Sommerzeit ist Gießzeit – aber richtig!

Wir Topfgärtner wissen es alle: Sommerzeit heißt auch immer Gießzeit, denn im Topf trocknen die Pflanzen noch viel schneller aus als im Garten (klar, das ist ja auch weniger Erde die Wasser speichern kann).
Aber wusstet ihr, dass man beim Gießen auch so einiges falsch machen kann? Ich musste es erst lernen und damit ihr aus meinen Fehler lernen könnt hier ein paar Tipps:

Nicht auf die Blätter gießen! Die meisten Pflanzen mögen es nicht wenn wir auf ihre Blätter gießen. Trocknet das Wasser dort nicht schnell genug ab, können sich Pilzkrankheiten entwickeln. Vor allem bei vielen bei uns so belieben Gemüsesorten wie Paprika und Tomaten ist dies der Fall. Gießt man aber bei Sonnenschein, trocken die Blätter zwar schnell ab, aber die Wassertropfen wirken auch wie ein Brennglas und sorgen für Verbrennung der Blätter – also auch wieder ungünstig. Aber nicht nur für die Pflanzen ist auf die Blätter gießen schlecht, sondern auch für unseren Geldbeutel: das Wasser dort verdunstet viel zu schnell und kommt gar nicht erst zu den Wurzeln – also einfach nur verschwendetes Wasser! Und deshalb, auch wenn es manchmal mühsam ist: auf die Erde eines jedes einzelnen Topfes gießen.

Nicht zur Mittagszeit gießen! Zu dieser Tageszeit ist es so warm, dass das Geißwasser schon in der Luft oder an der Erdoberfläche verdunstet und so nur wenig zu den Wurzeln gelangt. Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist eigentlich am sehr frühen Morgen, so zwischen drei und vier Uhr, denn dort ist der Boden, und auch die Luft, am kühlsten. Nun gut, auf Aufstehen um dieser Uhrzeit habe ich – wie wahrscheinlich die meisten von euch auch – nicht so viel Lust, aber morgens 5 oder 10 Minuten früher aufstehen um dann gegen 6 oder 7 Uhr zu gießen ist doch recht leicht umzusetzen und auch noch eine sehr gute Gießzeit. Topfpflanzen brauchen an heißen Sommertagen sogar 2mal Wasser um nicht auszutrocknen. Deshalb möglichst am späten Abend nochmal gießen.
Wenn die Erde schon stark ausgetrocknet ist, am besten die trockene Erde in den Töpfen erst etwas anfeuchten, ein paar Minuten warten und dann erst richtig gießen. Ist die Erde ganz trocknen tut sich das Wasser schwer in sie einzudringen und somit bis zu den Wurzeln vorzudringen – und somit verdunstet viel Wasser unnötig von der Oberfläche.

Nicht vergessen auch nach dem Gewitterregen zu gießen! Meist kommt bei einem kurzen (wenn auch heftigen) Gewitterregen viel weniger Wasser als man denkt. Was bedeutet, trotzdem gießen.

Nicht alle Pflanzen gleich viel gießen, denn sie haben ja unterschiedliche Bedürfnisse! Es gibt ein paar Orientierungshilfen: Erste Faustregel: Je größer die Blätter, desto höher der Wasserbedarf. Zweite Faustregel: Mediterrane Kräuter wie Thymian oder Lavendel lieben eher die Trockenheit, also weniger gießen. Ansonsten kann man sich auch gut mit der Daumenprobe helfen, die man genauso für die Zimmerpflanzen verwendet: einfach mit dem Daumen auf die Erde langen und sehen ob sie noch feucht ist. Falls nicht: Gießen.

Und zum Schluss: Augen auf am besten schon beim Topfkauf! Die hübschen Terrakotta- und andere Steintöpfe speichern nämlich mehr Hitze also Kunststofftöpfe. Weshalb dort auch mehr Wasser benötigt wird. Wer es sich möglichst einfach mal will kauft am besten Kunststoff-Töpfe mit Bewässerungssystem. Diese haben 2 Vorteile: zum einem haben sie eine höhere Wasserspeicherkapazität und zum anderen helfen sie durch ihre Anzeige wann wir wieder gießen müssen.

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