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Licht- und Dunkelkeimer - Begriffe schnell erklärt - Nettes Stadtgarten

Licht- und Dunkelkeimer – Begriffe schnell erklärt

Last Updated on 21. März 2022 by annettes_blog

Das Frühjahr ist schon (fast) da und wir sind alle fleißig am planen, säen und pflanzen. Dabei laufen uns immer wieder Begriffe wie Licht- oder Dunkelkeimer über den Weg. Was bedeutet das und welche Auswirkungen hat es auf unsere Aussaat? Diese Infos findet ihr hier inklusive vieler Beispiele, die für uns Topfgärtner wichtig sind.

Lichtkeimer

Lichtkeimer sind Pflanzen, die beim Säen nicht mit Erde bedeckt werden dürfen. Sie benötigen zum Keimen neben Sauerstoff, Wasser und Wärme auch den blauen bis hellroten Spektralbereich der Sonne (energiereiches Licht). Dieser dringt nicht in die Erde ein.

Beim Säen der Lichtkeimer sollte man deshalb folgendes beachten: Die Saat auf die Erde verteilen. Nur leicht andrücken, aber nicht mit Erde bedecken. Wer möchte kann die Samen mit einer sehr dünnen Schicht feinen Sand bedecken, damit sie nicht weggeweht werden. Im Anschluss vorsichtig mit lauwarmem Wasser besprühen. Gießen ist hier eher ungeeignet, da die Samen leicht davongeschwemmt werden. Zum Keimen die Samen jedoch nicht in das direkte Sonnenlicht stellen. Im lichten Schatten oder etwas vom Fenster entfernt ist erfolgsversprechender.

Die Samen von Lichtkeimern sind in der Regel sehr klein und leicht. Aufgrund der kleinen Größe haben sie wenig Nahrungs- bzw. Energiereserven. Daher würde sie es, selbst wenn sie ohne Licht keimen könnten, es auch selten durch die Erdschicht bis ans Licht schaffen.

Beispiele: Zu den Lichtkeimern zählen viele Kräuter, wie: Basilikum, Majoran, Minze, Oregano, Pfefferminze oder auch Salbei und Thymian. Desweitern gibt es auch einige beliebte Blumen, die zu den Lichtkeimern gehören: Kamille, Ringelblume, Löwenmäulchen und Kornblume. Auch Karotten, Radieschen und Tomaten sind Lichtkeimer.

Bei vielen Kräutern sollte man auch noch beachten, dass sie nur feine Wurzeln haben. Deshalb ist es ratsam zum Säen am besten gleich das Gefäß zu nehmen, in dem sie bleiben können.  Pikieren und Versetzen könnte die feinen Wurzeln unnötig schädigen und die Pflanze dabei kaputt gehen.

Dunkelkeimer

Dunkelkeimer benötigen ebenfalls Licht zum Keimen, allerdings einer anderen Intensität. Die Erdschicht dimmt das Licht beziehungsweise filtert verschiedene Wellenlängen heraus. Dunkelkeimer keimen mit Hilfe von Licht im dunkelroten Spektralbereich. Nur dieses dringt auch in die Erde ein. Die Samen werden daher bei der Aussaat in die Erde gedrückt. Die Pflanztiefe ist meist auf den Samenpackungen vermerkt. Falls keine Angaben vorhanden sind, gilt folgende Faustregel für die Pflanztiefe: Samen doppelt so tief in die Erde stecken wie er groß ist. Ein zu tiefes Einsetzen führt dazu, dass gar kein Licht an die Samen kommt und somit auch kein Keimen möglich ist.

Beispiele: viele Kräuter und Gemüsepflanzen sind Dunkelkeimer: Erbsen, Feldsalat, Radieschen, Schnittlauch, Koriander, Bohnen, Blumenkohl, Mangold, Gurken, Zucchini, Paprika, Kapuzinerkresse und Borretsch.

Lichtneutrale Samen

Im Gegensatz zu den Licht- und Dunkelkeimern, gibt es auch och ein paar wenige lichtneutrale Samen. Diese habe keine besonderen Ansprüche und keimen bei (fast) allen Lichtbedinungen.

Ein Beispiel hierfür sind die Sonnenblumen.

waldmeistersamen

Kaltkeimer

Der Begriff „Kaltkeimer“ an sich ist etwas irreführend. Sie keimen nicht, wenn es kalt ist. Aber sie benötigen die Kältereiz, um zu keimen. Die Natur hat das geschickt gemacht: diese Samen haben keimhemmende Stoffe im Inneren. Das soll verhindern, dass die Samen von Kälte-empfindlichen Pflanzen bereits im Herbst keimen, sondern erst im Frühjahr. Die keimenden Stoffe (ein Pflanzenhormon) wird über die Wintermonate durch die Kälte langsam abgebaut. Kaltkeimer brauchen das richtige Zusammenspiel zweier verschiedener Umwelteinflüsse: Feuchtigkeit, sowie Kälte gefolgt von wärmeren Temperaturen. Zunächst müssen die Samen durch die Feuchtigkeit aufquellen. Dann kommt Faktor zwei, die Kälte, ins Spiel. Je nach Pflanze wird eine bestimmte Zeit mit Temperaturen zwischen -4°C und +4°C benötigt. Wenn die Temperaturen im Frühjahr steigen, keimen die Pflanzen dann von selbst.

Das erklärt auch, wie beim Säen vorgegangen werden muss: die Samen im Spätherbst (Oktober bis November) nach draußen in die feuchte Erde geben. So erhalten sie ganz natürlich Feuchtigkeits- und Kältereiz. Sät man Kaltkeimer im Frühjahr, so werden diese in der Regel erst im nächsten Frühjahr keimen.

Vergessen die Samen im Herbst rechtzeitig in die Erde zu setzen? Auch nicht schlimm, man kann den Kältereiz auch „künstlich“ im Kühlschrank erzeugen.
1) Die Samen ein bis zwei Wochen in warmem Wasser quellen lassen.
2) Im Anschluss die Samen aus dem Wasser nehmen und in eine Mischung aus Anzuchterde und Sand (Mischverhältnis: 2 zu 1) geben.
3) Ebenfalls befeuchten und in ein dichtes Gefäß (z.B. Gefrierbeutel oder fest verschließbare Schüssel) geben. Für einige Wochen in den Kühlschrank stellen. Dabei ab und an auf Feuchtigkeit prüfen. Die Erde sollte nie komplett austrocknen.
4) Je nach Pflanzenart sind die Samen nach 3 bis 12 Wochen bereit zum Keimen. Aus dem Kühlschrank nehmen und das Substrat (Erde mit Samen) in eine Anzuchtschale geben.
5) Nun nur noch zum Keimen an einen hellen Platz stellen und warten.

Hier einige Beispiele für Kaltkeimer, die auch für uns Topfgärtner wichtig sind: Waldmeister, Bärlauch, Dill und Salbei. Auch bei den Blumen gibt es einige Kaltkeimer: Lavendel, Astilbe, Narzisse, Arnika, Löwenmäulchen, Kornblumen und Tränendes Herz.

Und dann gibt es da ja noch die Angaben F1, F2, etc. auf der Packung. Was hat das nun schon wieder zu bedeuten? Das könnt ihr hier nachlesen.

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