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Sommerzeit ist Gießzeit - so macht ihr es richtig! - Nettes Stadtgarten

Sommerzeit ist Gießzeit – so macht ihr es richtig!

Last Updated on 3. August 2022 by annettes_blog

Gießen

Wir Topfgärtner wissen es alle: Sommerzeit heißt auch immer Gießzeit, denn im Topf trocknen die Pflanzen noch viel schneller aus als im Garten.
Aber wusstet ihr, dass man beim Gießen auch so einiges falsch machen kann? Ich musste es erst lernen und damit ihr aus meinen Fehler lernen könnt hier die wichtigsten Tipps:

Nicht auf die Blätter gießen!

Die meisten Pflanzen mögen es nicht wenn wir auf ihre Blätter gießen. Trocknet das Wasser dort nicht schnell genug ab, können sich Pilzkrankheiten entwickeln. Vor allem bei vielen bei uns so belieben Gemüsesorten wie Paprika und Tomaten ist dies der Fall. Man denke nur an die Braunfäule, der im regnerischen Sommer 2021 so viele Pflanzen zum Opfer gefallen sind. Gießt man aber bei Sonnenschein, trocken die Blätter zwar schnell ab, aber die Wassertropfen wirken auch wie ein Brennglas und sorgen für Verbrennung der Blätter. Verbrannte Blätter schwächen die Pflanze. Aber nicht nur für die Pflanzen ist auf die Blätter gießen schlecht, sondern auch für unseren Geldbeutel. Das Wasser dort verdunstet viel zu schnell und kommt gar nicht erst zu den Wurzeln. Und deshalb, auch wenn es manchmal mühsam ist: auf die Erde eines jedes einzelnen Topfes gießen.

Nicht zur Mittagszeit gießen!

Zu dieser Tageszeit ist es so warm, dass das Gießwasser schon in der Luft oder an der Erdoberfläche verdunstet und so nur wenig zu den Wurzeln gelangt. Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist am sehr frühen Morgen, so zwischen drei und vier Uhr, denn dort ist der Boden, und auch die Luft, am kühlsten. Nun gut, um diese Zeit haben die meisten wahrscheinlich genauso wenig Lust wie ich, aber morgens 5 oder 10 Minuten früher aufstehen um dann gegen 6 oder 7 Uhr zu gießen ist leicht umzusetzen und auch noch eine sehr gute Gießzeit. Topfpflanzen brauchen möglicherweise an heißen Sommertagen sogar zweimal Wasser um nicht auszutrocknen. Deshalb möglichst am späten Abend nochmal gießen. Der späte Abend (ab etwas 10 Uhr) wenn es bereits kühler wird ist ohnehin die zweitbeste Zeit zum Wässern der Kübel.

Weitere Tipps

Erde vorbereiten! Wenn die Erde schon stark ausgetrocknet ist, am besten die trockene Erde in den Töpfen erst etwas anfeuchten, ein paar Minuten warten und dann erst richtig gießen. Alternativ mit der Hacke leicht auflockern. Das hat den gleiche Effekt, das Wasser kann besser in tiefere Erdschichten dringen. Ist die Erde ganz trocknen tut sich das Wasser schwer in sie einzudringen und somit bis zu den Wurzeln vorzudringen – und somit verdunstet viel Wasser unnötig von der Oberfläche.

Nicht vergessen auch nach dem Gewitterregen zu gießen! Meist kommt bei einem kurzen (wenn auch heftigen) Gewitterregen viel weniger Wasser als man denkt. Was bedeutet, trotzdem gießen.

Nicht alle Pflanzen gleich viel gießen, denn sie haben ja unterschiedliche Bedürfnisse! Um die Bedürfnisse abzuschätzen, gibt es zum Glück ein paar Orientierungshilfen.
Erste Faustregel: Je größer die Blätter, desto höher der Wasserbedarf.
Zweite Faustregel: Mediterrane Kräuter wie Thymian oder Lavendel lieben eher die Trockenheit, also weniger gießen.
Dritte Faustregel: Daumenprobe machen. Das funktioniert genauso wie für die Zimmerpflanzen: einfach mit dem Daumen auf die Erde langen und sehen ob sie noch feucht ist. Falls nicht: Gießen.

Und wie kann man den Wasserverlust minimieren?

Augen auf am besten schon beim Topfkauf! Die hübschen Terrakotta- und andere Steintöpfe speichern mehr Hitze als Kunststofftöpfe. Außerdem ist das Material poröser (löchriger), so dass der Wasserverlust über die Topfwand höher ist. Deshalb wird hier mehr Wasser benötigt. Wer es sich möglichst einfach mal will kauft am besten Kunststoff-Töpfe mit Bewässerungssystem. Diese haben 2 Vorteile: zum einem haben sie eine höhere Wasserspeicherkapazität und zum anderen helfen sie durch ihre Anzeige wann wir wieder gießen müssen. Außerdem möglichst helle Töpfe verwenden. Helle Farben sind besser geeignet als dunkle. Sie reflektieren mehr Sonnenlicht und speichern somit weniger Hitze.

Töpfe mulchen oder unterpflanzen! Weniger freie Erdoberfläche bedeutet weniger Wasserverdunstung. Deshalb die Töpfe von Gemüsepflanzen mit Kräutern oder andere kleinwüchsigen Pflanzen unterpflanzen, so dass wenig freie Erde bleibt. Alternativ die Töpfe gut mulchen. Aber was ist eigentlich mulchen? Mulchen bedeutet die Erde zu bedecken um sie somit zu schützen. Ich verwende dafür gerne Rasenschnitt oder Stroh. Mehr Infos zum Mulchen und welche Materialien sich eignen, könnt ihr in dem tollen Artikel von Kistengrün nachlesen.

Und wenn ich mal ein paar Tage weg bin und nicht gießen kann? Dann kommt eine traditionelle Bewässerung zum Einsatz: Ollas. Falls ihr die noch nicht kennt dann lest mal meinen Artikel zu den Ollas. Eine tolle Methode, die weder Strom noch Wasseranschluss benötigt.

Und jetzt hoffe ich ihr könnt die Sonne genießen und eure Pflanzen kommen ebenfalls gut durch die Hitze.

Falls ihr weitere Tipps zum klugen Gießen habt, schreibt oder kommentiert gerne.

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