Salbei

Am Wochenende habe ich mir wieder eine neue Pflanze „eingebildet“, den Salbei. Ich kannte die Salbei-Pflanze bereits aus dem Garten meiner Mutter, welche ihn immer getrocknet hat. Aber das ist lange her und ich hatte schon fast vergessen wie gut frischer Salbei riecht und schmeckt. Als ich nun durch Zufall wieder daran erinnert wurde, wollte ich es auch probieren und habe am Wochenende gesät – auch wenn die eigentliche Zeit zum Säen (April – Juni, im Frühbeet schon ab März) schon vorbei ist. Ich hoffe es klappt dennoch!

Die meisten Salbeiarten sind mehrjährig und eine solche Sorte habe ich mir auch gekauft.

Erstmal habe ich nachgelesen, welches denn die besonderen Ansprüche des Salbeis sind: wie alle südländischen Pflanzen bevorzugt er lockeren, durchlässigen Boden und einen vollsonnigen Platz.

Da Salbei zu den sogenannten „Lichtkeimern“ gehört, sollte man die Samen nur auf der Erde verteilen und leicht andrücken (und eben nicht mit Erde bedecken).

Als empfohlener Pflanzabstand wird 30 bis 40 Zentimetern angegeben, damit sich die Pflanzen später nicht in die Quere kommen. Da man als Topfgärtner ja leider immer Platzprobleme hat, habe ich in meinen quadratischen Topf der Größe von 30 cm x 30 cm insgesamt 4 Samen eingebracht. Sollte sich alle entwickeln kann ich ja immer noch die schwächsten Pflänzchen ausreißen. Im Anschluss wird die Erde mit einem Wasserzerstäuber besprüht. So werden die Samen nicht, wie beim Gießen mit der Gießkanne, weggeschwemmt. Regelmäßig gewässert, soll der Salbei nach 7 bis 21 Tagen keimen – ich bin gespannt und werde berichten!

 

Und wofür kann man den Salbei jetzt brauchen? Salbeitee eignet sich gut bei Halsschmerzen oder zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Der Geschmack ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber hilft auf jeden Fall gut 🙂 Außerdem eignet er sich auch als leckers Küchenkraut, um damit etwa Kalbsfilet (man denke nur ganz klassisch an „Saltimbocca“) oder Lamm zu würzen. Der Salbei kann zu diesem Zweck auch getrocknet werden und eignet sich dann immer noch hervorragend.

 

Update nach 1 Jahr:
Der Salbei ist gut gekeimt und hat sich auch über den Winter gut entwickelt. Man sollte im Winter jedoch nicht vergessen, dass der Salbei eine Mittelmeerpflanze ist und somit in unseren Breiten nur bedingt winterhart. Aus diesem Grund habe ich die Pflänzchen an einen geschützten Standort auf meinem Balkon gestellt und mit Tannenzweigen abgedeckt.

 

Noch ein paar Pflegetips, die sich in den letzten Monaten bewährt haben:

  • Gießen: mäßig Gießen ist selbst an vollsonnigen Orten ausreichend. Ein paar trockene Tag übersteht der Salbei ganz gut wohingegen er zu viel Wasser und Staunässe gar nicht mag.
  • Düngen: auch hier ist der Salbei recht anspruchslos; 2mal im Sommer etwas organischer Dünger ist ausreichend. Zu viel Düngen würde zu vermehrter Blüte und somit zu weniger Aroma und Wirkstoffen in den Blättern führen.
  • Schnitt: der Salbei zählt zu den Halbsträuchern, d.h. er verholzt im unteren Teil, weiter oben jedoch nicht – wie beieiner Staude. Der nicht verholzte Teil stirbt im Winter ab und muss deshalb im Frühjahr angeschnitten werden damit der Salbei neu austreiben kann. Der Schnitt sollte bis zum verholzten Teil hin erfolgen, jedoch nicht ins verholzte hinein – das kann einem der Salbei übel nehmen!

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