Die Bombe platzt im Bad – oder: Badebomben selbstgemacht

Irgendwie liest man zur Zeit überall davon: selbstgemachte Badebomben. Natürlich konnte ich mich diesem Trend nicht verschließen und musste es auch testen.

Ich habe nach einem einfachen und passenden Rezepturen gesucht und mich dann entschieden meine Badebomben nach der Basisrezeptur von Calmwaters zu machen (siehe hier: https://www.calmwaters.de/ratgeber/diy-badezimmer-mit-herz/diy-badebomben).

 

Der Vorteil dieser Rezeptur: ich hatte fast alle Zutaten zu Hause und die beiden fehlenden Komponenten (Natron und ausreichend Zitronensäure) konnte ich mir schnell und kostengünstig in der Drogerie um die Ecke besorgen.

 

Folgende Zutaten habe ich verwendet:

50g Speisestärke

125g Zitronensäure

250 g Natron (= Natriumbicarbonat = Natriumhydrogencarbonat)

70 g Mandelöl (es geht aber auch anderes „Fett“, z.B. Kokosöl, Olivenöl oder Sheabutter)

Einige Tropfen Lebensmittelfarbe in grün und blau

Einige Tropfen ätherisches Öl Lavendel

Etwas getrocknete Lavendelblüten (hatte ich noch von meiner Ernte im letzten Sommer)

 

Und hier die Zubereitung Schritt für Schritt:

  1. Alle festen Zutaten (Speisestärke, Zitronensäure und Natron) in eine große Schüssel geben und mit der Hand oder Löffel vermischen. Unbedingt darauf achten, dass alles ganz trocken ist, da Natron und Zitronensäure sofort mit Feuchtigkeit reagieren.
  2. Die Fett-Komponente mit den ätherischen Öle und (falls gewünscht) mit der Lebensmittelfarbe mischen. Flüssige Öl kann man einfach so verwenden. Feste Fette zuerst schmelzen (im Wasserbad oder auch zeitsparend in der Mikrowelle – dabei lieber kurze Intervalle einstellen (am Anfang 30 sec., dann 15 sec.) und immer wieder umrühren) und mit den anderen Komponenten mischen sobald sie flüssig sind.
  3. Nun die flüssige Komponente zu der festen Komponente geben und alles wieder gut vermischen. Die Masse sollte am Ende eine Konsistenz haben welche Mürbteig ähnelt.
  4. Lavendelblüten oder andere „Schmuckkomponenten“ nicht mir in die ganze Masse einarbeiten sondern nur später an der äußeren Schicht hinzufügen.
  5. Formen: Das Formen der Bomben geht mit Silikonformen, speziellen Badekugelformern oder auch einfach mit der Hand (wenn auch etwas ungleichmäßiger 😉 )

Zum Schluss das Ganze 3-4 Tage an der Luft trocknen lassen. Wenn es schneller gehen soll: die Badebomben auf ein Backblech legen und im Backofen bei 50°C ca. 2 Stunden trocknen lassen.

Nach 3 Tagen trocknen habe ich gestern den ersten „Selbstversuch“ gemacht und war sehr zufrieden: Die Badebombe hat schön gesprudelt, der Lavendelduft herrlich entspannend und das Mandelöl in der Rezeptur hat eine babyweiche Haut hinterlassen 🙂

 

Als verschönernde Zutaten eignen sich nicht nur getrocknete Blüten, auch getrocknete Heidelbeeren oder Kaffeebohnen können mit in Badebomben eingearbeitet werden.

 

Badebomben zur therapeutischen Zwecken:

Badebomben kann man nicht nur zu kosmetischen Zwecken selbst herstellen, sondern man kann sich auch welche mit therapeutischer Wirksamkeit selbst zubereiten:

  1. Zur Unterstützung bei Erkältung (damit der Schleim aus Nase und Bronchien besser abfließen kann): Ätherische Öle wie Eukalyptus + getrockneter Thymian
  2. Zum Fördern des Einschlafens: ätherische Öle: Lavendel, Rose, Ylang Ylang, Benzoe, Baldrian + Rosenblätter oder Lavendelblüten
  3. Belebende Öle gegen Müdigkeit: Pfefferminzöl und Zitrusöle
  4. Zur Linderung von Kopfschmerzen: Lavendel, Basilikum, Jasmin
  5. Bei Muskelschmerzen/-kater: Lavendel, Rosmarin

 

Badebomben auch für Kinder?

Natürlich kann man Badebomben auch für Kinder selbst herstellen. Es ist ein günstige Konkurrenz für die von Kindern so geliebten Produkte von „Tinti“ & Co:

  • Die Grundzutaten (inkl. Mischungsverhältnis bleiben dieselben): Speisestärke, Zitronensäure, Natron und Öl (Fett-Komponente).
  • Als Öle eignen sich hier sehr gut Jojoba- oder Mandelöl.
  • Auch ätherische Öle können hier eingesetzt werden, allerdings natürlich Kind-gerechte und in geringeren Menge, da Kinder (vor allem kleine) viel empfindlicher darauf reagieren. Beispiele für typische Kinderöle sind: Mandarine rot (stimmungshebend, erfrischend), Benzoe Siam (beruhigend), Lavendel fein (ausgleichend, schlaffördernd) und Honigextrakt (ausgleichend, wärmend).
  • Man kann auch noch Streuartikel, wie man sie normalerweise beim Backen verwendet einarbeiten – das freucht die Kinder besonders wenn diese Wasser schwimmen und damit gespielt warden kann. Oder man arbeitet noch eine kleine Überraschung, z.B. kleine Spielfiguren, Minischwämme etc. mit ein.
  • Generell würde ich empfehlen (unabhängig von den Zusätzen die man zugibt) unter 3 Jahren keine Badebomben zu verwenden.

 

Zum Schluss: Wie sieht’s mit der Lagerung aus?

Badebomben lösen sich – ihrer Funktion entsprechend – auf, wenn sie mit Wasser in Kontakt kommen. Da auch in der Luft immer eine gewisse Menge Feuchtigkeit ist, sollte man sie in Frischhaltefolie einwickeln, damit sie sich nicht vorzeitig auflösen. So verpackt kann man sie durchaus auch einige Wochen aufbewahren.

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2 thoughts on “Die Bombe platzt im Bad – oder: Badebomben selbstgemacht

    • by annettes_blog This is post author

      Liebe Sarah,
      danke, freut mich sehr dass dir die Idee gefällt 🙂
      Liebe Grüße,
      Annette

      P.S.: Ich habe mir gerade auch deinen Blog angesehen, der mir sehr gut gefällt 🙂

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