Die Bombe platzt im Bad: DIY Badebomben

Last Updated on 15. Oktober 2021 by annettes_blog

Irgendwie liest man zur Zeit überall davon: selbstgemachte Badebomben. Natürlich konnte ich mich diesem Trend nicht verschließen und musste es auch testen.

Ich habe nach einem einfachen und passenden Rezepturen gesucht und mich dann entschieden meine Badebomben nach dem Basisrezept von Calmwaters zu machen.

Der Vorteil dieser Rezeptur: ich hatte fast alle Zutaten zu Hause und die beiden fehlenden Komponenten (Natron und ausreichend Zitronensäure) konnte ich mir schnell und kostengünstig in der Drogerie um die Ecke besorgen.

Folgende Zutaten habe ich verwendet:

50g Speisestärke

125g Zitronensäure

250 g Natron (= Natriumbicarbonat = Natriumhydrogencarbonat)

70 g Mandelöl (es geht aber auch anderes „Fett“, z.B. Kokosöl, Olivenöl oder Sheabutter)

Einige Tropfen Lebensmittelfarbe in grün und blau

Einige Tropfen ätherisches Öl Lavendel

Etwas getrocknete Lavendelblüten (hatte ich noch von meiner Ernte im letzten Sommer)

Badebomben-Zubereitung – Schritt für Schritt:

  1. Alle festen Zutaten (Speisestärke, Zitronensäure und Natron) in eine große Schüssel geben und mit der Hand oder einem Löffel vermischen. Unbedingt darauf achten, dass alles ganz trocken ist. Natron und Zitronensäure reagieren sofort mit Feuchtigkeit was die Zubereitung erschwert und die Haltbarkeit verringert.

  2. Die Fett-Komponente mit den ätherischen Ölen und (falls gewünscht) mit der Lebensmittelfarbe mischen. Flüssiges Öl kann man einfach so verwenden. Feste Fette zuerst schmelzen: im Wasserbad oder auch zeitsparend in der Mikrowelle – dabei lieber kurze Intervalle einstellen (am Anfang 30 sec., dann 15 sec.), Wattzahl reduzieren und immer wieder umrühren. Sobald die Fett flüssig sind, können sie mit den anderen Zutaten vermischt werden. Achtung: ätherische Öl verflüchtigen sich schnell wenn das Fett zu heiß ist. Deshalb Temperatur prüfen und gegebenenfalls abkühlen lassen bis man es auch selbst wieder anfassen könnte.
  3. Nun die flüssige Komponente zu der festen Komponente geben und alles wieder gut vermischen. Die Masse sollte am Ende eine Konsistenz haben welche Mürbteig ähnelt.

Wer möchte kann nun noch Lavendelblüten oder andere „Schmuckkomponenten“ hinzufügen. Diese nicht in die ganze Masse einarbeiten, sondern nur später an der äußeren Schicht hinzufügen.

Formen: Das Formen der Bomben geht mit Silikonformen, speziellen Badekugelformern oder auch einfach mit der Hand (wenn auch etwas ungleichmäßiger 😉 )

Zum Schluss das Ganze 3-4 Tage an der Luft trocknen lassen. Wenn es schneller gehen soll: die Badebomben auf ein Backblech legen und im Backofen bei 50°C ca. 2 Stunden trocknen lassen.

Nach 3 Tagen trocknen habe ich gestern den ersten „Selbstversuch“ gemacht und war sehr zufrieden: Die Badebombe hat schön gesprudelt, der Lavendelduft herrlich entspannend und das Mandelöl in der Rezeptur hat eine babyweiche Haut hinterlassen 🙂

Als verschönernde Zutaten eignen sich nicht nur getrocknete Blüten, auch getrocknete Heidelbeeren oder Kaffeebohnen können mit in Badebomben eingearbeitet werden.

Eure Badebomben haben nicht so funktioniert, wie ihr euch das vorgestellt habt? Dann schaut mal bei Jessi & Sandro von Bathely vorbei. Hier gibt es die besten Tipps wie auch euch die Badekugeln gelingen.

Badebomben zur therapeutischen Zwecken:

Badebomben kann man nicht nur zu kosmetischen Zwecken selbst herstellen, sondern man kann sich auch welche mit therapeutischer Wirksamkeit selbst zubereiten:

  1. Zur Unterstützung bei Erkältung (damit der Schleim aus Nase und Bronchien besser abfließen kann): Ätherische Öle wie Eukalyptus + getrockneter Thymian
  2. Zum Fördern des Einschlafens: ätherische Öle: Lavendel, Rose, Ylang Ylang, Benzoe, Baldrian + Rosenblätter oder Lavendelblüten
  3. Belebende Öle gegen Müdigkeit: Pfefferminzöl und Zitrusöle
  4. Zur Linderung von Kopfschmerzen: Lavendel, Basilikum, Jasmin
  5. Bei Muskelschmerzen/-kater: Lavendel, Rosmarin

Badebomben auch für Kinder?

Natürlich kann man Badebomben auch für Kinder selbst herstellen. Es ist ein günstige Konkurrenz für die von Kindern so geliebten Produkte von „Tinti“ & Co:

  • Die Grundzutaten (inkl. Mischungsverhältnis bleiben dieselben): Speisestärke, Zitronensäure, Natron und Öl (Fett-Komponente).
  • Als Öle eignen sich hier sehr gut Jojoba- oder Mandelöl.
  • Auch ätherische Öle können hier eingesetzt werden, allerdings natürlich Kind-gerechte und in geringeren Menge, da Kinder (vor allem kleine) viel empfindlicher darauf reagieren. Beispiele für typische Kinderöle sind: Mandarine rot (stimmungshebend, erfrischend), Benzoe Siam (beruhigend), Lavendel fein (ausgleichend, schlaffördernd) und Honigextrakt (ausgleichend, wärmend).
  • Man kann auch noch Streuartikel, wie man sie normalerweise beim Backen verwendet einarbeiten – das freucht die Kinder besonders wenn diese Wasser schwimmen und damit gespielt warden kann. Oder man arbeitet noch eine kleine Überraschung, z.B. kleine Spielfiguren, Minischwämme etc. mit ein.
  • Generell würde ich empfehlen (unabhängig von den Zusätzen die man zugibt) unter 3 Jahren keine Badebomben zu verwenden.

Wie sieht es mit der Lagerung aus?

Badebomben lösen sich – ihrer Funktion entsprechend – auf, wenn sie mit Wasser in Kontakt kommen. Da auch in der Luft immer eine gewisse Menge Feuchtigkeit ist, sollte man sie in Frischhaltefolie einwickeln, damit sie sich nicht vorzeitig auflösen. So verpackt kann man sie durchaus auch einige Wochen aufbewahren.

Ihr habt keine Lust Badebomben herzustellen, mögt lieber Badesalz? Dann habe ich auch dafür eine Beschreibung für euch: DIY Badesalz

Zum Schluss noch ein Hinweis aus rechtlichen Gründen: bitte denkt daran das meine Rezepte und Tipps nur auf Erfahrungswerten beruhen. Das Nachmachen erfolgt auf eigene Gefahr.

3 thoughts on “Die Bombe platzt im Bad: DIY Badebomben

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