Aloe – Wunder aus der Wüste

Vor einiger Zeit bekam ich zwei Aloe vera Pflanzen geschenkt und wusste zunächst so gar nicht recht was ich damit anfangen sollte. Natürlich kannte ich Aloe, aber eben nur als fertiges Gel zur Hautpflege aus Drogerie oder Apotheke. Inzwischen bin ich aber schlauer ( 😉 ) und konnte auch schon einige Erfahrungen mit der Anwendung sammeln.

 

Die Aloe vera, auch Wüstenlilie genannt, kommt ursprünglich aus Südafrika. Durch ihren ursprünglichen Standort in Wüstenregionen hat sie hat ganz besondere Fähigkeiten entwickelt: sie kann verschiedene Nährstoffe selbst herzustellen und ist deshalb reich an Vitaminen, Enzymen, Mineralstoffen und Aminosäuren. Und das macht sie wiederum so hilfreich für uns!

 

Pflege der Aloe vera Pflanze:

  • Standort: ein gleichmäßig warmer Standort mit viel Licht und wenig Feuchtigkeit ist Pflicht. Direkte Sonne stellt kein Problem dar, sogar pralle Sonne draußen im Sommer ist möglich und wird gut vertragen. Allerdings sollte man sie daran erst 1- 2 Wochen gewöhnen. Sie ist nicht winterhart, deshalb im Winter unbedingt reinholen und einen sonnigen Platz (Süd- oder Westfenster) wählen. Bereits ab Temperaturen unter + 10°C könnte die Aloe Schaden nehmen – also rechtzeitig reinholen und auch im Frühjahr nicht vor Mitte Mai ins Freie stellen. Man kann die Aloe Pflanze auch ganzjährig als Zimmerpflanze halten – sonniger Standort natürlich vorausgesetzt 😉
  • Pflege: Wenig gießen ist ganz wichtig; immer erst wenn die Erdoberfläche trocken ist (Fingerprobe). Zuviel Wasser könnte die Aloe verfaulen lassen  – man denke nur an ihren ursprüngliche Wüstenstandort. Wichtig ist zudem noch immer auf die Erde gießen und nie von oben auf die Blätter.
    Düngen: Im Sommer ist 1mal/Monat ausreichend und  im Winter ist düngen gar nicht nötig.
    Erde: Sandiges, trockenes Substrat ist ein Muss; deshalb sollte man herkömmlicher Gartenerde ca. 1/3 Split oder groben Sand untermischen. Alternativ eignet sich auch Kakteenerde.
    Und zu guter Letzt: Augen auf bei der Topfwahl! Es sollte ein stabiler Topf sein, der nach unten nicht schmaler wird da die Aloe-Blätter ein ordentliches Eigengewicht haben und der Topf sonst zu leicht umkippen könnte.

 

Ernte:

Die Aloe wächst von unten nach oben, d.h. neue Blätter kommen oben in der Mitte nach. Daraus ergibt sie auch wie geerntet werden soll: immer zuerst die ältesten Blätter (also von unten). Alternativ: nur die Blattspitzen abschneiden; die Aloe verkraftet das und die Wunde verschließt sich innerhalb weniger Tage von selbst. Ist das Blatt mal geerntet so ist es im Kühlschrank noch einige Tage haltbar – und das hat noch einen Vorteil: aus dem Kühlschrank ist die kühlende Wirkung des Gels gleich noch besser 😊.

Aloe vera vermehren:

Für einen Ableger einfach einen Seitentrieb von der Pflanze abtrennen und ein bis zwei Tage trocken lagern, damit die Schnittkante trocknen kann. Dann den Trieb in Kakteenerde pflanzen und wässern. Wenn sich Wurzeln und neue Blätter gebildet haben, die Pflanze normal pflegen wie die „erwachsene“ Aloe-Vera-Pflanze.
Die Aloe-Vera-Pflanze entwickelt aber auch häufig sog. Kindel. Um diese für das Vermehren zu nutzen einfach die Mutterpflanze aus ihrem Topf nehmen (immer unten anfassen, nicht an den Blättern), die Erde ein wenig abschütteln und die Kindel vorsichtig abziehen, ohne die Wurzeln zu verletzen. Dann die beiden Pflanzen in zwei verschiedenen Töpfen einpflanzen.

Eigenschaften:

Entzündungshemmend, deshalb ideal bei kleinen Wunden, Verbrennungen und Sonnenbrand. Auch zur Narbenpflege gut geeignet.

Anwendung:

Das Gel des angeschnitten Blattes auf die Haut tropfen
Vorsicht: Der gelbe „Mantel“ des Blattes darf nicht mit der Haut in Berührung kommen, da dies Entzündungen auslösen kann.

Aber nicht nur der Haut, auch den Haaren kann die Aloe helfen: Bei trockenem Haar, gibt sie verlorene Feuchtigkeit zurück und macht das Haar wieder geschmeidig (was wohl am hohen Gehalt an Vitamin E liegt). Auch Schuppen, welche in Zusammenhang mit trockener Kopfhaut entstehen werden so weniger. Zudem soll es das Haarwachstum anregen.
Dazu wird Aloe-Saft wie eine Haarkur angwendet: 2–3 EL Saft nach dem Waschen in Haare und Kopfhaut massieren und ca. 10 Minuten lang einziehen lassen; danach ausspülen.


Auch innerlich kann die Aloe angewendet werden. Dem Aloe-Saft werden durch seinem hohen Anteil an Vitaminen, Enzymen und Mineralstoffen Gesundheit-fördernde Eigenschaften zugeschrieben. Nach diesem reich bebilderten Rezept habe ich auch schon selbst Aloe-Saft hergestellt. Lecker finde ich ihn auf jedem Fall, ob er mir wirklich zu mehr Gesundheit verholfen hat kann ich aber nicht mit Sicherheit sagen 😉
Bitte beachten bei innerlicher Anwendung: Am besten erst vorsichtig ausprobieren oder Rücksprache mit deinem Arzt halten, da sie nicht für jedermann verträglich ist.

Share This:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>