Teebeutel aus Stoff selber nähen – für doppeltes Geschmackserlebnis

Frische Kräuter sind einfach was tolles und damit man (oder frau) auch im Winter etwas davon hat, habe ich immer Sommer ganz fleißig Kräuter getrocknet. Aber die getrockneten Kräuter machen nicht nur beim Kochen Freude, sondern man kann auch leckere und gesundes Tees daraus machen. Egal ob Salbei, Thymian oder Pfefferminze – die schmecken selbst getrocknet einfach viel besser als die gekauften Teebeutel.

Das einzige „Problem“ dabei ist nur: vor allem Morgens muss es schnell gehen und man hat nicht immer Lust und Zeit sich den Tee mühsam mit Teesieb oder Teeei zuzubereiten. Kennt ihr das auch? Deshalb habe ich von meinen Lieblingstees im fertige Tassenportionen hergerichtet, so dass es genauso schnell geht wie mit gekauften Teebeuteln. Aber da ich es nachhaltig mag, sollten es natürlich keine Einmal-Teebeutel sein. Aus diesem Grund habe ich mir aus alten Stoffresten selbst Teebeutel genäht – das geht recht einfach, auch für Anfänger und auch mal ohne Nähmaschine.

 

Damit ihr das auch machen könnt, habe ich hier eine ausführliche Beschreibung für euch:

Man braucht:

Stoffreste aus 100% Baumwolle (z.B. alte Geschirrtücher oder auch übrig gebliebene Stücke von anderen Näharbeiten), alternativ gehen auch z.B. alte Leinengeschirrtücher

Nähgarn

Schnur, Wolle oder anderes dickeres, reißfestes Garn

Knöpfe, (Holz-) Kugeln etc. (damit der Beutel nicht komplett in die Tasse fällt)

Und so geht’s:

Zunächst den Stoff zuschneiden. Als Größe für 1 Tasse Tee (250 ml) mit 2 Teelöffeln Tee hat sich ein Zuschnitt von ca. 12 cm x 15 cm (bereits inkl. Nahtzugabe bewährt) bewährt.

Verwendet ihr neuen Stoff, würde ich ihn vorab waschen. Ich hab’s diesmal mit alten ausrangierten Geschirrtüchern gemacht.

Der 1. Nähschritt: an einer der langen Stoffseiten den Stoff doppelt einschlagen (zur Soffrückseite (= sog. Linke Seite) und dann nähen. Am besten das Umgeschlagene mit Stecknadeln oder Nähklammern fixieren, so dass nichts verrrutscht und schief wird. Das doppelte Einschlagen ist nötig damit man später die Schnur durchfädeln kann. Am schnellsten geht es natürlich mit der Nähmaschine und einem einfachen geraden Stich. Aber ach ohne Nähmaschiene, mit der Hand lassen sich Säckchen in dieser Größe gut nähen. Am besten klappt das mit einem einfach Steppstich (Nähanfänger, die unsicher sind welcher das ist können das auch hier nachlesen: http://www.schneidern-naehen.de/handstiche).

Danach den Stoff rechts auf rechts (also mit der Stoffvorderseite) in der Mitte zusammenlagen und unten und auf der zweite Seite zunähen. Auf der Seite nicht ganz nach oben nähen, da sonst die Schnur nicht durchgefädelt werden kann. Wer möchte kann die Ränder noch mit einem Kreuzstich versäubern; ich habe es nicht gemacht, da ich es für einen Teebeutel, der nicht so großen Belastungen ausgesetzt ist als nicht notwendig erachte – aber sieht natürlich „ordentlicher“ aus 😉

 

Nun das fertige Säckchen auf rechts drehen.

 

Zum Schluss nur noch die Schnur durch den doppelte Stoffteil oben durchfädeln; das funktioniert am besten mit einer Sicherheitsnadel. Als allerletztes den Knopf etc. (ich hatte noch ein paar Blätter aus Fimo) an das Schnurende binden und schon ist er fertig, unser Stoff-Teebeutel 🙂

Verwendet man den Beutel immer für den selben Tee, reicht es ihn kurz unter heißem Wasser auszuspülen und gut zu trocknen bevor man ihn wieder verwendet. Ansonsten kann man ihn gut auch mit in der Waschmaschiene waschen

 

Und nun: Genießt euren Tee 🙂

 

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