Lavendel – Tipps für den Duft der Provence am Balkon

Gerade blüht und duftet er wieder wunderschön: der Lavendel!

Lavendel
Weißer Lavendel

Der Lavendel (echter Lavendel, lat. Lavandula angustifolia) gehört einfach zu meinen Lieblingspflanzen. Vielleicht hat er nicht die allerschönsten oder –raffiniertesten Blüten, dennoch gefallen Sie mir aufgrund ihrer Zierlichkeit sehr gut. Und der Duft ist einfach wunderbar (auch wenn das natürlich Geschmackssache ist). Die Blütezeit des Lavendels ist, je nach Sorte zwischen Mai und August. Mein weißer Lavendel blüht Ende Juni – Juli- Also darf ich mich gerade wieder an den Blüten erfreuen.

Der Lavendel ist eine immergrüne Pflanze, erfreut uns mit seinem grünen Laub also auch im Winter. Es gibt ihn inzwischen mit einer Vielfalt an Blütenfarben von weiß über rosa bis zu tief-lila. Ich finden den weißen Lavendel besonder hübsch, aber auch in tief-lila ist er bei mir zu finden. Eine besondere Lavendelsorte ist der Schopflavendel (Lavandula stoechas). Seine Blüten sind ganz charakteristisch mit ihren flügelartig ausgebreiteten Blütenblättern. Aus diesem Grund wird der Schopflavendel auch häufig Schmetterlingslavendel genannt. Im Gegensatz zum echten Lavendel ist er nicht winterhart.

Pflege des Lavendels

  • Der Lavendel ist eine pflegeleichte Pflanze, sie benötigt wenig Dünger und auch Gießen muss man sie nicht häufig. Der Lavendel Hitze- und Trockenperioden gut . Wenn man ihn in ein Beet pflanzt kann man sich das Gießen (außer vielleicht in langen Trockenperioden) sogar ganz sparen.
  • Der Standort sollte sehr sonnig sein, damit sich die Lavendelblüten auch wirklich voll entfalten können.
  • Der Lavendel benötigt mageren, durchlässigen Boden. Man kann ihn durchaus in „normale“ Gartenerde pflanzen. Allerdings sollte man diese jedoch mit Sand oder Kies mischen, damit der Boden durchlässig genug ist und Wasser gut abfließen kann. Alternativ kann man auch Gartenkalk beimischen. Staunässe mag der Lavendel gar nicht. Wenn der Topf im Freien steht und viel Regen abbekommt, immer daran denken, dass (ausreichend große) Löcher im Topfboden sind und das Wasser gut ablaufen kan
  • Schnitt: Ein Rückschnitt nach der Blüte ist empfehlenswert: damit der Lavendel im nächsten Jahr wieder reichlich austreibt und blüht, empfiehlt es sich nach der Blüte ca. 1/3 zurückzuschneiden (aber max. bis zum alten verholzten Teil).
    Ein größerer Rückschnitt empfiehlt sich im Frühjahr, am besten im März. Ein schönes Video mit den besten Tipps dazu gibt es von von Marie von Wurzelwerk – wenn es euch interessiert, schaut mal rein.
  • Pflege im Winter: auch wenn der Lavendel Trockenheit gut verträgt, so ist es dennoch empfehlenswert im Winter bei kaltem Wetter (unter 0 °C) und Sonnenschein etwas zu gießen. Aufgrund der kalten Temperaturen und des gefrorenen Bodens, kann sich der Lavendel nämlich das Wasser nicht aus dem Boden holen. Macht man das nicht droht Frosttrocknis und der Lavendel stirbt ab.
  • Sollte euch ein Topf mit nur einer Sorte Lavendel zu langweilig sein, so gibt es auch noch ein paar Kombinationspartner: verschiedene Lavendelsorten kann man kombinieren, aber auch mit Gräsern und Thymian habe ich schon gute Erfahrungen gemacht. Bei der Kombination sollte man beachten, dass auch die Topfpartner Sonne und mageren, durchlässigen Boden mögen. Generell immer Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen kombinieren, denn sonst kommt leider schnell der Misserfolg.

Anwendung von Lavendel

Vom Lavendel werden die Blüten verwendet. Diese können sowohl frisch als auch getrocknet angewendet werden. Ein gute Anleitung wie ihr am besten beim Trocknen vorgeht findet bei „Mein schöner Garten„.

  • Lavendel findet häufig Anwendung als Heilpflanze. Da sie beruhigend ist, kann sie besonders gut bei Stress oder Schlafstörungen angewendet werden. Als Tee oder auch im Badezusatz oder Kissen. Es gibt so einige Möglichkeiten die Wirkung genießen zu können. Genaueres dazu könnt ihr in meinem Heilpflanzenporträt nachlesen.
  • Ein weitere Anwendung ist zur Mückenabwehr: schon eine Pflanze am Balkon in der Nähe der Sitzecke reicht um diese Mücken-frei zu halten. Weitere Pflanzen zur Mückenabwehr, die ihr auch super kombinieren könnt findet ihr hier.

Habt ihr noch mehr Ideen zur Anwendung von Lavendel und wie man ihn richtig pflegt? Ich freue mich wenn ihr fleißig kommentiert oder mich kontaktiert.

Kleine Pflanzenkunde: Baum – Strauch – Staude

Habt ihr euch auch schon öfter gefragt was eigentlich einen Baum ausmacht? Oder was denn nur der Unterschied zwischen Strauch und Staude ist? Diese beiden habe ich lange Zeit für dasselbe gehalten, aber dem ist nicht so! Hier in meiner Pflanzenkunde könnt ihr die Unterschiede nachlesen.

Zunächst mal die Gemeinsamkeit: sowohl Stauden, als auch Sträucher und Bäume sind mehrjährige Pflanzen. Dann fangen die Unterschiede aber auch schon an. Und diese möchte ich euch hier kurz in meiner Pflanzenkunde vorstellen.

Baum

Bäume sind mehrjährige verholzende Pflanzen, die nur 1 Haupttrieb aufweisen. Dieser ist besteht zum einem aus dem Stamm, der nicht nur in die Höhe wächst, sondern auch deutlich an Umfang zunimmt. Und zum anderen aus der Baumkrone. Hört sich etwas kompliziert an, aber eigentlich wissen wir ja ohnehin wie so ein Baum aussieht.

Strauch

Strauch und Staude sehen sich im Sommer erstmal recht ähnlich. Sie unterscheiden sich jedoch auch in Bezug auf ihre Pflegeansprüche. Deshalb macht es durchaus Sinn zu wissen, was die Unterschiede sind und welche Pflanze denn nun was ist.

Fingerstrauch

Fingerstrauch

Ein Strauch („Busch“ wird synonym verwendet) hat verholzte überirdische Teile, jedoch haben Sträucher im Gegensatz zu den Bäumen keinen einzigen Hauptstamm, sondern viele kleine, dünne Stämme, die sich direkt am Boden bzw. weit unten weit verzweigen.
Als Balkon- oder Terrassengärtner muss man sich bei der Auswahl natürlich auf die Bodendecker-Sträucher und die Zwergsträucher (bis max. 1m) beschränken. Aber auch in diesem Bereich gibt es viele schöne und beliebte Sträucher: ich persönlich habe gute Erfahrungen gemacht mit dem Fingerstrauch, sowie mit Heidelbeer- und Preiselbeersträuchern. Bei den Bodendeckern kann ich die Besenheide (Calluna vulgaris) und den Kriech-Wacholder empfehlen! Diese beiden haben zusätzlich noch den Vorteil, dass sie auch an ungeschützten, vollsonnigen Orten gut gedeihen.

Staude

Eine Staude hat im Gegensatz zum Strauch keine verholzten Äste. Sie hat weiche oberirdische Stängel, die spätestens beim ersten Frost verkümmern. Auch wenn es fast so aussehen würde, ob die Pflanze abstirbt, so lebt sie doch unterirdisch weiter und treibt im Frühjahr aus dem Wurzelballen neu aus. Stauden müssen deshalb – im Gegensatz zu den Sträuchern – im Herbst sehr weit zurückgeschnitten werden. Am besten ist ca. 10 cm über dem Boden abzuschneiden. So kann die Pflanze genug Kraft für das Austreiben im Frühjahr sammeln. Gleichzeitig schützen die „restlichen“ Stängel den Wurzelballen vor allzu großen Frostschäden. Klassische Stauden sind etwas pflegeintensiver als Sträucher. Sie müssen in der Regel mehr gegossen und gedüngt werden. Dazu kommt das Abschneiden im Herbst.

Beispiele für Stauden, die auch gut im Topf wachsen sind: Katzenminze, Pfefferminze, Funkien (Hosta) und Arnika.

Katze Minze
Katzenminze

Halbstrauch

Und was sind jetzt eigentlich Halbsträucher? Halbsträucher verholzen im bodennahen Bereich. Während ihrer Wachstumsphase wachsen die neuen Äste/Stängel ohne zu verhärten. Im Frühjahr treiben Sie aus den alten, verholzten Ästen aus. Die Halbsträucher müssen auch im Herbst von den verwelkten Stängeln befreit werden um im Frühjahr schön auszutreiben. Schöne (und nützliche) Halbsträucher, die ich für die Pflanzung in Kübeln auf Balkon oder Terrasse empfehlen kann sind das (kleine) Immergrün (Vinca), Salbei und der Rosmarin.

Habt ihr noch Tipps für schöne Sträucher und Stauden, die auch im Kübel gut gedeihen? Dann freue ich mich auf eure Kommentare.

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Erste Gemüse-Ernte 2016

Heute wurde „Erntedank“-Fest gefeiert 😊.

Obst- und Gemüse-Ernte

Obst- und Gemüse-Ernte

Warum??? werdet ihr euch fragen… Weil ich gestern Abend das erste Gemüse in diesem Jahr von meiner Dachterrasse ernten konnte und das wollte heute natürlich entsprechend verarbeitet und verspeist werden.

Besonders stolz bin ich auf meine Zucchini. Das feucht-warme Wetter des bisherigen Sommers hat meine Zucchinipflanze wunderbar gedeihen lassen und die erste Zucchini der Sorte „Summer Ball“ war mittlerweile eine gut 10 cm große Kugel. Zucchini mag ich am liebsten ganz einfach zubereitet: kleinschneiden, in der Pfanne kurz andünsten, nach Belieben mit Salz und frischen Kräutern würzen und dann mit Käse überbacken – einfach lecker! Und auch hier gilt wie bei vielem anderen Gemüse: selbstgezüchtet und erntefrisch verarbeitet schmeckt es einfach viel leckerer und intensiver 😍.
Auch die ersten Karotten und Kartoffeln wurden geerntet. Besonders die selbst gezüchteten Karotten genieße ich jedes Jahr wieder besonders gern, da auch sie einfach wesentlich intensiver schmecken als die aus dem Supermarkt.

Die wunderschönen, orangen Calendula- (Ringelblumen-) Blüten wurde zu Calendula-Curry-Butter verarbeitet (das Rezept habe ich natürlich unter der Rubrik „Rezepte“ gepostet).

Und was gab’s als Nachspeise? Genau, natürlich frisch gepflückte Beeren: herrlich aromatische Himbeeren und Erdbeeren 😍.

 

Meine Rosen

ADR-Rose "Aprikola"

ADR-Rose „Aprikola“

Ja, ihr habt richtig gelesen, ich habe auch Rosen in Töpfen auf meiner Dachterrasse gepflanzt. Auch wenn ich anfangs skeptisch war, so kann ich mich doch derzeit an einer reichen Blüte erfreuen 😊.

Als Sorte habe ich „Aprikola“ gewählt. Die Kospen sind eher rot und die Blüten dann Aprikosen-Farben mit wunderschönem Duft! Eine wirklich schöne und – angeblich – auch recht robuste Sorte!

Vor 3 Wochen als sich die ersten Knospen zeigten, wich meine Freude erst mal aufgrund des Frusts über die reichlich an den Knospen und jungem Grün sitzenden Blattläuse. Zum Glück liesen sich die Blattläuse durch mehrmaliges „Abduschen“ mit einem ordentlichen Strahl aus dem Gartenschlauch vertreiben und ich konnte auf den Einsatz von Chemie verzichten. Bisher sind sie nicht zurückgekommen, aber Plan B liegt auch schon zur Anwendung bereit: Neemöl. Dies kann man mit Wasser verdünnen und sowohl direkt auf die Läuse sprühen, als auch dem Gieswasser beifügen. Eine natürliche Möglichkeit Blattläuse zu bekämpfen, welche ich auf anderen Pflanzen bereits erfolgreich angewendet habe.
Wichtig für eine tolle Blüte ist es die Rosen richtig zu düngen (aber auch nicht zu viel, denn zu viel gedüngte Rosen fallen leichter Pilzerkrankungen zu Opfer).
Das erste Mal sollte im März/April gedüngt werden, wenn der Boden nicht mehr gefroren ist. Das zweite Mal sollte Ende Juni bis Mitte Juli gedüngt werden, wenn die erste Blüte fast vorbei ist. Danach ist Düngen nicht mehr empfehlenswert.
Und welcher Dünger? Ich habe es mir einfach gemacht, speziellen Rosendünger gekauft und nach Packungsangabe dosiert. Damit bin ich auch gut gefahren.
Wichtig ist bei Rosen noch auf den pH-Wert des Bodens zu achten: Rosen benötigen einen leicht sauren pH-Wert (ca. 6) um wirklich gut zu gedeihen.

Und jetzt gehe ich erstmal auf meine Dachterasse um mich an der ☀️ und den Rosen🌹zu erfreuen!

Unkraut vorbeugen

rp_image-4-e1465811611331-300x300.jpegIm letzten Artikel habe ich über Unkraut vernichten geschrieben, da stellt sich natürlich auch die Frage: kann ich dem auch vorbeugen?
Wer einen größeren Topf neu befüllt, kann Unkrautvlies auf die Erde auflegen und dies mit einer weiteren Schicht Erde „befestigen“. Alternativ kann man eine Schicht Rindenmulch aufbringen. Die Angaben wie dick die Schicht sein sollte, sind sehr unterschiedlich. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass es schon 5 – 10 cm sein sollten, da das Unkraut sonst trotzdem wächst. Beides hemmt das Wachstum des Unkrauts und hat noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: die Feuchtigkeit hält sich besser im Boden. So dass man sich auch bei heißem Sommerwetter nicht ganz so viel Stress beim Gießen machen muss (was aber nicht heißt dass man bei entsprechend kleinen Töpfen nicht täglich Gießen muss). Da Mulch allerdings für die Zersetzung dem Boden Nährstoffe entzieht, muss nach dem Einbringen öfter nachgedüngt werden.

Und was kann man tun, damit zwischen den Terrassenplatten nicht so viel Unkraut wächst? Hier haben mir meine Nachbarn einen guten Tipp gegeben: FUGENSAND. Laut Beschreibung des Herstellers handelt es sich dabei um „ofengetrocknete, nährstoffarme Mineralien (was auch immer das so genau sein soll 😉), welche durch ihren hohen pH-Wert das Unkrautwachstum hemmen. Diese Wirkung soll angeblich über Jahre anhalten. Mein Nachbarn sind von der Wirkung begeistert und ich blicke immer wieder neidisch hinüber, da bei Ihnen wirklich viel weniger Unkaut wächst als bei mir! Meine Tätigkeit für diese Wochenende ist auf jeden Fall geplant: Fugrnsand kaufen und aufbringen.

Unkraut vernichten

Auch als Balkon- oder Terrassengärtner kennt man leider diese Problem: Unkraut wächst einfach überall und macht mächtig Arbeit!

imageSo sehr ich mich also gestern über das Pflanzenwachstum bei dem derzeitigen Wetter gefreut habe, so sehr ärgere ich mich heute über das Unkraut welches ich entfernen muss 😬
Die beste Möglichkeit Unkraut zu vernichten ist zugleich auch die umweltfreundlichste: das Jäten. Besonders einfach geht es, wenn der Boden durch Regen (oder auch gießen 😉) aufgeweicht ist, dann kann man viele Pflanzen sogar ohne Werkzeug mit viel Wurzeln herausziehen. Leider ist diese Methode auch immer die mühsamste, vor allem wenn viel Unkraut vorhanden ist. Was hat man also für Alternativen?
Immer wieder hört man von Salz und Essig als Hausmittel zum Unkraut vernichten. Dies mag zwar funktionieren, allerdings fallen diese Hausmittel offiziell unter die nicht erlaubten Pflanzenschutzmittel, die Anwendung zu diesem Zweck ist also verboten!
Wie sieht es mit chemischen Unkraut-Vernichtungsmitteln aus? Dass der Einsatz solcher Herbizide sehr umstritten ist, ist wahrscheinlich bekannt, aber warum? Unkrautvernichter können auch für Menschen, Tiere und andere Pflanzen gefährlich sein! Zudem sind sie meist nur für die Anwendung im Garten/in Beeten zugelassen und nicht auf Wegen, Terrassen etc. Für uns als Stadtgärtner also leider auch keine Option.
Was bleibt dann noch übrig? Hitze ist immer ein gute Option, da sie die Struktur der Eiweiße in den Pflanzen zerstört und die Pflanzen somit absterben. Je nach Ort und Menge des Unkrauts kann man dazu kochendes Wasser oder Unkrautbrenner (elektrisch oder mit Gas) verwenden.
Wichtig ist auf jeden Fall immer: frühzeitig jäten, bevor das Unkraut blüht. Dann kann sich kein Samen entwickeln ohne das Unkraut auch nicht zu stark weiter verbreiten. Wenn gerade mal keine Zeit zum Entfernen ist, sollte man zumindest die Blütenköpfe von Löwenzahn und Co. abschneiden.

3 Gemüsesorten für schattige Plätze

Balkongärtner in der Stadt haben es nicht immer leicht. Durch umliegende Gebäude gibt es viel Schatten. Doch auch für den Schattenbalkon gibt es Möglichkeiten. Denn es gibt eine Reihe von bewundernswerten Pflanzen, die auch mit wenig Licht wunderbar gedeihen: einige Kräuter und Grünpflanzen bevorzugen sogar den Schatten. Aber gibt es eigentlich auch Schattengemüse? Hier stelle ich euch 3 leckere Gemüsesorten vor, die sich auch auf eurem Schattenbalkon wohl fühlen und reiche Ernte liefern.

Buschbohnen

Buschbohne - ein Schattengemüse
Frisch gekeimte Buschbohne

Buschbohnen sind unkompliziert und auch für die Anfänger unter den Balkongärtnern geeignet. Sie mögen es warm, aber kommen auch mit wenig Licht aus. Der Standort sollte allerdings möglichst geschützt sein. Die Bohnen können zur Aussaat direkt in den Topf gesetzt werden. Ab Ende Mai bis Mitte August kann gesägt werden. Die Bohnen wachsen sehr schnell und bereits nach 6 Wochen ist eine erste Ernte möglich. Denkt allerdings an ausreichen Gießen, Trockenheit mögen die Buschbohnen nicht. Sie kommen im Gegensatz zu den Stangenbohnen ganz ohne Gerüst aus und bleiben auch etwas kleiner – eben genau richtig, wenn man wenig Platz zur Verfügung hat.

Achtung: rohe Bohnen sind giftig, sie müssen immer gegart werden!

Pflücksalate

Pflücksalate wie Feldsalat, Spinat oder auch verschiedene Asiasalate sind perfekt für den Schattenbalkon. Sie benötigen wenig Platz und gedeihen auch im Balkonkasten. Zudem wachsen sie gut im (Halb-)Schatten und auf nährstoffarmen Boden. Und ganz wichtig: sie sind sie so herrlich pflegeleicht. Die Aussaat erfolgt direkt in den Kübel und es ist kein Düngen über den Sommer nötig. Einzig auf regelmäßiges Gießen ist zu achten. Aber das fällt auf dem Schattenbalkon zum Glück leichter, da weniger Wasser durch die Sonne verdunstet.

Kohlrabi

Kohlrabi gehört ebenfalls zu den pflegeleichten Gemüsesorten, die gut für Balkongärtner geeignet sind. Am liebsten hält er sich im Halbschatten auf, aber auch im Schatten lässt er sich gut anpflanzen. Er mag es warm und einen nährstoffreichen Boden. Ausreichend Gießen ist Pflicht, denn sonst wird der Kohlrabi schnell holzig und ungenießbar. Die Vorzucht für den Sommer sollte recht früh, am besten bereits im Februar, im Haus starten. Auch hierfür ist sogar der kleinste Platz, wie ein Balkonkasten geeignet. Bitte achtet jedoch beim Rauspflanzen auf einen ausreichen Abstand. Ansonsten können sich keine großen Knollen ausbilden.

Kohlrabi - Schattenpflanze
Kohlrabi

Und welches Gemüse passt eher nicht auf den Schattenbalkon?

Wenig Aussicht auf Erfolg habt ihr an schattigen Plätzen leider mit den sonnenliebenden „Südländern“: Aubergine, Paprika, Tomate und Gurke. Sie benötigen im Sommer viel Licht und Wärme um zu gedeihen und reiche Ernte zu bringen. Aber vielleicht ist euer Balkon ja nicht ganz schattig. Oft gibt es doch irgendwo ein kleines, geschütztes Plätzchen mit Mittagssonne. Beobachtet eure Balkon genau, dann kann es auch mit diesen Gemüse am sonst schattigen Balkon funktionieren.

Ihr wollte nicht nur Gemüse, sondern auch anderen Schattenpflanzen am Balkon? Dann hüpft mal hier rüber, da habe ich noch weitere Tipps für Schattenpflanzen für euch.

Habt ihr noch ein paar Tipps für Schattengemüse? Dann schreibt mir doch.

Bis dahin viel Spaß beim ausprobieren und ernten.

Schattenpflanzen für Balkongärtner

Leider haben viele Balkongärtner in der Stadt mit viel zu viel Schatten zu kämpfen (so auch ich). Also braucht man Pflanzen, die auch gut Schatten-verträglich sind, schließlich soll auch der Schattenbalkon wunderbar grün und bunt werden.

Bevor ihr euch auf die Suche nach Schattenpflanzen macht, überlegt erstmal, ob euer Balkon wirklich schattig ist.

Anhand folgender Richtlinien könnt ihr euch festlegen, wie das auf eurem Balkon ist:

  • Schattig: Tagsüber keine Sonne oder bis maximal 3 Stunden am Tag. Dabei keine Sonne über die Mittagszeit.
  • Halbschattig: Von Halbschatten spricht man bei 3 bis etwa 6 Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag. Halbschattig ist ein Standort auch, wenn den ganzen Tag über diffuse Lichtverhältnis (z.B. Sonne durch Baumkronen hindurch) herrschen.

Beobachten sollten wir das an sonnigen Sommertagen.

Dabei auch immer beachten, dass es ja nicht nur die direkte Sonneneinstrahlung gibt. In der Stadt gibt es häufig auch Licht über Reflexionen von gegeben überliegenden Fenstern oder anderen spiegelnden Flächen.

5 wunderschöne Blühpflanzen für den Schattenbalkon

  • Hortensien: Es gibt sie in unterschiedlichsten Farben und Größen und sie fühlen sich in Schatten und Halbschatten sehr wohl. Sie haben eine lange Blütezeit, die meisten Sorten blühen von etwas Juni bis in den Herbst.
    Anbautipps: Es ist auf eine ausreichende Feuchtigkeit zu achten. Hortensien mögen keine Trockenheit, dafür aber nährstoffreicher und lockerer Boden. Eine Überwinterung der Hortensien ist im Freien mit Winterschutz möglich.

Hortensie - Schattenpflanze
Hortensie
  • Astilben (Prachtspieren): Astilben sind mehrjährige Stauden, die ursprünglichen aus feuchten Wäldern in Asien kommen. Sie blühen wunderschön und ausdauernd im Schatten in verschiedensten Farben: von cremeweiß, über rosa bis hin zu kräftig leuchtendem violett. Die Form der Blüten ist ungewöhnlich und eine Bereicherung für den Balkon: länglich und eher wie Puschel oder Federn.
    Anbautipps: Sie benötigen einen nährstoffreichen Boden möchten häufig gegossen werden. Es empfiehlt sich für eine reiche Blüte, zwei Mal im Jahr zu düngen. Die Astilben und sind auch in unseren Breiten winterhart und können somit draußen überwintern. Der Rückschnitt der Staude sollte im Frühjahr erfolgen.

  • Fuchsien: Sie haben grazile Glockenblüten, die reichlich an den Sträuchern wachsen. Meist sind die Blüten zweifarbig und somit ein echter Hingucker auf dem Balkon. Die Blütezeit startet spät, geht jedoch bis in den Spätherbst, oft bis zum 1. Frost. Eine Kombination mit Frühblühern bietet sich deshalb an.
    Anbautipps: Sie vertragen nicht nur Schatten, sondern fühlen sich auch mal in der Sonne wohl (allerdings keine heiße Mittagssonne). Fuchsien sind pflegeleicht, mehrjährig und lassen sich ebenfalls im Freien überwintern. In kleinen Töpfen ist allerdings ein Winterschutz notwendig.

  • Fleißige Lieschen: Diese fleißige Blühpflanze liebt es schattig, aber warm. Das sie nicht winterhart ist, sollte sie erst am Mitte Mai nach draußen gepflanzt werden. Dann erfreut sich uns aber lange mit reicher Blüte.
    Anbautipps: Sie ist nicht winterhart und auch im haus schwierig zu überwintern. Deshalb wird sie meistens einjährig gezogen. Auch wenn sie grundlegend pflegeleicht ist, gibt es ein paar Tipps um sie möglichst lange blühen zu lassen: Ausreichend Gießen und dabei Staunässe vermeiden, 2 Mal pro Sommer mit Langzeitdünger düngen und die verwelkten Blüten regelmäßig abzupfen.

Fuchsien und fleißige Lieschen
  • Tränendes Herz: Sie besticht durch ihre besonderen Blütenform und ihre lange Blühdauer. Das macht diese pflegeleichte, mehrjährige Pflanze zu einem Highlight auf dem Balkon. Schatten oder lichter Halbschatten (ohne direkte Mittagssonne) sind perfekte Standorte.
    Anbautipps: Im ersten Jahr in nährstoffreiche, humose Erde pflanzen. Dann ist über den Sommer kein weiteres düngen nötig. Erst im nächsten Frühjahr wieder. Ein Rückschritt ist nicht nötig, die Pflanze zieht sich nach der Blüte ein und treibt im nächsten Frühjahr neu aus. Die einzige wichtige Pflegemaßnahme ist ausreichend gießen, die sie keine Trockenheit verträgt.

3 kostbare und leckere Kräutersorten für den Schattenbalkon

  • Petersilie: Diese bekannte und beliebte Würzpflanze bevorzugt schattige Plätze und ist somit perfekt für den Schattenbalkon. Noch viel mehr Details könnt ihr meinem extra Petersilie-Beitrag nachlesen.
  • Schnittlauch: Genauso wie die Petersilie leibt auch der Schnittlauch den Schatten. Er ist anspruchslos und eine leckere Ergänzung auf dem Balkon.
    Anbautipps: Ausreichend gießen und ein schattiges Plätzchen sind ausreichend. Ansonsten kommt der Schnittlauch mit nährstoffarmer Erde und wenig pflege aus.
  • Waldmeister: Viele kennen Waldmeister nur als Brausepulver oder in der Bowle. Er ist aber eine bereits sehr alte, bei uns heimische und beliebte Würz- und Heilpflanze. Manchen ist er vielleicht auch unter dem Namen Labkraut. Er erfreut uns mit seinen wunderschönen, immergrünen Blättern und im Frühjahr mit filigranen, weißen Blüten. Waldmeister liebt den Schatten und ist sehr pflegeleicht.
    Anbautipps: Waldmeister leibt feuchten und humosen Boden, sowie an seinem ursprünglichen Ort im Wald. Einmal im Frühjahr düngen ist ausreichend. Die Waldmeisterpflanze ist winterhart und braucht keinen regelmäßigen Rückschnitt. Einzig regelmäßig gießen und Boden feucht halten ist Pflicht.

Aber nicht nur Blühpflanzen und Kräuter können am Schattenbalkon wachsen. Auch so einige Gemüsesorten fühlen sich dort sehr wohl. Welche? Hier findet ihr das Schattengemüse.

Habt ihr noch weitere Tipps für wunderschöne und nützliche Schattenpflanzen? Dann freue ich mich über eure Kommentare und Erfahrungen.

Potatopot, oder Kartoffeln ernten auf kleinstem Raum

So manch einer hat ihn sicher schon im Gartenmarkt gesehen, den Potatopot. Auch ich habe ihn letztes Jahr zum ersten Mal gesehen und musste den Potatopot einfach ausprobieren!

Also gekauft und im April 3 schon etwas ausgetriebene Kartoffeln aus dem Supermarkt, welche ich eben noch übrig hatte, in den Topf gesetzt. Und das Experiment war erfolgreich: mit wenig Aufwand (nur etwas Gießen) konnte ich ab Juli Kartoffeln ernten. Sie waren zwar etwas kleiner als die „Mutter“-Kartoffeln aus dem Supermarkt, jedoch war die Ernte für die Topfgröß wirklich reichlich und der Geschmack hat auch überzeugt 😀.

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Potatopot

Doch wie funktioniert der Potatopot eigentlich? Eigentlich sind es 2 Plastiktöpfe, welche genau ineinander passen. Der äußere Topf ist ein ganz normaler Topf, der Innere besteht eigentlich nur aus Boden, oberem Rand und 3 Querverbindungen. Dies hat den Vorteil, dass man den Innentopf herausnehmen kann und so immer wieder Kartoffeln ernten kann! Nicht wundern wenn die Kartoffelpflanze gegen Ende des Sommers vertrocknet: das ist normal und zeigt grundsätzlich an, dass jetzt Zeit für die Ernte ist. Ich habe aber auch schon vorher geerntet wenn die Kartoffeln nicht mehr grün und groß genug waren.

 

Kartoffelpflanze nach 6 Wochen

Kartoffelpflanze nach 6 Wochen

Dieses Jahr im April habe ich auch wieder 3 übrig gebliebene Kartoffeln in den Topf eingesetzt und das Kraut wuchert bereits wieder üppig 😀.

Zusätzlich habe ich mir diesen Frühjahr einen 2. Potatopot gekauft und dort Süßkartoffelpflanzen eingesetzt. Ich bin schon sehr neugierig ob dies eine ebenso großer Erfolg wird.

„Garten“-Kräuter

Auch zum Thema Gartenkräuter habe ich schon so einiges ausprobiert, sowohl auf der Dachterrasse als auch auf dem Balkon und meine Erfahrungen möchte ich euch nicht vorenthalten.

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Die besten Erfolge hatte ich mit Rosmarin und Thymian (mehrjährige Kräuter-Sorten). Im Ersten Jahr habe ich Rosmarin und Thymian zusammen mit Majoran in einem Topf kultiviert, allerdings überwuchert Thymian den Majoran, so dass von Letzterem am Ende des Sommers nur eine magere Ernte möglich war. Später habe ich dann auch gelesen, dass das bekannt ist und man deshalb Thymian und Majoran besser nicht kombinieren sollte. Vor allem der Hängerosmarin (Sorte „Violetta“, immergrün) ist auch optisch ein Highlight mit seinen vielen kleinen hellblauen Blüten, welche mich diese Jahr auch im (zugegeben milden) Winter erfreut haben 😊. Diese Kräuter zählen alle zu den Mittelmeerkräuter, woraus sich auch ihre Vorlieben ergeben: sonniger Standort, durchlässiger Boden und vor allem keine Staunässe!

Auf dem Balkon habe ich dann noch einige einjährige Kräuter gesät: Basilikum, Petersilie, Schnittlauch und Dill – alles mit Erfolg. Vor allem Basilikum selber sähen hat einige Vorteile im Vergleich zum Kaufen im Supermarkt:
1. Man hat eine viel größere Sortenauswahl
2. Einige davon haben auch ein weit intensiveres Aroma als der Supermarkt-Basilikum (z.B.: „Chianti“ – eine rotblättrige Sorte, kleinblättriger Basilikum oder für Feinschmecker gerne auch mal Zitronenbasilikum)
3. Sie halten irgendwie viel länger 😉

Beim Dill muss man beachten, dass man eine für die Topfpflanzung geeignete Sorte kauft. „Normale“ Dillsorten wollen ihre Wurzeln sehr tief in die Erde graben und sind daher für die Kübelpflanzung eher schlecht geeignet. Topf-Dill wächst auch nicht so hoch, jedoch für einen normal Haushalt reicht es auf jeden Fall auch so.

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