Schafgarbe – eine tolle wilde Heilpflanze

Das Jahr rast nur so dahin, ich kann kaum glauben dass schon wieder August ist! Aber meine Kalender zeigt es eindeutig und auch das neue Blatt meines Heilpflanzenkalenders blickt mich an – diesmal ist es die Schafgarbe

Die Schafgarbe (botanischer Name Achillea millefolium) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist somit mit vielen anderen bekannten Heilkräutern, wie Arnika oder Kamille verwandt.

Es ist eine mehrjährige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 60 und 140 cm erreicht. Die Blütezeit ist zwischen Ende Mai und Mitte Oktober, also ist jetzt gerade ein guter Zeitpunkt um sammeln zu gehen. Wer sie schon mal gerochen hat, wird sie immer wieder erkennen: der angenehm süßliche Geruch der Schafgarbenblüten ist einfach toll und unverwechselbar! Die Blüten können verschiedene Farben haben: weiß, gelb, orange, rosa oder rot gibt es.

 

Ernte des Krauts: Zur Blütezeit die Blüten samt Stängel abschneiden. Die Blätter sollten entfernt und nicht verwendet werden.

 

Wirkung des Krauts: Anregend auf die Gallenblasentätigkeit, fördert die Produktion von Verdauungssäften (durch Gerb- und Bitterstoffe), ist appetitanregend, krampflösend und entzündungshemmend.

Die hauptsächlich dafür verantwortlichen Komponenten sind die enthaltenen ätherischen Öle (Proazulen und Chamazulen) sowie Flavonoide. Proazulen wurden entzündungshemmende Eigenschaften nachgewiesen. Jedoch geht man davon aus, dass vor allem das Zusammenwirken der ätherischen Öle und Flavonoide für die Effekte verantwortlich ist. Außerdem enthält sie noch Salicylsäure und wirkt somit schmerzlindernd.

 

Anwendung des Krauts: Als Tee bei Beschwerden des Magen-Darm-Trakts (Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit) und auch bei Krämpfen in Zusammenhang mit Regelbeschwerden.

Der Tee kann auch auf eine Kompresse gegeben werden und man sich so die wundheilenden Eigenschaften auf der Haut zu Nutze machen.

Aber Achtung: Scharfgarbe macht lichtempfindlich, deshalb danach nicht in die Sonne gehen bzw. die behandelten Stellen gut schützen.

 

Zubereitung des Tees: 1 Teelöffel (ca. 2 g) getrocknetes Schafgarbenkraut auf 1 Tasse (150 ml) Tee; 10 bis 15 Minuten ziehen lassen (am besten zugedeckt, da sonst die flüchten ätherischen Öle (schwimmen oben auf Wasseroberfläche) verloren gehen und der Tee somit nicht mehr so gut wirken kann).

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten: Ein Vollbad aus „Schafgarbentee“ hilft auch gut bei Regelbeschwerden: 100 g Schafgarbenkraut mit 2 Litern heißem Wasser aufgießen und 20 Minuten ziehen lassen.

Die jungen, im Frühjahr geernteten zarten Blatttriebe haben auch noch eine – übrigens sehr leckere – Verwendung: sie können gegessen werden, z.B. in Kräuterquarks oder in Wildkräutersalaten.

 

WICHTIG: Aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu den Korbblütlern: Vorsicht bei Allergie gegen diese; treten bei Berührung Hautreizungen auf, dann bitte nicht verwenden!

 

Und wo finde ich die Schafgarbe eigentlich? Zuhause ist die Schafgarbe in ganz Europa, sie ist wild auf vielen Wiesen, Ackerrändern und Waldrändern zu finden: Es jedoch nicht ganz einfach sie im Garten oder sogar auf dem Balkon anzubauen – daher: Wild sammeln!

Ich selbst habe es selber noch nicht gemacht, aber eine leibe Freundin hat mir von Ihre Wildkräutersammeltouren schon öfter eine mitgebracht. Die wurde dann getrocknet und hat mir in Form von Tee immer gut geholfen wenn die Verdaaung mal Probleme gemacht hat.

 

Wer noch viel mehr zur Schafgarbe wissen will; es gibt sogar eine Internetseite, die sich nur damit beschäftigt: https://www.schafgarbe.org/ (das Stöbern dort macht echt Spaß, kann ich nur empfehlen 😊).

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