Ist bei euch auch der Winter eingekehrt? Hier schneit es seit inzwischen 24 Stunden ununterbrochen und die Winterlandschaft bietet einen wunderschönen Anblick. Selbst in der Stadt ist das Wintergrau strahlendem schneeweiß gewichen 🙂
Zeit einen Winterspaziergang und Einkuscheln auf dem Sofa? Ja sicher – AUCH!
Denn trotz allem sollte man die Pflanzen draußen nicht vergessen.
Ist die Schneeschicht dick und schwer? Dann sollte man einen Teil der Schneeschicht abräumen, damit keine Äste abbrechen.
War es bei euch wie hier in den letzten Tagen recht windig? Dann sollte der Winterschutz kontrolliert und, falls nötig, erneuert werden. Bei mir ist bei 2 Sträuchern das Vlies locker gewesen und hat nicht mehr den ganzem Strauch geschützt – jetzt ist alles wieder fest und schützend! Außerdem habe ich meine Erdbeersträucher und ein paar Kräuter mit einer schützenden Schneeschicht bedeckt.
Ist der Schnee wieder weg sollte man nicht vergessen auch im Winter, an frostfreien Tagen die Pflanzen draußen zu gießen. Aus dem gefrorenen Boden können die Pflanzen das Wasser kaum aufnehmen, so dass dies ein Muss ist damit die Pflanzen im Winter nicht vertrocknen.
Aber nicht nur die Pflanzen draußen dürfen wir nicht vergessen, sondern auch die im Winterquartier wollen beachtet werden:
Im Winterquartier brauchen die Pflanzen zwar weniger Wasser, aber doch auch eins. Also nicht vergessen zu gießen – mindestens einmal pro Woche sollte man checken ob Wasser nötig ist und entsprechend gießen.
Zudem sollten man immer auch auf Schädlinge kontrollieren: bei mir ist die Luft im Winterquartier immer recht trocken, so dass sich Spinnmilben sehr wohlfühlen 🙁 Also heißt es hier: durch Besprühen mit Wasser für ausreichend Luftfeuchte sorgen und falls nötig die Spinnmilben bekämpfen, damit sie die Pflanzen nicht schädigen.
Und nun, nachdem die Arbeit getan ist? Schlitten fahren und Schneeballschlacht 🙂 Viel, Spaß im Schnee!
Für das Jahr 2017 habe ich mir einen Monatskalender „Heilpflanzen im Garten“ gekauft und an meine Bürowand gehängt.
Mein Kalender
Damit auch ihr an meinem Kalender teilhaben könnt, werde ich ab sofort zu Beginn jedes Monats die jeweilige Pflanze des Monats kurz vorstellen. Anwendungsgebiete und Wirkung, sowie Eigenschaften der Pflanze und ob sie für Anbau im Topf auf Balkon oder Terrasse geeignet ist.
Das Januar-Bild: Rote Zaubernuss Die Zaubernuss ist wahrscheinlich vielen – ganz unbewusst – aus der Apotheke bekannt, dort wird gibt es Salben/Cremes welche unter dem botanischen Namen „Hamamelis“ verkauft werden.
Wirkung: Der Haupt-Wirkbestandteil sind die sog. Gerbstoffe (z.B. auch in schwarzem Tee zu finden). Sie sind entzündungshemmend, blutungsstillend, adstringierend (zusammenziehend) und reizlindernd. Außerdem sind weitere entzündungshemmende Stoffe enthalten. Aus diesem Grund wird sie bei äußerlichen Wunden (als Salbe/Creme), Schleimhautreizungen (in verschiedenen Mundwässern) aber auch bei Verdauungsbeschwerden (als Tee) verwendet. Ebenso ist die Zaubernuss in Hämorrhoidenzäpfchen zu finden. Die Mütter unter euch kennen die Hamamelissalbe vielleicht auch zur Anwendung bei wundem Babypopo.
Zur Zubereitung von Tee, welcher traditionell bei Durchfallerkrankungen verwendet wird, werden die Rinde und Blätter verwendet. Diese werden zunächst getrocknet und dann als Tee aufgegossen.
Botanik: Die Zaubernuss ist ein Strauch, der je nach Sorte 4-5 m hoch und breit werden kann. Er benötigt recht lange um gut anzuwachsen und verträgt umsetzen schlecht. Es dauert meistens 2-3 Jahre nach dem Umpflanzen bis die Zaubernuss wieder blüht. Also wenn man sich dafür entscheidet auf jeden Fall gleich den richtigen Platz suchen!
Die Zaubernuss ist eine typische Solitärpflanze und braucht ihre Wurzelfreiheit. Leider kann ich was die Tauglichkeit für Kübelpflanzung betrifft nicht auf eigene Erfahrung zurückgreifen, da ich bisher noch keine kultiviert habe. Meine Eltern habe eine Zaubernuss in einem riesigen Pflanztrog in der Einfahrt und diese fühlt sich dort schon seit 30 Jahren wohl 😊. Die Erfahrungen anderer zu Pflanzung im Kübel sind nicht so ganz eindeutig. Es gibt jedoch auf jeden Fall einige kleiner bleibende Sorten, bei denen man eine Pflanzung im Kübel wagen kann (z.B. https://www.baumschule-horstmann.de/shop/exec/product/729/2004/Zaubernuss-Diane-rote-Zaubernuss.html). Jedoch braucht man auf jeden Fall einen ausreichend großen Pflanzkübel (mind. 35-40 cm Durchmesser). Wer sich dafür entscheidet und die zu den Umständen passende Sorte aussucht, wird aber auf jeden Fall seine Freude daran haben: sie erfreut nicht nur im Sommer mit sattem grünen Laub, sondern auch im Herbst mit wunderschöner Färbung (gelb bis rot) und ihre Blütezeit ist im sonst manchmal so tristen Winter (Januar – Februar). Boden: humos, nährstoffreich, am besten leicht sauer und durchlässig (denn sie verträgt keine Staunässe). Standort: sonnig und geschützt (also wohl leider auch wenig geeignet für meine windige Dachterrasse). Winterhärte: die Zaubernuss ist an sich winterhart. Ihre Wurzeln sind jedoch sehr empfindlich. Bei Pflanzung im Topf sollte man diesen im Winter deshalb mit Jute oder Pflanzenvlies umwickeln.
Habt ihr schon Erfahrung mit der Zaubernuss im Topf gemacht? Ich würde mich über Kommentare zu euren Erfahrungen freuen. Ich bin auf jeden Fall am überlegen mir eine zu holen und werde dann meine Erfahrungen teilen.
Ich habe in den letzten Tagen so viele Jahresrückblicke gelesen – mal total spannend, mal eher nichtssagend – und wollte selbst eigentlich keinen machen….
Aber irgendwie konnte ich es dann doch nicht lassen und hab mein Jahr Revue passieren lassen und es war wirklich ein spannendes Jahr für mich: nicht nur dass ich einige berufliche Herausforderungen meistern konnte, sondern es war vor allem der Start meines Blogs, der es so interessant gemacht hat! Im Februar ging es los, mit viel Motivation und Ideen im Kopf aber wenig Bloggerwissen. Und auch wenn mein Blog bisher nicht so erfolgreich ist wie ich es mir vorgestellt oder erhofft hatte, so war das Bloggen für mich dennoch ein voller Erfolg: ich habe viel gelernt und dadurch einige nette neue Leute kennen gelernt.
Und wie sagt eines meiner Lieblingssprichtwörter von Nelso Mendela so schön:
You never lose, you either win or learn.
In diesem Sinne freue ich mich auf viele neue Erfahrungen in 2017 – und vielleicht auch auf etwas mehr Erfolg.
Euch allen wünsche ich für das Jahr 2017 viel Erfolg, Glück 🍀, schöne Momente, Gesundheit und natürlich viel Freude beim Gärtnern!
Zum Schluss noch meine Lieblingsimpressionen aus 2016:
Reiche Blüte meiner Schattenpflanzen im Frühjahr:
Und genauso reiche Blüte meiner neuen Rosen im Sommer:
ADR-Rose „Aprikola“
Im Herbst konnte ich viel leckeres und aromatisches Gemüse ernten:
Und im Winter konnte ich mich in meiner Wohnung an zahlreichen Pflanzen erfreuen, so auch an meinem neuen Weihnachtsstern:
Zu Weihnachten habe ich ein neues Buch geschenkt bekommen: Küchenkräuter – die 99 schnellsten Antworten.
Ja, meine Lieben wissen eben wie sie mich glücklich machen können… trotzdem war ich nach Lesen des Titels etwas enttäuscht: dieser hat sich nämlich für mich so angehört wie „Kräuter für Dummies“. Aber die Enttäuschung hielt zum Glück nur kurz an, denn der Inhalt des Buches überzeugt mich wirklich 😊.
Nun zu den Details:
Das Äußerliche: es ist ein Softcover-Einband, der sich gut und hochwertig anfühlt. Auch die Bindung ist stabil und nichts fällt nach dem erste Lesen auseinander.
Die Aufteilung: das Buch ist sehr sinnvoll gegliedert.
Zunächst gibt es auf 6 Seiten einen Überblick über alle im Buch beschriebenen Kräuter. Da hier sowohl die wichtigsten Details zu Ansprüchen und Ernte, sowie die Seitenzahl für die ausführliche Beschreibung angegeben sind findet man schnell alle wichtigen Informationen zu den Küchenkräutern.
Als nächstes kommt ein Teil zu den Basics: dort wir werden eben die „Basics“ zu Aufzucht und Pflege beschrieben und auch ein paar Tipps und Rezepte für die Verarbeitung. Alles ausführlich und reich bebildert.
Zuletzt kommt dann der größte Teil, der über die Küchenkräuter-Porträts.
Sehr detaillierte Beschrveibungen für alle wichtigen Küchenkräuter, die alle nach dem gleichen Prinzip und gut strukturiert sind: zunächst geht alles um Herkunft, Verwendung und Konservieren. Bei der Verwendung geht es darum wozu das jeweilige Kraut am besten passt und wie es am besten verwendet wird (z.B. roh oder mitkochen).
Danach kommt geht es um die Pflege: Woher (bekommt man die Pflanze)? Was (braucht die Pflanze) ? Worauf (muss ich achten)? und „Soforthelfer“-Tipps.
Je nach Art wird zusätzlich noch auf Vermehrung oder Rückschnitt eingegangen. Bei Arten-reichen Sorten wie Basilikum oder Thymian wird auch noch auf die unterschiedlichen Arten eingegangen. Ich habe beim Lesen auf jeden Fall sehr viel gelernt!
Auch dieser Teil ist wieder reich bebildert und sowohl für Anfänger als Fortgeschrittene geeignet.
Mein Fazit: das Buch ist wirklich für (fast) Jeden eine Bereicherung im Bücherregal. Anfänger finden hier viele wichtige und leicht verständliche Informationen und auch Fortgeschrittene können sich hier noch jede Menge Tipps holen. Und auch egal ob Balkon-, Garten- oder Inhouse-Gärtner, es sind einfach für jeden die passenden Infos dabei. Und den Preis von 14,99 EUR finde ich dafür auch gerechtfertigt.
Heute wieder ein Artikel passend zur Jahreszeit und zu einem der kuriosen Feiertage in den USA: dort wird heute, am 19.12., nämlich der „Such-einen-Weihnachtsbaum-Tag“ (engl.: Look for an Evergreen Day) gefeiert.
Habt ihr euren Weihnachtsbaum schon? Ich habe meinen Weihnachtsbaum inzwischen seit fast 2 Wochen und ich habe mich auch dieses Jahr wieder für eine Nordmanntanne im Topf entschieden, welcher mich hoffentlich über einige Jahre hinweg begleiten wird. Der letzte hat im Frühjahr – nachdem sie mich 3 Jahre lang erfreut hat – alle Nadeln abgeworfen und war leider nicht mehr zu retten.
Welche Bäume verwendet man hierzulande eigentlich als Weihnachtsbaum?
Am bekanntesten und beliebtesten sind die Tannen und Fichten, man kann beide Sorten inzwischen in fast jedem Gartenmarkt (und zum Teil auch im Supermarkt) im Topf finden und auch überall als abgesägten „klassischen“ Weihnachtsbaum. Ich möchte mich hier auch nur mit diesen beiden Sorten beschäftigten:
Fichte:
Hier gibt es 2 beliebte Sorten: die Blaufichte (Picea pungens) und die Rotfichte ((Picea abies). Die Rotfichte ist die preiswerteste Variante, würde ich aber weniger empfehlen, da sie sehr stark nadelt – meiner Erfahrung nach auch im Topf. Als klassischer Weihnachtsbaum ohne Topf wird sie auch erst sehr kurz vor Weihnachten abgesägt, damit sie nicht schon vor Weihnachten alle Nadeln verliert. Die Blaufichte ist etwas länger haltbar und fällt durch ihre bläuliche Färbung der Nadeln auf. Fichten haben meist einen schönen gleichmäßigen Wuchs und viele Äste, was sie zu schönen Weihnachtsbäumen macht, da man sie auch gut schmücken kann (außer dass man sich an den picksigen Nadeln ständig sticht 😉 ). Ein weiterer Vorteil der Fichte: sie ist sehr anpassungsfähig! Sie kommt mit trockenen und feuchten Böden zurecht und hat auch kein Problem mit der Luftverschmutzung in unseren Städten.
Als lebende Weihnachtsbäume habe ich im Gartenmarkt auch schon verschiedene Sorten von asiatischen Fichten gesehen. Diese waren ebenfalls sehr schön im Wuchs sind aber nur für Zimmerpflanzung geeignet, da sie in unseren Breiten meist nicht winterhart genug sind. Für meine Zwecke als Weihnachtsbaum am Balkon also nicht geeignet. Außerdem hat man es generell mit bei uns heimischen Pflanzen leichter, da Klima, Umgebung etc. einfach passen.
Tanne:
Die am häufigsten verwendete Tanne ist die Nordmanntanne (Abies nordmanniana). Sie wächst langsamer als Fichten und ist deshalb auch um einiges teurer. Sie hat glänzende tiefgrüne Nadeln und nadelt, auch als abgeholzte Version, sehr wenig. Das macht sie für mich zum Favoriten. Auch die Tanne hat meist einen gleichmäßigen und dichten Wuchs und ist somit perfekt zum schmücken geeignet. Die Nadeln sind zudem etwas weniger spitz, so dass das Schmücken etwas mehr Spaß macht 🙂 Auch hier handelt es sich um eine bei uns heimische Pflanze, die unseren Witterungsbedingungen gut angepasst ist. Allerdings ist die Tanne nur bedingt für die Kultivierung im Topf geeignet – warum? Sie ist ein Pfahlwurzler, d.h. sie hat eine lange, tief gehende Wurzel, was sich im Topf mit zunehmender Größe schwierig gestaltet. Deshalb ist ihr Wachstum im Topf begrenzt – vielleicht kann ich meine in einigen Jahren in den Garten meiner Eltern umpflanzen.
Was gibt es sonst noch? Douglasien und Kiefern werden zum Teil ebenfalls als Weihnachtsbäume angeboten. Sie sind jedoch vom Wuchs her nicht so perfekt geeignet und deshalb auch weniger beliebt.
Allgemeine Tipps: Lebende Nadelbäume als Weihnachtsbaum:
Lebende anstatt abgeholzte Weihnachtsbäume zu verwenden wird immer populärer, jedoch ist die Anzucht langwierig und kostenintensiv, so dass manche (unseriöse) Anbieter kleine, in Plantagen wachsende Bäumchen kurz vor Weihnachten roden und in einen Topf mit Erde stellen. Diese Gehölze sind nicht eingewachsen, sie wackeln im Topf herum und wachsen weder im Garten an noch sind sie im Topf länger zu kultivieren. Wer sich an seinem „Weihnachts“-Bäumchen also länger erfreuen will: bitte immer überprüfen bzw. nachfragen.
Man kann die Bäume durchaus draußen stehen haben und zur Weihnachtszeit als Weihnachtsbaum ins Wohnzimmer holen. Dabei sollte man jedoch beachten, dass man sie beim zurückstellen ins Freie erst langsam wieder an die kalten Temperature gewöhnt, z.B. erstmal an einen kühlen Ort in den Flur stellen oder tagsüber bei Plusgraden rausstellen.
Zum Schluss noch ein paar Impressionen meines Bäumchens am Balkon:
Meine Tanne, noch ungeschmückt im Sonnenlicht,
geschmückt,
und nachts beleuchtet.
Über Weihnachten mache ich eine kurze Blogpause. Ich freue mich auf euch im neuen Jahr 🙂
Bis dahin wünsche ich euch allen eine wunderschöne Weihnachtszeit und ganz viel Glück, Gesundheit und viele schöne Gartenmomente im neuen Jahr!
Heute, am 12. Dezember 2016 wird, vor allem in den USA, der Tag des Weihnachtssterns gefeiert, der dort auch Poinsettia Day heißt. Der amerikanische Name „Poinsettia“ ist dem amerikanischen Botschafter Joel Roberts Poinsett zurückzuführen, der Anfang des 19. Jahrhunderts vermutlich als erster die Pflanze in die USA einführte.
Auch wenn der Tag in Deutschland keine Bedeutung hat, so möchte ich ihn dennoch zum Anlass nehmen um mir den Weihnachtsstern und seine Bedürfnisse etwas genauer anzusehen. Für mich ist der Weihnachtsstern ein alljährlicher Begleiter in der Weihnachtszeit, jedoch habe ich es noch nie geschafft einem im nächsten Weihnachten wieder zu Schönheit und Blüte zu verhelfen – also gleich noch ein Grund sich ein paar Tipps zur Pflege anzusehen 🙂
Die auffälligen, meist rot gefärbten Blätter sind nicht – wie man meinen möchte – Blütenblätter sondern sogenannte Hochblätter. Die Blätter wachsen zunächst grün und färben sich später intensiv. Die eigentlichen Blüten sind grün-gelblich, klein und eher unscheinbar. Sie sitzen in der Mitte der Hochblätter. Hauptblütezeit ist von November bis Februar.
Neben den roten Varianten, gibt es auch noch weiße und rosarote Weihnachtssterne, manchmal auch 2-farbig gesprenkelt. Wer also rot bei sich zu Hause nicht so gerne mag, kann an einer der anderen Farbvarianten Freude finden.
Weihnachtsstern 2-farbig
Weihnachtsstern verschiedene Farbvarianten
Der Weihnachtsstern kommt ursprünglich aus den Tropen und ist in Mittel- und Südamerikas sehr verbreitet. Dort vermehrt er sich zum Teil wie „Unkraut“. Bei uns ist der Weihnachtsstern aufgrund seiner Wärmeliebe nur als Zimmerpflanze geeignet.
Bei Kindern und Haustieren im Haushalt sollte man beachten, dass der Weihnachtsstern, welcher zur Gruppe der Wolfsmichgewächse gehört leicht giftig ist. Der Milchsaft, welcher beim Abbrechen der Stängel austritt, führt bei Kontakt mit Haut oder Schleimhaut zu Reizungen und kann bei Aufnahme über den Mund auch zu Verdauungsstörungen führen.
Was muss man nun beachten, wenn man den Weihnachtsstern als Zimmerpflanze kultiviert?
Der Weihnachtsstern ist sehr kälteempfindlich: schon beim Transport nach Hause sollte man deshalb darauf achten den Weihnachtsstern gut zu verpacken und gegen Kälte zu schützen.
Bitte nicht mit kaltem Wasser gießen, Wasser mit Zimmertemperatur verträgt er besser. Außerdem nur in Maßen gießen, er mag keine Staunässe (aber Trockenheit genauso wenig).
Standort: Nicht zu dunkel aber auch nicht in die pralle Sonne stellen. Hört sich schwierig an? Bei mir steht er jedes Jahr auf dem Esstisch in der Nähe eines Südfensters (ca. 1,5 m entfernt) und das scheint ihm gut zu gefallen.
Wer den Weihnachtsstern nach Weihnachten nicht wegwerfen will: wenn die roten Blätter immer weniger werden an einen kühlen Ort stellen, ihn wenig gießen und eine Ruhepause gönnen. Nach ca. 6 – 8 Wochen kann man den Weihnachtsstern dann in einen größeren Topf umtopfen, damit man im nächsten Winter noch mehr Freude davon hat. Da sie ja keine Staunässe mögen, am besten unten in den Topf eine Schicht Blähton einbringen.
Wer noch keinen Weihnachtsstern zu Hause hat: der heutige Tag ist der perfekte Tag um einen zu kaufen und sich daran zu erfreuen 🙂
Ja, ich gehöre zu den Leuten, die noch so „altmodisch“ sind und Karten in Papierform verschicken. Ich finde, Personen die einem wirklich wichtig sind, haben es verdient nicht nur elektronische Post zu bekommen. Außerdem macht mir das Basteln unheimlich viel Spaß. So dass ich meine Weihnachtskarten auch selber bastle.
Hier sind meine Favoriten der letzten Jahre. Von Blitz-Karten bis zu besonderen Effekten, für jeden ist was dabei. Aber alles nicht zu aufwendig, so dass es auch gut mit Kindern gemacht werden kann.
Foto-Karten
Die vielen schönen Blüten-Fotos, welche ich über den Sommer hinweg gemacht habe eignen sich hervorragend zum Weihnachtskarten basteln. Fotokarten eignen sich natürlich nicht nur für Weihnachten, sondern auch als Geburtstagskarten. Man hat hier vielfältige Gestaltungs-Möglichkeiten, je nach Zeit, Lust und Geschicklichkeit.
Grundlage für alle Karten ist immer eine einfache Klappkarte oder alternativ Tonpapier.
1) Blitz-Variante
Was du brauchst: Klappkarte, schöne Fotomotive, Kleber.
Diese Variante geht wirklich schnell und macht dennoch viel Freude. Die Fotos auf hochwertiges Fotopapier ausdrucken und vorne auf die Klappkarte kleben. Ich verwende dafür gerne doppelseitiges Bastelklebeband. Es lässt sich leicht verarbeiten und führt, im Gegensatz zu Klebstoff, nicht zu gewelltem Papier. Nun nur noch innen beschriften. Und schon kann die Karte verschenkt werden.
2) Einfach Variante mit Dekoelementen
Was du brauchst: Klappkarte, Fotos, Kleber, Auswahl an selbstklebender Deko (Motivsticker, Bordüren, Schriftzüge).
Auch hierzu werden Fotos auch hochwertigem Papier ausgedruckt und auf die Karte geklebt. Am besten eignen sich hier quadratische Fotos.
Danach wird nach Belieben weiter verziert: Grußbotschaften zum Aufkleben, selbstklebende Bordüren, Washi Tape oder andere Sticker. Die Auswahl ist hier inzwischen sehr groß, so dass sicher jedes etwas passendes findet. Am liebsten decke ich mich dafür bei vbs hobby ein [Werbung, unbezahlt].
3) Wow-Variante mit Embossing-Elementen
Was du brauchst: Klappkarte, Fotos, Kleber, Stempel, Embossing-Stempelfarbe, Embossingpulver, Heißluftfön.
Bei dieser Variante fangen wir ebenfalls gleich an: Foto ausdrucken und auf die Karte kleben. Auch hier eignen sich am besten Fotos im quadratischen Format. Im Anschluss die Weihnachtskarte mit einigen Embossing-Elementen bzw. –Grußbotschaft versehen. Embossing ist ein tolle Technik. Die Motive werden zunächst mit spezieller Embossing Stempelfarbe aufgestempelt. Im Anschluss wird Embossing-Pulver darüber gestreut. Zum Schluss wird das Pulver mit einem Heißluftfön geschmolzen. Dadurch ergeben sich grandiose 3D-Effekte. Etwas aufwendiger als Stempeln oder Kleben, aber dennoch eine schnelle Variante. Und auch Kinder haben mit dem Stempeln und (Glitzer-)Pulver immer sehr viel Spaß. Wer sich für die Embossing-Technik interessiert kann sich hier bei Bastelmix informieren.
Ein Tipp noch: Achtet immer darauf nicht zu viel hinzuzufügen. Bei zu vielen Dekoelementen können die wunderschönen Fotos in den Hintergrund treten.
Weihnachtkarten basteln mit Metallic-Effekt
1) Prägetechnik
Was du brauchst: Schablonen mit Prägemotiven, Metallfolie (Prägefolie), Stricknadel, Klappkarte, Kleber.
Mit Hilfe von Prägeschablonen und einer Stricknadel kann man in die Metallfolie wunderschöne Motive prägen, die sich dann wiederum auf eine Karte aufkleben lassen. Natürlich kann man sich dafür auch extra „Stifte“ zulegen, jedoch habe ich festgestellt, dass es mit Strick- und Häkelnadeln (oder auch einem Kugelschreiber) genauso gut funktioniert. Man sollte jedoch über verschieden dicke Nadeln verfügen, da sich sonst entweder die feinen Elemente nicht prägen lassen oder die größeren Flächen schwer zu prägen sind.
Das fertig geprägte Motiv nur noch ausschneiden, umdrehen und auf die Karte kleben. Wer noch Lust hat (so wie ich gestern), kann natürlich auch noch Grußbotschaften mit Bändern oder Embossing hinzufügen. Für alle die über eine schöne Schrift verfügen eignet sich natürlich auch immer die Beschriftung mit Metallic-Stiften.
2) Kombination mit Servietten-Technik
Was du brauchst: Metallfolie (Prägefolie), Motivservietten, Servietten- und Bastelkleber, Pinsel, Klappkarte.
Serviettentechnik ist eine einfache Art schöne Motive aufzubringen. Wer sich detaillierter mit Serviettentechnik auseinandersetzen will findet bei Servietten-Techniken gute Anleitungen. Und tolle Ideen wie die Serviettentechnik noch eingesetzt werden kann. Für meine Karten bin ich wie folgt vorgegangen: Gewünschtes Motiv ausschneiden und oberste Schicht der Servietten ablösen. Nur die oberste Schicht wird verwendet. Serviettenkleber auf die Grundlage mit einem breiten Pinsel auftragen. Ich verwende für die Weihnachtskarten die Prägefolie als Grundlage, da sie etwas durchscheint und so ein toller metallischer Effekt entsteht. Die Serviette vorsichtig auf die Grundlage legen und glatt streichen. Anschließend vorsichtig nochmal eine dünne Schicht Kleber aufpinseln. Nicht erschrecken wenn es erst etwas weiß aussieht, der Serviettenkleber trocknet farblos.
Kleber trocknen lassen. Danach das Motiv ausschneiden und auf die Klappkarte kleben. Noch schönere Effekte lassen sich übrigens erzielen, wenn man zum Aufkleben der Motive 3D-Klebepads verwendet.
Karten mit Origami-Sternen
Was du brauchst: Origamipapier, Schere, Bastelkleber, Klappkarte.
Zunächst müssen aus Origamipapier kleine Drachen gefaltet werden. Davon werden acht zu einem Stern zusammengesetzt. Dazu habe ich euch eine reich bebilderte Faltanleitung zusammengestellt.
Der fertige Stern wird zum Schluss auf die Klappkarte geklebt und nach Belieben weiter verziert und beschriftet.
Ich hoffe ich konnte euch ein paar Tipps geben und ihr bekommt Lust (wieder) selbst Weihnachtskarten zu basteln. Meine Kids und ich lieben es auf jeden Fall.
Ich freue mich auf eure Rückmeldungen und vielleicht habt ihr ja auch noch ein paar Tipps für mich.
Weihnachten rückt unaufhaltsam näher und am Wochenende – 1. Advent – war für mich Zeit um die erste Deko aufzustellen und anzubringen. Als Mutter von einem Kleinkind muss Deko bei mir jedoch schnell und unkompliziert sein, denn für lange DIY-Anleitungen habe ich leider meist einfach keine Zeit.
Ich bin ja immer wieder begeistert von leuchtender Deko auf Balkon und Terrasse, mit der sich auch gut die vorhandene Bepflanzung und auch halbleere Blumenkübel schmücken lassen.
Am einfachsten ist es Outdoor-geeignete Lichterketten zu verwenden, die es mittlerweile in vielen Länge, Varianten und auch Preisklassen gibt. Das lässt sich auch super mit Glaskugeln, Glaszylindern und ähnlichem kombinieren, die man mit Lichterketten füllt und anschließend in die Blumentöpfe stellt.
Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal auch in der Wohnung meine Pflanzen mit Lichterketten geschmückt. Kleine LED-Draht-Lichterketten (nur 10 oder 20 LEDs) eignen sich zum Beispiel perfekt um Orchideen und andere kleine Topfpflanzen zu schmücken:
Tagsüber recht unscheinbar…
…im Dunklen schönes Licht verbreitend
Auch meine Palmen habe ich mir einer solchen Lichterketten geschmückt und das Ergebnis hat mir gut gefallen:
Außerdem habe ich auch noch so einiges an Dekoration mit Kerzen (sie helfen einfach immer die Winterzeit zu erhellen 🙂 ) schon vorbereitet. Dabei wurden auch einige alten Zimtstangen „receycelt“: Die Zimstangen um ein Glas mit Kerze oder Teelicht drapieren, festkleben und mit einem schönen Band dekorieren.
Kerzen lassen sich auch gut mit Mini-Weihnachtssternen kombinieren, welche man derzeit (fast) überall günstig kaufen kann. Ich habe dazu einen länglichen Topf, welcher im Sommer den Balkon mit Sommerblumen dekoriert ist, mit 2 Weihnachtssternen und einer Kerze im Glas befüllt. Jetzt nur noch ein paar Dekosteine – und schon fertig!
Leider habe ich über die ganze Pflanzendeko total vergessen mir das Zubehör für den Adventskranz zu besorgen. Naja, macht nichts! Mit etwas Kreativität, Christbaumschmuck aus dem Keller und den Kernzen aus dem letzten Jahr war auch am Sonntagmorgen noch eine schnelle Lösung gefunden, damit der 1. Advent nicht ohne Advents-„Kranz“ starten muss.
Für Weihnachtsstimmung zu Hause ist gesorgt – jetzt kann die Weihnachtszeit so richtig kommen 🙂
Auf der Suche nach Geschenkideen für meine ebenso “gartenverrückte“ Freundin bin ich auf die Seite eines jungen Unternehmens gelangt, das ich einfach toll finde: www.meinwoody.de
Deshalb möchte ich es euch auch kurz vorstellen: Unter dem Motto „zukunft(s)pflanzen“ werden hier Anzuchtsets in Bio-Qualität verkauft und auch sonst wird bei allem auf Bio und Nachhaltigkeit (z.B. auch keine Plastiktöpfe, was man im Gartenmarkt vergeblich sucht) geschaut – eine Strategie vor der sich in der heutigen Zeit immer mehr (Geschäfts)leute „eine Scheiben abschneiden“ könnten. Bäume, Gemüse, Kräuter und Blumen kann man hier als Anzuchtset kaufen und zu allem gibt es auch noch ausführliche und toll geschriebene Beschreibungen. Natürlich fehlen auch die allgemeinen Pflanztipps nicht, so dass auch Anfänger sich über ihre Erfolgserlebnisse freuen können.
Ich war auf jeden Fall überzeugt und habe meine erste Bestellung getätigt. Vom Bestellprozess über die Bezahlung lief alles schnell und unkompliziert. Und natürlich habe ich nicht nur Geschenke für andere bestellt, sondern auch mir eines mitbestellt.
Bereits gestern, 2 Tage nach der Bestellung hatte das Warten ein Ende – der DHL-Bote brachte das Paket 😀
Die Verpackung war, so wie man sich das bei dem Konzept erwartet ohne lästigen Plastikmüll und alles war ordentlich und liebevoll verpackt:
Heute hab ich mir dann das erste „Päckchen“ genauer angesehen und auch gleich gesät. Mein Wahl fiel auf den Zitronenbasilikum, der dann hoffentlich über den Winter meine Küche bereichert – optisch und geschmacklich 😊.
Der Samen, die ausführliche Beschreibung und der restliche Inhalt waren ebenso nachhaltig und liebevoll zusammengestellt, wie es der erste Blick versprach.
Jetzt heißt es nur noch regelmäßig gießen, warten und auf ein tolles Ergebnis hoffen.
Danke liebes MeinWoody-Team, ich kann euch auf jeden Fall uneingeschränkt weiterempfehlen!
Das Frühjahr ist schon (fast) da und wir sind alle fleißig am planen, säen und pflanzen. Dabei laufen uns immer wieder Begriffe wie Licht- oder Dunkelkeimer über den Weg. Was bedeutet das und welche Auswirkungen hat es auf unsere Aussaat? Diese Infos findet ihr hier inklusive vieler Beispiele, die für uns Topfgärtner wichtig sind.
Lichtkeimer
Lichtkeimer sind Pflanzen, die beim Säen nicht mit Erde bedeckt werden dürfen. Sie benötigen zum Keimen neben Sauerstoff, Wasser und Wärme auch den blauen bis hellroten Spektralbereich der Sonne (energiereiches Licht). Dieser dringt nicht in die Erde ein.
Beim Säen der Lichtkeimer sollte man deshalb folgendes beachten: Die Saat auf die Erde verteilen. Nur leicht andrücken, aber nicht mit Erde bedecken. Wer möchte kann die Samen mit einer sehr dünnen Schicht feinen Sand bedecken, damit sie nicht weggeweht werden. Im Anschluss vorsichtig mit lauwarmem Wasser besprühen. Gießen ist hier eher ungeeignet, da die Samen leicht davongeschwemmt werden. Zum Keimen die Samen jedoch nicht in das direkte Sonnenlicht stellen. Im lichten Schatten oder etwas vom Fenster entfernt ist erfolgsversprechender.
Die Samen von Lichtkeimern sind in der Regel sehr klein und leicht. Aufgrund der kleinen Größe haben sie wenig Nahrungs- bzw. Energiereserven. Daher würde sie es, selbst wenn sie ohne Licht keimen könnten, es auch selten durch die Erdschicht bis ans Licht schaffen.
Beispiele: Zu den Lichtkeimern zählen viele Kräuter, wie: Basilikum, Majoran, Minze, Oregano, Pfefferminze oder auch Salbei und Thymian. Desweitern gibt es auch einige beliebte Blumen, die zu den Lichtkeimern gehören: Kamille, Ringelblume, Löwenmäulchen und Kornblume. Auch Karotten, Radieschen und Tomaten sind Lichtkeimer.
Bei vielen Kräutern sollte man auch noch beachten, dass sie nur feine Wurzeln haben. Deshalb ist es ratsam zum Säen am besten gleich das Gefäß zu nehmen, in dem sie bleiben können. Pikieren und Versetzen könnte die feinen Wurzeln unnötig schädigen und die Pflanze dabei kaputt gehen.
Dunkelkeimer
Dunkelkeimer benötigen ebenfalls Licht zum Keimen, allerdings einer anderen Intensität. Die Erdschicht dimmt das Licht beziehungsweise filtert verschiedene Wellenlängen heraus. Dunkelkeimer keimen mit Hilfe von Licht im dunkelroten Spektralbereich. Nur dieses dringt auch in die Erde ein. Die Samen werden daher bei der Aussaat in die Erde gedrückt. Die Pflanztiefe ist meist auf den Samenpackungen vermerkt. Falls keine Angaben vorhanden sind, gilt folgende Faustregel für die Pflanztiefe: Samen doppelt so tief in die Erde stecken wie er groß ist. Ein zu tiefes Einsetzen führt dazu, dass gar kein Licht an die Samen kommt und somit auch kein Keimen möglich ist.
Beispiele: viele Kräuter und Gemüsepflanzen sind Dunkelkeimer: Erbsen, Feldsalat, Radieschen, Schnittlauch, Koriander, Bohnen, Blumenkohl, Mangold, Gurken, Zucchini, Paprika, Kapuzinerkresse und Borretsch.
Lichtneutrale Samen
Im Gegensatz zu den Licht- und Dunkelkeimern, gibt es auch och ein paar wenige lichtneutrale Samen. Diese habe keine besonderen Ansprüche und keimen bei (fast) allen Lichtbedinungen.
Ein Beispiel hierfür sind die Sonnenblumen.
Kaltkeimer
Der Begriff „Kaltkeimer“ an sich ist etwas irreführend. Sie keimen nicht, wenn es kalt ist. Aber sie benötigen die Kältereiz, um zu keimen. Die Natur hat das geschickt gemacht: diese Samen haben keimhemmende Stoffe im Inneren. Das soll verhindern, dass die Samen von Kälte-empfindlichen Pflanzen bereits im Herbst keimen, sondern erst im Frühjahr. Die keimenden Stoffe (ein Pflanzenhormon) wird über die Wintermonate durch die Kälte langsam abgebaut. Kaltkeimer brauchen das richtige Zusammenspiel zweier verschiedener Umwelteinflüsse: Feuchtigkeit, sowie Kälte gefolgt von wärmeren Temperaturen. Zunächst müssen die Samen durch die Feuchtigkeit aufquellen. Dann kommt Faktor zwei, die Kälte, ins Spiel. Je nach Pflanze wird eine bestimmte Zeit mit Temperaturen zwischen -4°C und +4°C benötigt. Wenn die Temperaturen im Frühjahr steigen, keimen die Pflanzen dann von selbst.
Das erklärt auch, wie beim Säen vorgegangen werden muss: die Samen im Spätherbst (Oktober bis November) nach draußen in die feuchte Erde geben. So erhalten sie ganz natürlich Feuchtigkeits- und Kältereiz. Sät man Kaltkeimer im Frühjahr, so werden diese in der Regel erst im nächsten Frühjahr keimen.
Vergessen die Samen im Herbst rechtzeitig in die Erde zu setzen? Auch nicht schlimm, man kann den Kältereiz auch „künstlich“ im Kühlschrank erzeugen. 1) Die Samen ein bis zwei Wochen in warmem Wasser quellen lassen. 2) Im Anschluss die Samen aus dem Wasser nehmen und in eine Mischung aus Anzuchterde und Sand (Mischverhältnis: 2 zu 1) geben. 3) Ebenfalls befeuchten und in ein dichtes Gefäß (z.B. Gefrierbeutel oder fest verschließbare Schüssel) geben. Für einige Wochen in den Kühlschrank stellen. Dabei ab und an auf Feuchtigkeit prüfen. Die Erde sollte nie komplett austrocknen. 4) Je nach Pflanzenart sind die Samen nach 3 bis 12 Wochen bereit zum Keimen. Aus dem Kühlschrank nehmen und das Substrat (Erde mit Samen) in eine Anzuchtschale geben. 5) Nun nur noch zum Keimen an einen hellen Platz stellen und warten.
Hier einige Beispiele für Kaltkeimer, die auch für uns Topfgärtner wichtig sind: Waldmeister, Bärlauch, Dill und Salbei. Auch bei den Blumen gibt es einige Kaltkeimer: Lavendel, Astilbe, Narzisse, Arnika, Löwenmäulchen, Kornblumen und Tränendes Herz.
Und dann gibt es da ja noch die Angaben F1, F2, etc. auf der Packung. Was hat das nun schon wieder zu bedeuten? Das könnt ihr hier nachlesen.