Pflege von Tomaten und Paprika

Last Updated on 8. Juli 2021 by annettes_blog

Bald können endlich können die ersten Tomaten und Paprika geerntet werden. Ziemlich lange hat das in diesem Jahr gedauert, obwohl ich nicht später gesät habe als letzte Jahr – naja, das seltsame Wetter in diesem Jahr hatte wohl auch hier die Hand im Spiel.
Um eine reiche Ernte und gesunde Pflanzen den ganzen Sommer hindurch haben, muss man jedoch (wie sollte es anders sein 😉 ) auch einiges beachten!

Tomatenpflege

Tomaten
Tomaten

Ab Juni müssen die Tomatenpflanzen regelmäßig „ausgegeizt“ werden. Das haben wohl die meisten schon mal gehört, aber was bedeutet das? Es geht darum Seitentriebe, die sich in den Blattachseln entwickeln so früh wie möglich zu entfernen. Das funktioniert ganz einfach, auch ohne Schere: mit den Fingernägeln abknipsen oder einfach abbrechen. Es sollte insgesamt nur ein (max. 2) Haupttriebe stehen bleiben. Diese müssen natürlich gestützt und regelmäßig angebunden werden, damit sie nicht beim ersten Windstoß abknicken. Aber warum macht man das Ausgeizen der Tomaten eigentlich? Das hat mehrere Gründe:
1. Es würden ansonsten zu viele Triebe Fruchtansätze bilden. Diesen könnten aber möglicherweise nicht ausreichend versorgt werden und die Tomaten so nicht richtig reifen könnten.
2. Bei zu vielen Trieben trocknen die Pflanzen schlechter ab, was die Bildung von Pilzkrankheiten fördert.

  • Düngen und Gießen: Tomaten gehörten zu den Starkzehrern, brauchen also viele Nährstoffe. In der Wachstumsphase ist es sinnvoll die Pflanzen regelmäßig mit Stickstoff-reichem Flüssigdünger zu düngen. Beim Düngen gilt dasselbe wie beim Gießen: immer nur am Fuß der Tomaten-Pflanze, direkt auf die Erde gießen und nicht über die Blätter (sonst wird wieder Pilzbefall begünstigt). Wichtig ist, regelmäßig zu gießen (an heißen Sommertagen am besten Morgens und Abends), da die Pflanzen aufgrund ihrer vielen Blätter einen hohen Wasserbedarf haben. Besonders in Töpfen reicht in heißen Sommern das einmalige Gießen nicht aus, da die Wurzeln nicht in tiefere Erdschichten wachsen können um dort Wasser zu holen. Habt ihr Glück und einen Garten, wo ihr die Tomaten direkt ins Beet pflanze könnt? Dann reicht meistens 1 Mal Gießen.
  • Auf Fruchtansatz überprüfen: Tomaten sind Selbstbestäuber. Dennoch müssen die Pollen ja irgendwie von einer Narbe auf die nächste Blüte gelangen. Das passiert entweder durch den Wind oder durch die Vibrationen, welche Bienen und/oder Hummeln bei Ihrer Nahrungssuche machen. Sollte beides Mangelware sein (was bei geschützten Plätzen in der Stadt schon passieren kann) und somit der Fruchtansatz schlecht, so muss etwas nachgeholfen werden. Dazu einfach etwas an den Tomatenpflanzen rütteln und schon sollte es ausreichen. Ich kann mich auf meiner windigen Dachterrasse zum Glück nicht über mangelnden Fruchtansatz beschweren.
    Wer sich im Übrigen fragt ob windige, ungeschützte Plätz ein Problem für die Tomatenpflanzen sind: aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass dem nicht so ist. Die Pflanzen wachsen zwar nicht so hoch, bleiben also kleiner, jedoch ist die Ernte dennoch nur wenig geringer. Es lohnt sich auf jeden Fall es auszuprobieren. Wichtig ist in diesem Fall nur, dass man sie besonders gut mit Stäben bzw. Tomatenspiralen stützt.

Pflege von Paprika

Paprika
Paprika

Düngen: Auch Paprika gehörten zu den Starkzehrern, so dass für sie dasselbe gilt wie für die Tomaten: im Sommer, zur Hauptwachstumsphase, regelmäßig düngen und viel Gießen.

Auch wenn die Paprikapflanzen in der Regel nicht so groß werden wie Tomaten, so empfiehlt es sich dennoch sie ebenso zu stützen. Ausgeizen muss man sie zum Glück nicht 😉

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