Ringelblume im Topf – Pflege und Anwendung

Last Updated on 15. Juni 2021 by annettes_blog

Kennt ihr die Blüten?
Ja…. ihr habt sie sicher erkannt: sie gehören zur Ringelblume. Sie ist eine meiner Lieblingspflanzen und jedes Jahr wieder bei mir in einem Topf auf der Dachterrasse zu finden.
Das hat mehrere Gründe: die orangen (oder manchmal auch gelben) Blüten sind wunderschön und erfreuen mich immer wieder. Außerdem ist sie vielfältig verwendbar und pflegeleicht. Die Ringelblume (wissenschaftlicher Name: Calendula officinalis) ist eine einjährige krautige Pflanze, welche ca. 30 – 50 cm hoch wird. Sobald sie ihre Höhe erreicht hat, bildet sie Knospen und daraus entstehen wunderschönen Blüten. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und ist so eng mit Kamille, dem Sonnenhut, Arnika oder auch dem Löwenzahn verwandt.

Ringelblume Blüten Heilpflanze Kübelpflanze

Aussaat und Pflege

Als Aussaatzeit eignet sich am besten Ende April oder Mai. Am besten erst dann, wenn keine Nachtfröste zu erwarten sind. Wenn man ein kleines Gewächshaus hat oder die jungen Pflänzchen bei kalten Temperaturen nochmal an einen geschützten Ort holen kann, ist die Aussaat auch schon zeitiger im April möglich. 
In welchem Abstand muss gesät werden? Als Anhaltspunkt habe ich auf verschiedenen Internetseite gefunden, dass man einen Abstand von 20 – 30 cm einhalten sollte. Solche Angaben sind ja für Topfgärtner immer etwas schwierig. Ich habe in den letzten Jahren 4 -5 Samenkörner in einen runden Topf mit 30 cm Durchmesser gesät und dies hat sich durchaus bewährt.
Die Ringelblume ist ein Lichtkeimer. Die Samen also nicht mit Erde bedecken. Einfach etwas andrücken, damit sie beim Gießen oder Wind nicht gleich davonfliegen.

Die Ringelblume benötigt auch im Topf einen durchlässiger Boden. Dazu am besten die Erde mit etwas Sand oder auch mineralischem Gestein (Perlite, Vermiculit) mischen. Vermicult und Perlite haben für den Anbau im Topf noch einen weiteren Vorteil: sie machen den Boden nicht nur durchlässiger, sondern speichern auch Wasser. Diese kann dann in Trockenheitsphasen wieder abgegeben werden. Die Erde sollte zudem nährstoffreich sein. Beim Verwenden von frischer (vorgedüngter) Erde sollten man 1 Mal im Sommer mit Langzeitdünger (z.B. Schafswollpellets) nachdüngen.

Die Ringelblume liebt sonnige bis halb-schattige Standorte. Also genau das Richtige für Südbalkone oder eben meine sonnige Dachterrasse. Sie bildet Pfahlwurzeln aus. Also sehr lange, tief nach unten gehende Wurzeln. Deshalb sollte ein möglichst hohes Pflanzgefäß gewählt werden. Ansonsten bleibt die Ringelblume im Topf sehr klein und bildet kaum Blüten aus.

Die Blütezeit wird von Juni bis Oktober angegeben. Bei Aussaat Ende April bis Mitte Mai, dauert es meist bis Juli bis der Blütenreichtum genossen werden kann. Dann bildet sie bis in den Herbst durchgehend neuen Blüten aus – ein herrlicher Anblick.

Die Ringelblume ist auch im Kübel sehr pflegeleicht. Trotz hier ein paar Tipps zur Pflege:
– Ausreichend gießen muss sein, das Wasser im Topf einfach zu schnell verdunstet. Am besten an warmen Sommertage früh Morgens gießen. Den Boden ab Ende Juni oder Juli mulchen. So wird die Verdunstung verringert und die Erde trocknet auch an sonnigen und heißen Tagen nicht komplett aus. Kurze Trockenphasen kann die Ringelblume jedoch auch gut überstehen.
– Es ist empfehlenswert die Blüten immer unmittelbar nach dem Verblühen abzuschneiden (auch wenn man sie nicht verwenden will). Das regt die erneute Blütenbildung an.

Anwendung der Ringelblume

Äußerliche Anwendung:
Den meisten bekannt ist die Ringelblumensalbe mit ihrer entzündungshemmenden und wundheilungsfördernden Wirkung. Wer möchte kann diese auch recht einfach selber Herstellen: zunächst die Blüten mit Öl ausziehen und danach aus dem Ölauszug eine Salbe herstellen. Ihr habt Interesse daran? Dann schaut mal hier vorbei.
Das Öl selbst kann auch als Massageöl angewendet werden oder zur Beruhigung bei sonnen-gestresster Haut.

Innerliche Anwendung:
Innerlich hilft die Ringelblume bei Verdauungsbeschwerden. Sowohl mit den frischen als mit den getrockneten Blütenblättern lässt sich Tee zubereiten. Die essbaren Blüten können auch einfach über den Salat geben werden. Sie haben keinen besonderen Eigengeschmack, sorgen aber für einen dekorativen Farbtupfer. Und können auch so die Verdauung positiv beeinflussen. Leckerer für den Salat sind allerdings die jungen Blätter. Sie sind eine würzige Ergänzung für Blattsalate.

Calendula Ringelblume getrocknet

Nutzen im Garten:
Ringelblumen eignen sich übrigens auch als natürlicher Pflanzenschutz gegen Schnecken und Fadenwürmer. Wer damit zu kämpfen hat, kann deshalb auch gut Ringelblumen mit z.B. Salat kombinieren.

Aber woher hat die Ringelblume eigentlich ihren Namen? Die Blüten und auch der krautiger Teil der Pflanze sind ja nicht „geringelt“. Diese Frage erklärt sich von selbst wenn man den Samen ansieht: diese habe diese spezielle gekringelte Form, welche ihr zu ihrem Namen verholfen hat!

Habt ihr bereits Erfahrung mit dem Anbau der Ringelblume im Topf oder weitere Tipps zur Anwendung? Dann kommentier gerne – ich freue mich!

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