Kamille – Meine Heilpflanze Nr. 1 im Winter

Aufmerksamen Lesern meines Blog ist es vielleicht schon aufgefallen, dass mich Heilpflanzen interessieren. In meinem Studium hatte ich damit schon einiges zu tun (ich habe Pharmazie studiert, mich dann aber noch einer kurzen Zeit in der Apotheke anders orientiert), jedoch ist das Wissen dann leider zwischenzeitlich in die hinteren Winkel meines Gehirns verdrängt worden. Durch mein in den letzten Jahren immer größeres werdendes Interesse an Pflanzen, ist für mich auch das Thema Heilpflanzen wieder in den Fokus gerückt.

Ich habe eine Weiterbildung zum Thema Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) gestartet um meine Wissen aufzufrischen und zu erweitern. Zudem habe ich jetzt angefangen mein Heilpflanzen- und Gartenwissen in Form eines besonderen Heilpflanzenporträts aufzuarbeiten und aufzuschreiben. In diesen Heilpflanzenporträts findet ihr neben Gartentipps zur eigenen Kultivierung der Heilpflanzen, die Wirkung, Anwendungsarten und auch in der Apotheke verfügbare Präparate mit der jeweiligen Heilpflanze. Natürlich kann ich in diesem Rahmen keinerlei Therapieempfehlungen geben, aber ich möchte mein Wissen mit euch teilen, denn vielleicht unterstützt es euch gesundheitlich.

In meinem ersten Heilpflanzenporträt geht es um die Kamille. Ihr könnt es auf meiner neuen Seite „HEILPFLANZEN“ finden: http://urban-gardening-blog.de/Blog/heilpflanzen/

So, nun möchte ich mit euch noch etwas ausführlicher meine Erfahrungen mit der Pflanzung der Kamille auf Balkon und Terrasse teilen.

Die echte  Kamille (Matricaria chamomilla) gehört genauso wie die Ringelblume (mehr dazu hier: http://urban-gardening-blog.de/Blog/ringelblume/) zur Familie der Korbblütler (Astersceae). Sie kommt ursprünglich aus Süd- und Osteuropa und ist inzwischen in ganz Europa heimisch. Leider ist sie bei uns immer weniger zu finden, da sie an ihrem ursprünglichen Ort, in der Nähe von Getreidefeldern bekämpft wird. Da wir sie also nicht wild sammeln können, müssen wir sie wohl selbst anbauen 😉.

  • Aussaat: die Kamille lässt sich gut aussähen und keimt in der Regel gut. Man muss nur beachten, dass sich um einen Lichtkeimer handelt und die Samen deshalb nicht mit Erde bedeckt werden dürfen. Die Aussaat kann im Herbst erfolgen, August bis Mitte September, oder im Mai, wenn der letzte Kälteeinbruch (Eishheilige) vorbei ist. Die Aussaat im Herbst hat den Vorteil, dass die Ernte dann früher und meist auch üppiger erfolgen kann.
  • Ansprüche: die Kamille mag einen sonnigen Standort. An den Boden hat sie wenig Ansprüche: neutral, am besten lehmig oder auch leicht sandig, so dass das Wassser gut ablaufen kann.
  • Ernte: ganze einfach: abschneiden der reifen Blütenstände – aber wann sind sie reif? Bei der Kamille ist das leicht zu erkennen, wenn sich der Blütenboden hebt und somit sich das gelbe Innere nach oben wölbt, wobei die weißen Lanzettblätter außen nach unten gehen. Das ist auch das Erkennungsmerkmal, dass es sich hier um die echte Kamille handelt.


Die Hauptanwendung der getrockneten Kamillenblüten aus dem Garten oder vom Balkon ist als Tee bzw. Aufguss bei Verdauungsbeschwerden, Entzündungen im Mund- und Rachenraum und bei Erkältungskrankheiten – deshalb ist die Kamille auch meine Nummer 1 im Winter 🙂

Und auf mein Tässchen Kamillentee bei Verdauungsbeschwerden aufgrund von Bürostress kann ich mich auf jeden Fall zu jeder Jahreszeit verlassen 😊

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