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Ollas - Traditionelle Bewässerung leicht gemacht - Nettes Stadtgarten

Ollas – Traditionelle Bewässerung leicht gemacht

Last Updated on 3. August 2022 by annettes_blog

Gießen kann für uns Topfgärtner schon eine Menge Arbeit bedeuten. Umso besser, wenn man gute Bewässerungsmöglichkeiten hat. Eine davon sind Ollas. Habt ihr davon schon gehört?

Hier findet ihr alle wichtigen Infos und wie ihr Ollas günstig und schnell selbst bauen könnt.

Was sind eigentlich Ollas?

Der Begriff Ollas (ausgesprochen „Ojas“) kommt aus dem Spanischen und bedeutet Topf. Die Bewässerung mit Ollas ist eine sehr alte Bewässerungsmethode. Traditionell werden amphorenförmige Tongefäße mit einem schmalen Flaschenhals verwendet.

Warum eigentlich aus Ton? Und wie funktioniert das? Ton ist ein poröses, also durchlässiges Material. Die Tontöpfe werden fast komplett in die Erde eingegraben. Wenn die Erde trocken ist, kann Wasser durch die feinen Poren im Ton in die Erde dringen. Wohingegen, wenn die Erde noch feucht ist, bleibt das Wasser im Gefäß. Physikalischer Hintergrund dafür ist die Bodenwasserspannung: nur wenn diese in der Erde größer ist als im Gefäß (also die Erde trocken ist), verlässt Wasser den Olla. Dies führt zu einer gleichmäßigen Bewässerung.

Im Übrigen: Die häufig genutzten Tonkegel funktionieren ebenfalls nach dem Prinzip der Bodenwasserspannung. Nur ist in diesem Fall der Wasserspeicher außerhalb (z.B. in einer Plastikflasche), anstatt in der Erde vergraben.

Vorteile von Ollas

Der Hauptvorteil liegt auf der Hand: durch die Speicherung des Wassers im Olla, muss seltener gegossen werden. Allerdings haben Ollas noch einige weitere Vorteile, welche sie zu einer wirklich guten Bewässerungsmethode machen:

  • Sie bringen das Wasser tiefer in die Erde und ganz nahe an die Wurzeln. Dadurch wird weiteres Wurzelwachstum angeregt und die Pflanzen werden widerstandsfähiger.
  • Durch das Gießen in die Ollas und somit die unterirdische Bewässerung verdunstet wenig Wasser von der (oft warmen) Erdoberfläche. Das kann mehr also die Hälfte an Gießwasser einsparen.
  • Die Erdoberfläche bleibt trocken und somit keimen Samen von unerwünschten Unkräutern weniger gut. Also ein weitere Vorteil der Ollas: weniger Unkraut zu jäten.

TIPP: Mulcht man die Erdoberfläche zusätzlich, so kann man zusätzlichen Wasserverlust verhindern und benötigt noch weniger Gießwasser.

Wie werden sie angewendet?

  • Ollas werden zum größten Teil in die Erde eingegraben, nur ein kleiner Teil oben sieht heraus. Deshalb muss im ersten Schritt ein Loch gegraben werden. Am besten wird das bereits im Frühjahr oder Frühsommer erledigt. Zu diesem Zeitpunkt sind noch weniger Wurzeln vorhanden, die man zerstören könnte.
  • Gegossen werden Ollas durch die obere Öffnung. Diese wird nach dem Gießen wieder verschlossen um Wasserverlust zu verhindern. Das kann mit einem Stein oder einem Untersetzer erfolgen.
    Wann muss man wieder gießen? Das lässt sich am besten mit einem Stab bestimmen. Einfach den Stab in den Olla stecken und sehen wieviel feucht ist. Sobald er (fast) leer ist über die obere Öffnung erneut gießen.
  • Wie viele bzw. wie große Ollas braucht man? Ein guter Richtwert sind rund 5 Liter Wasser auf einen Quadratmeter. Für einen Topf mit 20 l Volumen und etwa  800 bis 850 Quadratzentimeter Oberfläche reicht meistens ein Olla von 0,5 Litern. Etwas mehr ist natürlich gut, falls der Platz ausreicht, da Töpfe schneller austrocknen als Gartenbeete.

Ollas selber basteln

Ollas gibt es in verschiedensten Varianten zu kaufen, allerdings sind sie häufig recht teuer. Eine günstige und einfache Alternative ist sie selbst zu basteln.

Man benötigt zwei (annähernd) gleich große Tontöpfe. Damit sie ihre Funktion erfüllen können müssen Sie unbehandelt und vor allem unlackiert und unglasiert sein. Nur so kann das Wasser langsam durch die Poren des Tons an die Erde abgegeben werden.

Das Zusammenkleben kann mit Fließenkleber, Silikonkleber oder Kleber aus der Heißklebepistole erfolgen. Möglichst darauf achten, einen lösungsmittelfreien Kleber zu verwenden, damit möglichst wenig Giftstoffe an Erde und Pflanzen abgegeben.

Des Weiteren benötigt man:
– Stein oder Scherbe zum Verschließen des unteren Lochs
– Stein oder Untersetzer zum Abdecken des oberen Lochs

Ollas basteln

Und so funktioniert das Basteln:

  1. Das Loch eines der beiden Tontöpfe wird verschlossen, damit das Wasser nicht unten ausläuft. Dazu den Stein von Innen in den Topf kleben. Am besten nach dem Trocknen prüfen, ob das Loch dicht ist, um Wasserverluste zu vermeiden
  2. Nun die beiden Tontöpfe Oberkante and Oberkante miteinander verkleben. Auch hier nach dem Trocknen prüfen, ob das so entstandene Gefäß dicht ist.
  3. Nun kann der Olla in die Erde eingegraben und anschließend befüllt werden.


Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen. Falls ihr sie doch lieber fertig kaufen wollt, schaut mal bei der Töpferei Landgraf vorbei. Dort gibt es wunderschönes Ollas aus regionaler Fertigung.

Habt ihr noch Tipps für die Bewässerung mit Ollas? Dann freue ich mich, wenn ihr mir schreibt oder fleißig unter dem Artikel kommentiert.

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