Apfelbeere – Superfood?!

Bei meiner Pflanzplanung für die neue, ungeschützten Dachterrasse vor 3 Jahren bin ich eher zufällig auf die Apfelbeere gestoßen, da sie als robuste und geeignete Pflanze für diesen Standort angepriesen wurde.

Erst später war mir klar, dass sie auch ein wahres Vitaminwunder ist, denn das was ich unter dem deutschen Namen Apfelbeeren gekauft hatte, ist das Gleiche wie Aronia, welche als Superfood in aller Munde ist!

Die bei uns verbreiteste Sorte ist die kahle Apfelbeeren (lateinisch: Aronia melanocarpa). 

Der Strauch wird normalerweise 1 – 2 m hoch. Auch für die Topfpflanzung ist die Apfelbeere geeignet, da bleibt der Strauch nur etwas kleiner. Sie erfreuen uns mit Ihrer Blüte zeitig im Frühjahr, dennoch kann erst im Spätsommer geerntet werden, da die Beeren sehr lange zum Reifen brauchen.

Der Strauch benötigt keine Schnitt, nur ab und an ein Entfernen von alten, abgestorbenen Trieben.

Meine Apfelbeere steht in einem quadratischen Kübel (0,5m x 0,5m x 0,5m), ist inzwischen ca. 1,2m hoch und trägt seit 3 Jahren jedes Jahr reichlich. Und im Herbst, wenn die Beeren abgeerntet sind, hebt das wunderbar schöne rote Laub die manchmal recht trübe Stimmung 🙂

Wer die Beeren nicht mit den Vögel teilen will sollte ein Netz darüber spannen, denn die Vögel lieben Apfelbeeren

 

Sie sind sehr gesund, werden manchmal auch als „Anti-Aging-Frucht“ bezeichnet aufgrund ihres Gehaltes an Antioxidantien, Vitamin C und E und vieler essentieller Mineralstoffe (z.B. Eisen, Zink, Jod). Zudem soll sie den Stoffwechsel regulieren, das Immun- und Herz-Kreislaufsystem stärken und sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken. Durch den hohen Anteil an Flavonoiden hat sie außerdem eine entzündungshemmende Wirkung. Also wirklich ganz schön viel was die Apfelbeere (oder Aronia) kann – da hat sie sich den Titel Superfood doch verdient 🙂

 

So, jetzt wissen wir wie toll die Apfelbeere ist, da stellt sich nur noch die Frage: Was mache ich damit?

Man kann sie roh direkt vom Strauch essen, jedoch mögen das viele nicht, da sie recht bitter schmeckt. Wer das also nicht mag, hat aber trotzdem so einige Möglichkeiten um daraus was Leckeres zu machen:

  • Trocknen (am besten einstechen bzw. zerdrücken, da die Schale sehr fest ist und ansonsten sehr langsam trocknet (Schimmelgefahr!)) und wie Rosinen in Backwaren wie Hefezopf verwenden.
    Oder auch zusammen mit getrockneten Hagenbutten als Früchtetee aufgießen
  • Frisch können damit leckere und gesunde Smoothies gezaubert werden: z.B. in Kombi mit Banane und Kokos- oder Mandelmilch (bewährt hat sich folgende Mischung: 1 Hand Aronia, ½ Banane und 200 ml Nussmilch à im Mixer pürieren und fertig!)
  • Und Marmeldade kann man daraus natürlich auch kochen. Wer noch auf der Suche nach einem ganz besonders leckeren Marmeladenrezept mit Aronia ist: schaut doch mal bei Grünfink.at (https://gruenfink.at/kochen/aroniamarmelade/) vorbei. Ich musste das Rezept sofort testen und mein Marmeladenbrot hat heute Morgen gleich noch besser geschmeckt 🙂
    Ansonsten kann man natürlich auch wie mit anderen Beeren nur aus Aronia Marmelade kochen. Da – wie schon geschrieben – die Schale der Aroniabeeren recht fest ist, empfiehlt es die die Beeren ca. 20 min vorzukochen und dann mit dem Pürierstab zu pürieren. Diese pürierte Masse wird dann wie gewohnt mit Gelierzucker und, je nach Geschmack, mit noch etwas Zitronensaft oder Vanille zu Marmelade verkocht. Ohne Vanille und nicht zu fein püriert eignet es sich, durch seine leicht herben Note, auch als Preiselbeer-Ersatz zu Wildgerichten oder gebackenem Camembert.

 

Wer noch mehr Rezepte sucht, hier habe ich noch eine tolle Seite gefunden bei der sich alles nur um Aronia-Rezepte dreht: http://www.aronia-rezepte.com/rezept-uebersicht/

Ich werde am Wochenende das große Abernten starten und einige der tollen Rezepte ausprobieren. Habt ihr noch Tipps zur Verwendung von Aronia?

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