Mein neuer Aprikosenbaum

Gestern war ein fleißiger Tag: ich habe aus einem großen Pflanztrog einiges ziemlich unansehnlich gewordenes Gestrüpp ausgegraben und komplett entfernt und meinen neu erworbenen Aprikosenbaum eingepflanzt.

Baum im Pflanztrog und Einpflanzen im Herbst? Diese 2 Fragen hätte ich mir wohl vor einiger Zeit noch gestellt und dabei den Kopf geschüttelt… aber man lernt zum Glück nie aus, so dass ich genau das (ohne Kopfschütteln ☺) gestern gemacht habe.

 

Es gibt mittlerweile sehr kompakte Sorten an Obstbäumen, welche sich auch in Pflanztrögen und größeren Töpfen sehr gut anpflanzen lassen. Vielen bekannt dürften noch die säulenförmigen Obstbäume sein. Diese sollten es bei mir jedoch nicht sein, das sie zwar wenig Platz in die Breite benötigen, jedoch recht hoch werden können (manche Sorten sogar bis ca. 3m). Diese Höhe kommt bei mir aufgrund des Windes und der fehlenden Möglichkeit einen gut schützten Platz zu finden nicht in Frage!

Bereits seit dem Frühjahr besitze ich einen Zwergpfirsich im Topf (ein Spontankauf), welcher gerade wunderschöne leckere Früchte für die Ernte bereit hält ☺.

Pfirsichbäumchen

Pfirsichbäumchen

Deshalb war ich jetzt bereit für den 2. Schritt: Ich habe mir eine kompakt wachsende Aprikosen-Sorte ausgesucht  „Compacta Super Compact®“ (max. Wuchshöhe wird mit 2m angegeben) und in einer Online-Gärtner bestellt. Eigentlich kaufe ich Bäume lieber im lokalen Gartenmarkt, da man sich dort aussuchen kann, welcher der Bäume „fürs eigene Auge“ am besten gewachsen ist. Leider gab es dort nichts passendes. Als das Paket dann endlich kam, hatte ich auch Glück und ein schön gewachsener Baum war zu sehen.

Das Ausgraben und ein entsprechend große Pflanzloch auszuheben stellte sich als sehr mühsam heraus, da die Erde bereits mit vielen Wurzeln durchzogen war und sehr viele Steine im Pflanztrog waren. Also Faustregel zum Pflanzen vom Obstbäumen gilt: das Pflanzloch sollte etwas 2mal so tief und breit sein wie der Wurzelballen. Das Pflanzloch habe ich mit frischer Gartenerde und etwas Hornspänen zur Düngung halb wieder gefüllt und dann den Baum eingesetzt. Mit weiterer frischer Erde aufschütten und immer wieder gut festdrücken (oder treten) damit sich die Erde etwas verdichtet und der neu gepflanzte Baum auch Halt hat und nicht beim ersten Windstoß umkippt. Allerdings auch nicht zu fest stampfen oder treten um die Erde nicht zu sehr zu verdichten – das mögen die Bäume ebenfalls nicht. Ich habe die Erde auch noch mit etwas Vermiculit gemischt (verbessert die Wasser- und Nährstoffspeicherung). Zusätzlich habe ich noch einen großen Stab mit eingegraben, um das junge Bäumchen etwas stützen zu können. Danach nur noch mäßig angenießen und endlich war es geschafft 😂

Wollt ihr euren Baum in einen Topf setzten fällt das lästige Graben den Pflanzloches natürlich weg, aber alles andere muss genauso getan werden.

 

Und jetzt zur 2. Frage: warum im Herbst? Vor dem Winter haben die Bäume noch genug Zeit neue Wurzeln zu bilden und sich „einzuwurzeln“. Das führt dazu, dass sie im Frühjahr schöner und besser austreiben.

 

Und jetzt noch zum Standort – wo fühlt sich der Aprikosenbaum am wohlsten? An einer windgeschützten, sonnigen Stelle, am besten in der Nähe einer Hauswand. Ein genau solche und perfekte Stelle gibt es bei mir leider nicht, aber ich habe eine „fast perfekte“ gefunden: im Osten (Morgens und Mittags Sonne), in der Nähe einer Hauswand, welche den Baum auch vor den größten Stürmen etwas schützt, der Wind kommt nämlich meist bei und meist aus Süd bis Süd-West.

 

Und jetzt heißt es nur noch warten und hoffen, dass der Baum gut anwächst und schon bald Aprikosen zu ernten sind (meist kann man mit der ersten Ernte 2 – 3 Jahre nach der Pflanzung rechnen).

 

Frisch gepflanzter Aprikosenbaum

Frisch gepflanzter Aprikosenbaum

 

Der Herbst und das Unkraut

Es wird schön langsam herbstlich, auch wenn die Temperaturen im Moment noch recht sommerlich sind – zum Glück 😊. 

Und immer noch beschäftigt mich das Thema Unkraut – warum?

Unkraut entfernen ist das ganze Jahr über wichtig, jedoch jetzt im Herbst besonders!
Viele Pflanzen befinden sich nämlich im Herbst in der Samenphase. Da wohl kaum jemand will (zumindest ich nicht 😉), dass Unkrautsamen auf Beete und Töpfe fällt und so in der Erde überwintern kann (um dann im nächsten Jahr noch mehr Unkraut hervorzubringen), sollte man unbedingt daran denken frühzeitig zu jäten!
Deshalb war auch ich am Wochenende fleißig und hab nochmal alles Unkraut entfernt – eine mühsame Arbeit, aber leider nicht zu vermeiden. Und ich habe ja die Hoffnung, dass es durch das regelmäßige Jäten mit der Zeit doch weniger wird (wenn doch nur der Nachbar ebenso konsequent wäre)!
imageAber nicht nur weil es so mühsam ist fällt mir das Unkraut jäten manchmal schwer, sondern auch weil die Löwenmäulchen einfach sooo schön blühen – und das eben auch in den Plattenfugen 😩

Damit es nicht gar so mühsam ist noch ein paar Tipps, welche ich selbst lange Zeit nicht musste bzw. nicht bewusst gemacht hatte:

  • Unkräuter sollte nicht über Terrasse, Balkon oder Beete transportier werden. Ehe man sich versieht (und es merkt) fallen einige Samen herunter und die ganze Mühe war umsonst. Also am besten gleich direkt an Ort und Stelle nach dem Ausrupfen in einen Plastiksack stecken. Und den Sack auf keinen Fall offen länger stehen lassen. Der Wind ist der beste Freund des Samen und verteilt ihn in Windeseile auch aus dem Plastiksack weiter.
  • Entferntes Unkraut kommt nicht auf dem Kompost (falls ihr so etwas habt), sondern ausschließlich in die Mülltonne.
  • Am besten entfernen lässt sich Unkraut, wenn der Boden leicht feucht ist. Also am besten nach Regen auszupfen oder vielleicht etwas mit Geißen nachhelfen.

Dickmaulrüssler – wie man ihn in den Griff bekommt

Habt ihr auch Blätter mit so einem Schadbild? Viele Bissspuren am Blattrand, aber weit und breit keine Schnecke oder ein anderes Insekt zu sehen?

Ich habe mich das vor einigen Jahren, als ich meine Dachterrasse ganz neu hatte, auch gefragt. Zunächst jedoch ohne eine Antwort darauf zu haben. Ein paar Wochen später, in einer lauen Sommernacht, fielen mir dann einige schwarze Käfer auf, welcher in der Dämmerung aus ihren Verstecken kamen. Die Suche nach dem Käfern im Internet lieferte mir dann auch gleich die Antwort auf die Frage nach den zerfressenen Blättern.

Dickmaulrüssler

Es handelt sich dabei um Dickmaulrüssler. Vor allem Kirschlorbeer und Rhododendren mögen sie gerne, aber leider auch viele Beerensträucher, Hortensien und so einiges mehr.

Sind Dickmaulrüssler für unsere Pflanzen gefährlich?

Die Bissspuren der Käfer sehen zwar nicht so schön aus, zerstören aber selten die ganze Pflanze. Die Dickmaulrüssler fressen nämlich in der Regel hauptsächlich Blätter, Knospen und junge Triebe. Allerdings kann dies auch manchmal die ganze Pflanze zerstören. In einem Jahr, als der Befall sehr schlimm war, haben sie meine kompletten Kohlrabi-Blätter gefressen. Und so leider die ganze Pflanze zerstört. Neben den Käfern selbst, stellen aber vor allem die Larven ein Problem dar. Die Larven der Dickmaulrüssler fressen Wurzeln und Knollen an und schädigen die Pflanzen somit empfindlich. Dadurch können diese absterben. Einige meiner Erdbeerpflanzen wurden so bereits zerstört.

Wie kann man sie bekämpfen?

Chemische Mittel sind leider allesamt nur unzureichend wirksam. Ich habe nur zwei vielversprechende Methoden gefunden: Einsatz von Neemöl und Nematoden (Fadenwürmer). Da mir der Einsatz von Fadenwürmern zunächst etwas unheimlich vorkam startete ich meinen Kampf gegen die Dickmaulrüssler im ersten (Spät-)Sommer mit Neemöl.

1. Neemöl

Das Neemöl wird aus dem Samen des indischen Neembaumes (bot. Azadirachta indica) gewonnen. Es enthält den Wirkstoff Azadirachtin. Dieser hindert die Schädlinge an der Vermehrung hindert und sie sterben so ab. Es funktioniert bei Dickmaulrüsslern, aber auch bei vielen anderen Insekten (z.B. Läuse). Aus diesem Grund ist Neemöl ein wichtiges Insektenvernichtungsmittel und es lohnt sich immer etwas davon zu Hause zu haben. Das Neemöl muss nach Packungsanleitung besprüht werden und dann großzügig auf die Blätter aufgespritzt und in die Erde gegossen werden. Der Erfolg schien bei mir zunächst gut, und ich sah immer weniger Käfer und frische Fraßstellen. Jedoch kam im nächsten Frühjahr das böse Erwachen. Es ging verstärkt wieder los. Aus diesem Grund versuchte ich dennoch den Einsatz der Nematoden, denn diese sollen das besten Mittel gegen die Larven sein.

2. Nematoden

Nematoden bekommt man sowohl im Gartenmarkt als auch im Internet. Da es sich hierbei um Fadenwürmer, als lebende Organismen handelt, erfolgt der Verkauf gekühlt. Nach dem Kauf müssen die Packungen weiter gekühlt werden und können auch nur kurz aufbewahrt werden. Bei Raumtemperatur sterben sie nach wenigen Stunden ab, im Kühlschrank bei vier bis acht Grad überleben sie maximal 4 Wochen. Also nie auf Vorrat kaufen. Die Nematoden sind mit Tonmehl verpackt und lassen sich darin mit blosem Auge kaum erkennen. Aber nicht beirren lassen, sie sind da. Meine Neugierde war beim ersten Mal so groß, dass ich es mit dem Mikroskop meines Sohnes überprüfen musste.

Zeitpunkt der Anwendung: Die Anwendung muss 2 Mal im Jahr erfolgen: Im Frühjahr um Puppen, Larven und Käfer abzutöten und nochmals im Herbst gegen die neuen Larven. Die Bodentemperatur soll beim Ausbringen über 12 Grad Celsius liegen (und das mindestes 4 Stunden pro Tag). Daraus ergeben sich die besten Monate für das Ausbringen: April und Mai bzw. August und September. Ich Frühjahr nicht zu früh aktiv werden, man schätzt die Bodentemperatur meist zu hoch ein und die Fadenwürmer sterben bei zu frühen Ausbringen schnell ab. Außerdem soll in diesen Monaten die Aktivität der Dickmaulrüssler-Larven am höchsten sein und somit der Einsatz der Nematoden am effektivsten.

Die Anwendung: Die Nematoden-Tonmehl-Mischung sollte in 15 bis 20 Grad warmem Wasser angesetzt, gründlich umgerührt und dann nochmal verdünnt werden. Bitte dabei genau an die Anweisungen auf der Packung halten. Die fertige, verdünnte Lösung großzügig über die betroffenen Bereiche gießen oder mit einer Pflanzenschutzspritze verteilen. Außerdem sollte man das Anrühren und Ausbringen Abends oder bei bewölktem Wetter machen, da die
Nematoden kein UV-Licht vertragen.
Wichtig ist auch noch die Erde an den Stellen, an denen Nematoden ausgebracht wurden feucht zu halten, den Nematoden vertragen keine Trockenheit (aber auch keine Staunässe).

ACHTUNG: Doppelt mit Neemöl und Nematoden zu bekämpfen ist keine gute Idee. Das Neemöl tötet nämlich nicht nur die Schädlinge, sondern auch die Nützlinge, also die Nematoden ab.

3. Dickmaulrüssler absammeln

Eine weitere gute Art der Bekämpfung ist das Absammeln der Käfer im Sommer. In der Dämmerungen wagen diese sich aus ihrem Versteck und können mit Hilfe von Taschenlampe und Handschuhen leicht entdeckt und abgesammelt werden. Dies muss jedoch regelmäßig erfolgen. Wem das Absammeln zu mühsam ist, kann auch den Dickmaulrüsslern auch eine Falle bauen: Dazu einen Blumentopf mit Holzwolle oder Stroh leicht füllen und umgedreht unter die befallenen Pflanzen stellen. Die Käfer werden nachts darunter Unterschlupf suchen und können im Morgengrauen dann mit dem Topf entfernt werden.

Unterstützende Maßnahmen

Unterstützend macht es Sinn die Pflanzen zu stärken, indem man Brennessel- oder Wermutjauche verwendet (hier findet ihr eine gute Anleitung zur Herstellung). Wer diese aufgrund des Geruches nicht herstellen möchte, kann auch mit fertigem Schachtelhalmextrakt (im Gartenmarkt zu kaufen) arbeiten. Außerdem macht es Sinn die Erde wenig oder gar nicht zu mulchen und häufig oberflächlich umzugraben. So macht man es Käfer und Larven schwer zu überleben und sich zu vermehren.

Leider sind Dickmaulrüssler sehr „lebensfroh“ und lassen sich nur schwer komplett entfernen. Ein einmalige Anwendung von Nematoden oder Neemöl reicht auf keinen Fall aus. Die Behandlung muss mindestens über 3 Jahre lang wiederholt werden. Ein konsequente Behandlung mit Nematoden 2 Mal pro Jahr in Kombination mit Absammeln und unterstützenden Maßnahmen hat für mich gut funktioniert. Allerdings sind die Käfer immer noch nicht komplett verschwunden, so dass ich weiter dran bleiben muss. Jedoch konnte ich weitere Ausfälle meiner Pflanzen durch den Dickmaulrüssler verhindern.

Habt ihr noch weitere Tipps wie man den Dickmaulrüssler bekämpfen kann? Dann schreibt mir oder kommentiert, ich freue mich darauf.

Heidelbeere – die Beeren-„Diva“ erfolgreich anpflanzen

Ich liebe alle Arten von Beeren und natürlich am liebsten frisch vom Strauch. Deshalb habe ich auch die verschiedensten Sorten bei mir auch der Dachterrasse angebaut. Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren und auch Heidelbeeren. Die Sträucher der Kulturheidelbeere (Vaccinium corymbosum) sind leider jedoch nicht so einfach in der Pflege wie andere Beerensträucher. Lasst euch davon nicht entmutigen. Mit ein paar Tipps könnt auch ihr die leckeren Beeren erfolgreich anpflanzen.

3 Topp-Tipps für den erfolgreichen Anbau

Der Boden für Heidelbeeren

Heidelbeeren mögen einen leicht sauren Boden und sollten deshalb nicht in normale Gartenerde, sondern in Rhododendrenerde gepflanzt werden. Diese hat einen ph-Wert von ca. 5 (sauer) und außerdem eine hohe Wasserspeicherkapazität. Die hohe Speicherkapazität hilft die ungeliebte Staunässe zu vermeiden. Außerdem ist es empfehlenswert die Erde mit reichlich Vermiculit oder Perlit zu mischen. Beides hilft den Boden etwas aufzulockern und den Wasserhaushalt zu regulieren. Zudem unterstützt es durch das Speichern und langsame Abgeben von Nährstoffen eine optimierte Versorgung zu erreichen. Wer mehr über die Eigenschaften und Unterschiede der Vermiculite und Perlite wissen möchte findet hier ein interessantes Video von Garden Answer (leider nur auf Englisch).

Der richtige Dünger

Auch beim Düngen sollte man keinen “normalen“ Beerendünger verwenden, sondern auf die besonderen Ansprüche der Heidelbeeren achten. Entweder man kauft speziellen Heidelbeerdünger oder Rhododendrendünger. Beide sind Säure-regulierend und sorgen für den nötigen sauren pH des Bodens. Wann soll gedüngt werden? Das erst mal im Frühjahr (April) und das 2. Mal beim Fruchtansatz (kann je nach Erntezeit variieren, meist im Mai oder Juni).

Der perfekt Standort

Im Gegensatz zu den Waldheidelbeeren (Vaccinium myrtillus) benötigen die Kulturheidelbeeren einen sonnigen Standort. Am besten in südliche oder westliche Richtung. Nur so kann man reichlich süße Beeren ernten. Des Öfteren habe ich auch gelesen, dass ein windstiller Ort notwendig ist. Dies kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen, meine beiden Heidelbeersträucher wachsen auch prächtig auf meiner ungeschützten, windigen Dachterrasse.

Heidelbeeren sind winterhart und können somit ganzjährigen draußen bleiben.

Was ihr sonst noch wissen solltet

Gießen

Heidelbeeren mögen kein kalkhaltiges Wasser. Das kann so manchen Balkongärtner mit kalkhaltigem Leitungswasser vor ein Problem stellen, denn nicht jeder Balkongärtner hat die Möglichkeit Regenwasser zu sammeln. Deshalb ist es sinnvoll zu Hilfsmitteln zu greifen, die helfen das Gießen zu reduzieren. Dazu zählen:

  • Rhododendrenerde: Wie bereits oben geschrieben hat sie gute Wasser-speichernde Eigenschaften.
  • Topf mit einer Schicht Rindenmulch bedecken. Das reduziert die Wasserverdunstung über die Erdoberfläche. Grundsätzlich kann natürlich auch mit anderen Materialien gemulcht werden. Rindenmulch hat hier aber den zusätzlichen Vorteil, dass es die Erde etwas säuert.

Und ab und zu etwas Kalkhaltiges Wasser verträgt auch der Heidelbeer-Strauch.

Schnitt

Hier sind die Kulturheidelbeeren zum Glück recht anspruchslos. Sie brauchen keinen regelmäßigen Schnitt. Ab dem 3. oder 4. Standjahr lediglich im Winter einige alte Äste ausschneiden.

Neupflanzung

Der beste Zeitpunkt für eine Neupflanzung von Heidelbeeren ist im August und September. Aber auch im Frühjahr (April/Mai) ist es möglich, jedoch kann man dann meist die erste Ernte erst im nächsten Jahr erwarten. Die meisten Gärtnereien verkaufen die Heidelbeersträucher im Herbst in einer Größe, in der im kommenden Sommer bereits mit den ersten Beeren rechnen kann. Beim Neupflanzen im Topf auf jeden Fall Rhododendrenerde verwenden. Bei der Pflanzen im Garten empfiehlt es sich ein etwas größeres Loch auszuheben und dieses mit Rhododendrenerden zu füllen.

Welche Sorten sind für Topfpflanzung geeignet

Inzwischen gibt es ein Vielfalt an Sorten von Kulturheidelbeeren, wovon viele auch für die Topfpflanzung geeignet sind. Gute Erfahrung habe ich bisher mit den Sorten „Duke“ (bis ca. 1,5 m hoch und sehr ertragreich) und „Pink Lemonade „ (ebenfalls bis ca. 1,5 m hoch und sehr süße, pinke Heidelbeeren) gemacht. Sie wachsen sehr gut und auch die Ernte ist reichlich. Beide benötigen jedoch einiges an Platz. Sie sollten in einen Topf mit mindestens 40 cm, besser 50 cm Durchmesser gepflanzt werden. Inzwischen gibt es jedoch auch kleinere Sorten welche nicht mehr als 1 m, zum Teil sogar nur 50 cm hoch werden und mit kleineren Töpfen auskommen, beispielsweise:

  • Blue Parfait
  • Northcountry
  • Lowberry Little Blue Wonder
  • Sunshine blue

Alle oben genannten Punkte gelten im Übrigen genauso für die „kleine Schwester“, die Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea): die Sträucher sind wesentlich kleiner (ca. 30 – 40 cm hoch), haben aber sehr ähnliche Ansprüche und sind ebenso winterhart (im Gegensatz zu den Cranberries).

Kennt ihr übrigens schon mein Lieblingsrezept zur Verarbeitung von Heidelbeeren? Nein, es ist das Heidelbeer-Vanille-Tiramisu. Wie ihr das zubereitet findet ihr in meiner Rezepte-Rubrik.

Habt ihr noch weitere Tipps für Anbau und Anwendung von Heidelbeeren? Dann kommentiert fleißig oder schreibt mir.

Ansonten viel Spaß beim Pflanzen und Heidelbeeren naschen.

Sommerzeit ist Urlaubszeit

… und jedes Jahr dasselbe Problem: Kann jemand meine Pflanzen gießen? Welche Möglichkeiten der Bewässerung gibt es?

 

Bei mir gibt’s diese Jahr nicht mehr als mal ein verlängertes Wochenende an Urlaub und da ich meine nette Nachbarin (die sich sonst liebevoll und zuverlässig ums Gießen gekümmert hat) damit nicht belasten möchte, habe ich mich mal mit den verschiedenen Möglichkeiten der Bewässerung beschäftigt.

 

Für meine großen Beerensträucher verwende ich ohnehin große Pflanzbehälter (Würfel der Größe 50 x 50 x 50 cm) mit großem Wasserreservoir. Das hat sich auf jeden Fall bewährt. Auch nach 10 Tagen Urlaub letzten Juli, als es bekanntlich eine große Hitzeperiode gab, ging es den Sträuchern noch sehr gut und es waren keine Anzeichen von Trockenheit zu sehen. Solche Behälter sind auf jeden Fall zu empfehlen, auch wenn sie – je nach Marke – etwas und auch um einiges teurer sind! Ebenso habe ich mir inzwischen Balkonkästen mit Wasserreservoir zugelegt, so dass ich auch hier einige Tage ohne gießen auskommen kann.

 

Etwas anders sieht es bei meinen Tomaten, Paprika, Zucchini und Gurken aus. Die sind in Töpfen ohne Wasserreservoir und auch nicht so groß, so dass mindestens 1mal täglich gießen im Sommer ein Muss ist. Ähnlich sieht es bei meinen Kräutern auf dem Balkon aus – auch diese stehen in Töpfen ohne Wasserreservoir.

 

2 einfache Systeme zur Bewässerung habe ich nun getestet:

1) Poröse Tonkegel, in die PET-Wasserflaschen gesteckt werden können (fertige Tonkegel mit kleinen Wasserbehältern machen nur bei Zimmerpflanzen Sinn, der Inhalt ist für Gemüse auf Balkon und Terrasse einfach zu gering)
2) Tonkegel mit Schläuchen welche über ein großes externes Wasserreservoir „genährt“ werden

Nun zu meinen Erfahrungen:

1) Das erste System mit den PET-Wasserflaschen hat den Vorteil, dass es einfach umzusetzen ist und man sich keine Gedanken über ein Umordnen der Pflanzen wie beim 2. System machen muss. Es gibt verschieden poröse Tonkegel und je nach Porosität unterscheidet sich die Tropfgeschwindigkeit mit der das Wasser in den Topf läuft. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Sorten für verschiedene Topfgrößen und man sollte sich auch möglichst an die Angaben auf der Packung halten. Ansonsten vetrocknen oder „ertrinken“ die Pflanzen.
Nachteil des Systems bei größeren Töpfen: da man hier für einige Tage mind. eine 1l-PET-Flasche verwenden muss, sollte es nicht zu windig sein. Bei meiner ungeschützten Dachterrasse sind die Flaschen beim ersten Gewitter mit größeren Windböen leider umgekippt bzw. komplett herausgefallen und konnten somit nicht mehr bewässern. Deshalb verwende ich dieses System nun nur noch auf meinem geschützten Balkon.

 

2) Das zweite Bewässerungs-System mit dem externen Wasserbehälter erfordert etwas mehr Organisation: man benötigt neben dem geeignete Behälter (immer daran denken: mit Deckel, damit nicht alles verdunstet ;-)) auch einen geeigneten Platz um den man mehrere Blumen-/Gemüse-Töpfe anordnen kann, damit nicht für jeden Topf einen eigenen Wasserbehälter benötigt wird. Dafür hat es sich auch an windigen Orten bewährt ☺

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Beide Systeme haben in meiner 4-wöchigen Testphase zuverlässig funktioniert. Man muss jedoch immer bedenken, dass man vor Urlaub/Abwesenheit testen sollte, wie lange eine Flasche Wasser reicht. Dies ist neben Temperatur und Regen auch abhängig von der Bodenbeschaffenheit/Zusammensetzung der Erde. Deshalb ist es sehr schwierig Richtwerte zu geben und es sollte jeder individuell und rechtzeitig ausprobieren.

Kräuter-Ernte und Verarbeitungstipps

Nicht nur bei Obst und Gemüse ist im Spätsommer Haupterntezeit. Auch Kräuter sollten nun geerntet werden, wenn man sie für den Winter haltbar machen will. Der Grund: sie stehen zu dieser Jahreszeit voller ätherischer Öle und das Aroma ist somit am intensivsten. Doch wie und wann erntet man am besten? Und wie macht man die Kräuter am besten haltbar? All wichtigen Infos findet ihr hier zusammengefasst.

Wann und wie ernten?

Wie auch bei Gemüse und Obst gilt: die beste Erntezeit ist früh am Morgen, auf jeden Fall vor der Mittagshitze.

Am besten schneidet man sie dazu kurz über dem Boden ab. Natürlich nur so viele Zweige, dass für den Rest des Sommers noch genug frische Kräuter da sind.

Kräuter haltbar machen

Trocknen

Zum Haltbar machen gibt es viele verschiedene Wege: Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Majoran lassen sich super trockenen. Dazu hängt man sie kopfüber als kleine Sträuße an einem luftigen und trockenen Ort auf. Wichtig ist dabei, die Sträuße nicht zu dicht zu binden, da sie sonst zu schimmeln anfangen! Alternativ – wenn man genug Platz dafür hat – kann man die Kräuter auch liegend an einem warmen, nicht-sonnigen Ort trocknen. Am besten man verwendet ein Gitter zum darauflegen (bessere Belüftung und damit geringere Schimmelgefahr) und wendet die Kräuter täglich. Es ist nicht notwendig Küchenkräuter vor dem Trocknen zu waschen. Dadurch würde die Trocknungszeit nur verlängert werden und die Kräuter verlieren an Würze. Ein bisschen ausschütteln um die Ästchen vom Staub zu befreien ist absolut ausreichend, denn Chemikalien nutzen wir am heimischen Balkon ja ohnehin nicht.

Die getrockneten Kräuter eignen sich nicht nur zum direkten Verwenden, sondern auch gut um Kräuteröle herzustellen. Dazu die getrockneten Kräuter (es ist wichtig dass sie getrocknet sind, da sie sonst leicht schimmeln) in eine kleine Flasche geben und komplett mit Öl bedecken. Gut eignet sich dafür Olivenöl. Wer allerdings weniger den Eigengeschmack des Öles mag, kann auch neutralere Öle wie Sonnenblumenöl verwenden. Man sollte jedoch auch immer daran denken, dass sich die Haltbarkeit der Öle durch die ätherischen Öle in den Kräutern verringert!

Getrocknete Kräuter und deren Öle sind aber nicht nur gut zum Kochen. Aus einigen lassen sich auch Tees zubereiten, die nicht nur lecker schmecken, sondern auch bei Erkältungen helfen. Welche das sind? Schaut mal hier „Erkältungshelfen vom Kräuterbalkon“ vorbei.

Auch Dill lässt sich gut in Sträußen aufgehängt trocknen. Jedoch ist es ebenso gut möglich ihn klein zu schneiden und einzufrieren.

Einfrieren

Die Methode des Einfrierens funktioniert nicht nur mit Dill, sondern auch mit Petersilie und Schnittlauch. Am besten man kauft sich kleine Eiswürfelbehälter und friert die Kräuter zusammen mit etwas Wasser ein. Ich mache die Eiswürfelbehälter immer nur halb voll und fülle die Kräuter wenn sie fertig gefroren sind in eine kleine Plastikdose um. Das hat – zumindest für mich – zwei Vorteile: es nimmt weniger Platz im Gefrierschrank weg und die Kräuter sind durch den Deckel besser geschützt!

Hier findet ihr noch ein paar Fotos meines „Kräuter-Haltbarmach-Marathons“ am Wochenende – es war einiges an Arbeit, aber dafür kann ich mich auf viele gute Kräuter im Winter freuen.

Dill haltbar machen
Dill und Petersilie – bereit zum verarbeiten!
Schnittknoblauch haltbar machen
Auch der Schnittknoblauch liegt bereit
Kräuter einfrieren
Bereit zum Einfrieren!

Habt ihr weitere Tipps um Kräuter einfach und effektiv haltbar zu machen? Dann freue ich mich auf eure Kommentare.

Salbei

Am Wochenende habe ich mir wieder eine neue Pflanze „eingebildet“, den Salbei. Ich kannte die Salbei-Pflanze bereits aus dem Garten meiner Mutter, welche ihn immer getrocknet hat. Aber das ist lange her und ich hatte schon fast vergessen wie gut frischer Salbei riecht und schmeckt. Als ich nun durch Zufall wieder daran erinnert wurde, wollte ich es auch probieren und habe am Wochenende gesät – auch wenn die eigentliche Zeit zum Säen (April – Juni, im Frühbeet schon ab März) schon vorbei ist. Ich hoffe es klappt dennoch!

Die meisten Salbeiarten sind mehrjährig und eine solche Sorte habe ich mir auch gekauft.

Erstmal habe ich nachgelesen, welches denn die besonderen Ansprüche des Salbeis sind: wie alle südländischen Pflanzen bevorzugt er lockeren, durchlässigen Boden und einen vollsonnigen Platz.

Da Salbei zu den sogenannten „Lichtkeimern“ gehört, sollte man die Samen nur auf der Erde verteilen und leicht andrücken (und eben nicht mit Erde bedecken).

Als empfohlener Pflanzabstand wird 30 bis 40 Zentimetern angegeben, damit sich die Pflanzen später nicht in die Quere kommen. Da man als Topfgärtner ja leider immer Platzprobleme hat, habe ich in meinen quadratischen Topf der Größe von 30 cm x 30 cm insgesamt 4 Samen eingebracht. Sollte sich alle entwickeln kann ich ja immer noch die schwächsten Pflänzchen ausreißen. Im Anschluss wird die Erde mit einem Wasserzerstäuber besprüht. So werden die Samen nicht, wie beim Gießen mit der Gießkanne, weggeschwemmt. Regelmäßig gewässert, soll der Salbei nach 7 bis 21 Tagen keimen – ich bin gespannt und werde berichten!

 

Und wofür kann man den Salbei jetzt brauchen? Salbeitee eignet sich gut bei Halsschmerzen oder zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Der Geschmack ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber hilft auf jeden Fall gut 🙂 Außerdem eignet er sich auch als leckers Küchenkraut, um damit etwa Kalbsfilet (man denke nur ganz klassisch an „Saltimbocca“) oder Lamm zu würzen. Der Salbei kann zu diesem Zweck auch getrocknet werden und eignet sich dann immer noch hervorragend.

 

Update nach 1 Jahr:
Der Salbei ist gut gekeimt und hat sich auch über den Winter gut entwickelt. Man sollte im Winter jedoch nicht vergessen, dass der Salbei eine Mittelmeerpflanze ist und somit in unseren Breiten nur bedingt winterhart. Aus diesem Grund habe ich die Pflänzchen an einen geschützten Standort auf meinem Balkon gestellt und mit Tannenzweigen abgedeckt.

 

Noch ein paar Pflegetips, die sich in den letzten Monaten bewährt haben:

  • Gießen: mäßig Gießen ist selbst an vollsonnigen Orten ausreichend. Ein paar trockene Tag übersteht der Salbei ganz gut wohingegen er zu viel Wasser und Staunässe gar nicht mag.
  • Düngen: auch hier ist der Salbei recht anspruchslos; 2mal im Sommer etwas organischer Dünger ist ausreichend. Zu viel Düngen würde zu vermehrter Blüte und somit zu weniger Aroma und Wirkstoffen in den Blättern führen.
  • Schnitt: der Salbei zählt zu den Halbsträuchern, d.h. er verholzt im unteren Teil, weiter oben jedoch nicht – wie beieiner Staude. Der nicht verholzte Teil stirbt im Winter ab und muss deshalb im Frühjahr angeschnitten werden damit der Salbei neu austreiben kann. Der Schnitt sollte bis zum verholzten Teil hin erfolgen, jedoch nicht ins verholzte hinein – das kann einem der Salbei übel nehmen!

Ringelblume im Topf – Pflege und Anwendung leicht gemacht

Kennt ihr die Blüten?
Ja…. ihr habt sie sicher erkannt: sie gehören zur Ringelblume. Sie ist eine meiner Lieblingspflanzen und
damit auch ihr sie besser anbauen und anwenden könnt, erfahrt ihr hier alles Wichtige dazu:

Die orangen (oder manchmal auch gelben) Blüten sind wunderschön und erfreuen mich immer wieder. Außerdem ist sie vielfältig verwendbar und pflegeleicht. Die Ringelblume (wissenschaftlicher Name: Calendula officinalis) ist eine einjährige krautige Pflanze, welche ca. 30 – 50 cm hoch wird. Sobald sie ihre Höhe erreicht hat, bildet sie Knospen und daraus entstehen wunderschönen Blüten. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und ist so eng mit Kamille, dem Sonnenhut, Arnika oder auch dem Löwenzahn verwandt.

Ringelblume Blüten Heilpflanze Kübelpflanze

Aussaat und Pflege

Als Aussaatzeit eignet sich am besten Ende April oder Mai. Am besten erst dann, wenn keine Nachtfröste zu erwarten sind. Wenn man ein kleines Gewächshaus hat oder die jungen Pflänzchen bei kalten Temperaturen nochmal an einen geschützten Ort holen kann, ist die Aussaat auch schon zeitiger im April möglich. 
In welchem Abstand muss gesät werden? Als Anhaltspunkt habe ich auf verschiedenen Internetseite gefunden, dass man einen Abstand von 20 – 30 cm einhalten sollte. Solche Angaben sind ja für Topfgärtner immer etwas schwierig. Ich habe in den letzten Jahren 4 -5 Samenkörner in einen runden Topf mit 30 cm Durchmesser gesät und dies hat sich durchaus bewährt.
Die Ringelblume ist ein Lichtkeimer. Die Samen also nicht mit Erde bedecken. Einfach etwas andrücken, damit sie beim Gießen oder Wind nicht gleich davonfliegen.

Die Ringelblume benötigt auch im Topf einen durchlässiger Boden. Dazu am besten die Erde mit etwas Sand oder auch mineralischem Gestein (Perlite, Vermiculit) mischen. Vermicult und Perlite haben für den Anbau im Topf noch einen weiteren Vorteil: sie machen den Boden nicht nur durchlässiger, sondern speichern auch Wasser. Diese kann dann in Trockenheitsphasen wieder abgegeben werden. Die Erde sollte zudem nährstoffreich sein. Beim Verwenden von frischer (vorgedüngter) Erde sollten man 1 Mal im Sommer mit Langzeitdünger (z.B. Schafswollpellets) nachdüngen.

Die Ringelblume liebt sonnige bis halb-schattige Standorte. Also genau das Richtige für Südbalkone oder eben meine sonnige Dachterrasse. Sie bildet Pfahlwurzeln aus. Also sehr lange, tief nach unten gehende Wurzeln. Deshalb sollte ein möglichst hohes Pflanzgefäß gewählt werden. Ansonsten bleibt die Ringelblume im Topf sehr klein und bildet kaum Blüten aus.

Die Blütezeit wird von Juni bis Oktober angegeben. Bei Aussaat Ende April bis Mitte Mai, dauert es meist bis Juli bis der Blütenreichtum genossen werden kann. Dann bildet sie bis in den späten Herbst durchgehend neuen Blüten aus – ein herrlicher Anblick.

Die Ringelblume ist auch im Kübel sehr pflegeleicht. Trotz hier ein paar Tipps zur Pflege:
– Ausreichend gießen muss sein, da das Wasser im Topf einfach zu schnell verdunstet. Am besten an warmen Sommertagen früh Morgens gießen. Den Boden ab Ende Juni oder Juli mulchen. So wird die Verdunstung verringert und die Erde trocknet auch an sonnigen und heißen Tagen nicht komplett aus. Kurze Trockenphasen kann die Ringelblume jedoch gut überstehen.
– Es ist empfehlenswert die Blüten immer unmittelbar nach dem Verblühen abzuschneiden (auch wenn man sie nicht verwenden will). Das regt die erneute Blütenbildung an.

Anwendung der Ringelblume

Äußerliche Anwendung:
Den meisten bekannt ist die Ringelblumensalbe mit ihrer entzündungshemmenden und wundheilungsfördernden Wirkung. Wer möchte kann diese auch recht einfach selber Herstellen: zunächst die Blüten mit Öl ausziehen und danach aus dem Ölauszug eine Salbe herstellen. Ihr habt Interesse daran? Dann schaut mal hier vorbei.
Das Öl selbst kann auch als Massageöl angewendet werden oder zur Beruhigung bei sonnen-gestresster Haut.

Innerliche Anwendung:
Innerlich hilft die Ringelblume bei Verdauungsbeschwerden. Sowohl mit den frischen als mit den getrockneten Blütenblättern lässt sich Tee zubereiten. Die essbaren Blüten können auch einfach über den Salat geben werden. Sie haben keinen besonderen Eigengeschmack, sorgen aber für einen dekorativen Farbtupfer. Und können auch so die Verdauung positiv beeinflussen. Leckerer für den Salat sind allerdings die jungen Blätter. Sie sind eine würzige Ergänzung für Blattsalate.

Calendula Ringelblume getrocknet

Nutzen im Garten:
Ringelblumen eignen sich übrigens auch als natürlicher Pflanzenschutz gegen Schnecken und Fadenwürmer. Wer damit zu kämpfen hat, kann deshalb auch gut Ringelblumen mit z.B. Salat kombinieren.

Aber woher hat die Ringelblume eigentlich ihren Namen? Die Blüten und auch der krautiger Teil der Pflanze sind ja nicht „geringelt“. Diese Frage erklärt sich von selbst wenn man den Samen ansieht: diese habe diese spezielle gekringelte Form, welche ihr zu ihrem Namen verholfen hat!

Habt ihr bereits Erfahrung mit dem Anbau der Ringelblume im Topf oder weitere Tipps zur Anwendung? Dann kommentiert gerne – ich freue mich!

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Johannisbeeren – Pflege leicht gemacht

Jetzt, nachdem die Erntezeit bei den Johannisbeeren zu Ende ist (zumindest bei mir, am Spielplatz nebenan gibt es noch reichlich), war am Wochenende bei mir der Zeitpunkt für die nächste „Pflegeeinheit“ gekommen. Denn nur so kann es auch im nächsten Jahr wieder reichlich zu ernten geben!

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Damit die Sträucher auch nächsten Sommer wieder hohe Erträge von guter Qualität liefern, müssen sie ausgelichtet werden. Dabei sollte nur bei trockenem Wetter geschnitten werden, da sonst Pilzkrankheiten leichtes Spiel haben.
Ich beschreibe hier nur meine Erfahrungen und Pflegehinweise für Rote und Weiße Johannisbeeren, denn mit schwarzem Johannisbeeren, bei denen es andere Punkte zu beachten gibt, habe ich keine Erfahrung.
Am besten fruchten zwei- und dreijährigen Triebe mit 5 bis 15 cm langen Seitentrieben.
Deshalb sollte man alle Triebe, die älter als 4 Jahre sind, kurz über dem Boden abschneiden; man erkennt sie an der dunklen, graubraunen Rinde, jüngere Triebe sind hellbraun.
Als Faustregel gilt: es sollten nur soviele einjährige, neue Triebe stehen gelassen werden, wie alte entfernt wurden. Da die Sträucher in Töpfen meist nicht so groß werden, ist das zum Teil schwierig umzusetzen. Wichtig ist deshalb: Die Sträucher sollten nach dem Schnitt maximal 8 bis 10 kräftige, gut im Raum verteilte Bodentriebe aufweisen. Schwache einjährige Triebe werden deshalb auch bodennah abgeschnitten. So manch ein unerfahrener Gärtner mag sich jetzt fragen, woran erkenne ich ob ein Trieb ein- oder zweijährig ist?? Das ging mir auch so 😀 – deshalb einfach die Triebe merken, die getragen haben und dann diese abschneiden!
Übrigens: wenn man es im Sommer nach der Ernte nicht schafft zuzuschneiden, kann und sollte man es spätestens im Winter tun. Auch hier gilt: nur bei trockenem – und frostfreiem – Wetter schneiden!

Außerdem sollte man nach der Ernte immer düngen. Das 2. Mal im Jahr, nach dem Düngen im Frühling. Ich verwende einfach Beerendünger. Der eignet sich für alles Beerenobst (außer Heidelbeeren) und so muss man sich nicht zu viele verschiedene Düngersorten nach Hause holen! Gute Erfahrung habe ich gemacht mit Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Beerenobst. Er riecht zwar nicht besonders angenehm, aufgrund des Anteils an natürlichem Guano, aber er verhilft zu guter Ernte und macht die Pflanzen widerstandsfähiger!

Einen wichtigen Punkt gibt es noch bei den Johannisbeeren: sie zählen zu den Flachwurzlern, d.h. die Wurzeln gehen nicht tief in die Erde sondern breiten sich flach unter der Erdoberläche aus. Aus diesem Grund sind sie besonders anfällig für Schäden durch Frost oder Trockenheit. Deshalb muss hier besonders auf Schutz vor Frost und ausreichend Gießen geachtet werden. Ich finde es deshalb auch hilfreichen die Erde mit einer Schicht Rindenmulch abzudecken, das schützt nicht nur vor Frost, sondern vermindert auch die Verdunstung von Wasser aus der Erde.

Pflege von Tomaten und Paprika

Bald können endlich können die ersten Tomaten und Paprika geerntet werden. Ziemlich lange hat das in diesem Jahr gedauert, obwohl ich nicht später gesät habe als letzte Jahr – naja, das seltsame Wetter in diesem Jahr hatte wohl auch hier die Hand im Spiel.
Um eine reiche Ernte und gesunde Pflanzen den ganzen Sommer hindurch haben, muss man jedoch (wie sollte es anders sein 😉 ) auch einiges beachten!

Tomatenpflege

Tomaten
Tomaten

Ab Juni müssen die Tomatenpflanzen regelmäßig „ausgegeizt“ werden. Das haben wohl die meisten schon mal gehört, aber was bedeutet das? Es geht darum Seitentriebe, die sich in den Blattachseln entwickeln so früh wie möglich zu entfernen. Das funktioniert ganz einfach, auch ohne Schere: mit den Fingernägeln abknipsen oder einfach abbrechen. Es sollte insgesamt nur ein (max. 2) Haupttriebe stehen bleiben. Diese müssen natürlich gestützt und regelmäßig angebunden werden, damit sie nicht beim ersten Windstoß abknicken. Aber warum macht man das Ausgeizen der Tomaten eigentlich? Das hat mehrere Gründe:
1. Es würden ansonsten zu viele Triebe Fruchtansätze bilden. Diesen könnten aber möglicherweise nicht ausreichend versorgt werden und die Tomaten so nicht richtig reifen könnten.
2. Bei zu vielen Trieben trocknen die Pflanzen schlechter ab, was die Bildung von Pilzkrankheiten fördert.

  • Düngen und Gießen: Tomaten gehörten zu den Starkzehrern, brauchen also viele Nährstoffe. In der Wachstumsphase ist es sinnvoll die Pflanzen regelmäßig mit Stickstoff-reichem Flüssigdünger zu düngen. Beim Düngen gilt dasselbe wie beim Gießen: immer nur am Fuß der Tomaten-Pflanze, direkt auf die Erde gießen und nicht über die Blätter (sonst wird wieder Pilzbefall begünstigt). Wichtig ist, regelmäßig zu gießen (an heißen Sommertagen am besten Morgens und Abends), da die Pflanzen aufgrund ihrer vielen Blätter einen hohen Wasserbedarf haben. Besonders in Töpfen reicht in heißen Sommern das einmalige Gießen nicht aus, da die Wurzeln nicht in tiefere Erdschichten wachsen können um dort Wasser zu holen. Habt ihr Glück und einen Garten, wo ihr die Tomaten direkt ins Beet pflanze könnt? Dann reicht meistens 1 Mal Gießen.
  • Auf Fruchtansatz überprüfen: Tomaten sind Selbstbestäuber. Dennoch müssen die Pollen ja irgendwie von einer Narbe auf die nächste Blüte gelangen. Das passiert entweder durch den Wind oder durch die Vibrationen, welche Bienen und/oder Hummeln bei Ihrer Nahrungssuche machen. Sollte beides Mangelware sein (was bei geschützten Plätzen in der Stadt schon passieren kann) und somit der Fruchtansatz schlecht, so muss etwas nachgeholfen werden. Dazu einfach etwas an den Tomatenpflanzen rütteln und schon sollte es ausreichen. Ich kann mich auf meiner windigen Dachterrasse zum Glück nicht über mangelnden Fruchtansatz beschweren.
    Wer sich im Übrigen fragt ob windige, ungeschützte Plätz ein Problem für die Tomatenpflanzen sind: aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass dem nicht so ist. Die Pflanzen wachsen zwar nicht so hoch, bleiben also kleiner, jedoch ist die Ernte dennoch nur wenig geringer. Es lohnt sich auf jeden Fall es auszuprobieren. Wichtig ist in diesem Fall nur, dass man sie besonders gut mit Stäben bzw. Tomatenspiralen stützt.

Pflege von Paprika

Paprika
Paprika

Düngen: Auch Paprika gehörten zu den Starkzehrern, so dass für sie dasselbe gilt wie für die Tomaten: im Sommer, zur Hauptwachstumsphase, regelmäßig düngen und viel Gießen.

Auch wenn die Paprikapflanzen in der Regel nicht so groß werden wie Tomaten, so empfiehlt es sich dennoch sie ebenso zu stützen. Ausgeizen muss man sie zum Glück nicht 😉

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