwortlich dafür ist Thujon, Hauptbestandteil des ätherischen Öls, welches als am zentralen Nervensystem angreift und dort in die Steuerung der Schweißabsonderung eingreift.

VORSICHTIG: Bitte in Schwangerschaft und Stillzeit innerlich nicht oder nur in sehr geringen Anwenden. In der Schwangerschaft kann Salbei zu frühzeitigen Wehen führen. In der Stillzeit kann es zu weniger Milchfluss kommen. Daher findet man Salbei auch in Abstilltees.

Für den Aufguss eignet sich sowohl frischer als auch getrockneter Salbei.
Außerdem ist es für viele Anwendungen sehr hilfreich eine Salbeitinktur herzustellen und diese Weiterzuverarbeiten. Dazu gibt es auch einen Artikel von mit, hüpft rüber und schaut auch alles zur Salbeitinktur an.

Eine schöne Zusammenfassung aller wichtigen Infos findet ihr auch im Heilpflanzenporträt zum Salbei.

So, und nun lehne ich mich etwas zurück und genieße eine Tasse Salbeitee mit Honig um meinen „Erkältungshals“ etwas zu beruhigen – lecker und hilfreich.

Habt ihr noch Tipps zum Anbau und der Anwendung von Salbei? Dann kommentiert oder schreibt mir. Ich freue mich darauf.

Salbeitee

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